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Nachrichten

Bei den Uhus daheim - Mai 2022

Uhu in der Eifel im Mai 2022 © EGE

Anfang Mai in der Eifel. Stefan Brücher ist wie seit 40 Jahren auch in diesem Mai unterwegs, um junge Uhus zu beringen. Dabei kommt es zu einer denkwürdigen Begegnung. Als sich Stefan Brücher dem Brutplatz mit den vier jungen Uhus nähert, sitzt das Uhuweibchen (im Bild) ungefähr acht Meter entfernt auf einem Baum und warnt den Eindringling mit kräftigem Schnabelknappen. Zumeist sucht eine Uhumutter bei einer solchen Begegnung fluchtartig das Weite, um allerdings bald zu den Jungvögeln zurückzukehren. Als Stefan Brücher zu den Jungen kommt, kommt auch das Uhuweibchen näher und schaut schließlich um das Schicksal der Jungvögel besorgt aus nur gut drei Metern Entfernung Brücher beim Beringen zu. "Mir war ziemlich mulmig zumute, aber es war aufregend und wunderschön zugleich", beschreibt Stefan Brücher diese Begegnung. "Um das Uhuweibchen zu beruhigen, bewegte ich mich nur langsam und sprach ihm mit ruhiger Stimme gut zu. Den Blickkontakt unterbrach ich immer nur kurz. Ich wollte dem Uhuweibchen keine Gelegenheit geben, mich ungesehen anzugreifen. Zugleich wollte ich keinen Angriff provozieren. Es war ein Balanceakt." Nur drei Mal in allen diesen Jahren hat Stefan Brücher ein solchermaßen mutiges Uhuweibchen erlebt: 1994, 2007 und nun im Mai 2022. Auch diese Beringung verlief für Brücher und Uhus ohne Komplikationen. Nie ist Stefan Brücher von Uhus attackiert worden. Andere sagen von einer weniger glücklichen Begegnung: "Es ist so, als bekäme man einen mit Nägeln gespickten Ziegelstein an den Kopf geknallt." Klicken Sie bitte hier, wenn Sie Brüchers eindrückliche Begegnung mit dem mutigen Uhuweibchen anschauen möchten., wenn Sie Brüchers eindrückliche Begegnung mit dem mutigen Uhuweibchen anschauen möchten.

Mitarbeiten bei der EGE im Rhein-Erft-Kreis - Mai 2022

Drei junge Steinkäuze © www.as-naturfotografie.de

Der Rückgang des Steinkauzes ist kein Naturgesetz. Mit Überlegung und Engagement lassen sich Steinkäuze schützen. Die Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e. V. (EGE) hat dies in den Kreisen Düren und Euskirchen in den letzten Jahren eindrücklich unter Beweis gestellt, wie eine Dokumentation für die Jahre 2011-2020 zeigt. Um den Steinkauzschutz im benachbarten Rhein-Erft-Kreis zu verstärken, benötigt die EGE allerdings Unterstützung. Deswegen wendet sie sich heute mit folgendem Aufruf an Sie:

Liebe Leserin, lieber Leser!

Haben Sie Ihren Lebensmittelpunkt im Rhein-Erft-Kreis? Sind Ihnen Urlaubsreisen nicht das Wichtigste im Leben? Interessieren Sie sich für die Natur vor Ihrer Haustür? Und möchten Sie die EGE beim Schutz des Steinkauzes auf praktische Art und Weise unterstützen? Dann sind Sie möglicherweise genau die Person, die wir suchen. Denn wir möchten unsere Aktivitäten zum Schutz des Steinkauzes im Rhein-Erft-Kreis ausdehnen. Das können wir nur, wenn wir Personen finden, die uns dabei unterstützen.

Im letzten Jahr lag der von uns ermittelte Brutbestand des Steinkauzes im gut 700 km² großen Rhein-Erft-Kreis bei 34 Paaren. Vielleicht kennen wir noch nicht alle Brutvorkommen. Aber es sind der Käuze zu wenige für einen guten Erhaltungszustand der Art in dieser Region des Rheinlandes. Deshalb möchten wir dort in geeigneten Lebensräumen die Anzahl der Steinkauz-Nisthilfen erhöhen und dem Kauz neue Lebensmöglichkeiten bieten. Zu diesen Bemühungen zählen auch die jährliche Bestandserfassung, die Kontrolle der Bruten sowie in den Monaten Mai und Juni die Beringung der Jungvögel. Wenn Sie sich für eine Mitarbeit entscheiden, sind Sie nicht auf sich alleine gestellt, sondern finden bei uns Anleitung und Unterstützung in einem kleinen Team von Steinkauzschützern. Voraussetzung für Ihr Mitwirken sind körperliche Fitness und die Bereitschaft, das eigene Kraftfahrzeug einzusetzen.

Wäre die Mithilfe in diesem Projekt etwas für Sie? Wenn Sie sich für diese Tätigkeit interessieren, schreiben Sie mir bitte - gerne mit Telefonnummer. Wir setzen uns dann mit Ihnen in Verbindung, um die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit zu überlegen. Eine finanzielle Vergütung ist nicht möglich; Sachaufwendungen und Fahrkosten werden aber selbstverständlich erstattet. Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. Die EGE freut sich auf Ihre Zuschrift. 


Mit besten Grüßen

Stefan Brücher

Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e. V.

Erste Uhus des Jahres 2022 beringt - April 2022

Erste Uhuberingung 2022 © Sonia M. Weinberger

Für Stefan Brücher hat die aufregendste Zeit des Jahres begonnen. In der Eifel sind nicht nur die ersten jungen Uhus geschlüpft, sondern ins beringungsfähige Alter gekommen. Für Stefan Brücher heißt das: „An jeden Uhu muss ein Ring“. Es sind dies Ringe der Vogelwarten Helgoland und Radolfzell. Am Karfreitag startete die Saison mit der Beringung von drei Uhus. Sie sind in einem südexponierten und entsprechend klimatisch begünstigten Steilhang im Rheingraben bei Sinzig geschlüpft. Zum Zeitpunkt der Beringung waren sie 26, 31 und 32 Tage alt. Das Uhumännchen schaute aus einem in der Nähe stehenden Baum gut getarnt ziemlich entspannt dem Vorgang zu. Stefan Brücher ist gespannt, wie die diesjährige Brutzeit verlaufen wird. Die drei beringten Uhus haben bereits Paten gefunden.

Am 19. April hat der Kölner Stadtanzeiger über Stefan Brüchers Einsatz für die Eifeluhus ausführlich berichtet. Klicken Sie bitte hier, wenn Sie den Beitrag lesen möchten. Die EGE dankt der DuMont Mediengruppe für die Verwendungserlaubnis.

Ostern! - April 2022

Kuhschelle © www.as-naturfotografie.de

Auch an Ostern werden Mitarbeiter der EGE im Einsatz und wachsam sein, um an den Uhubrutplätzen in der Eifel nach dem Rechten zu schauen und Probleme für Uhus abzuwenden. Gerade an Wochenenden, Feiertagen und bei gutem Wetter drängt es viele Menschen ins Freie, die zur falschen Zeit und am falschen Ort unbeabsichtigt Uhus stören könnten - Klettersportler, Gleitschirmflieger, Geocacher, Fossiliensammler oder Mountainbiker beispielsweise. Deshalb ist es gut, wenn die EGE an den Feiertagen störungsempfindliche Brutplätze im Blick hat. Die Uhubrutzeit hat ja bereits begonnen.

Das Team der EGE sucht also an Ostern keine Eier, freut sich aber, wenn Sie – liebe Leserin, lieber Leser – der EGE zu Ostern ein Ei ins Spendenkonto legen. Dass die EGE einiges für den Schutz der Eulen erreichen kann, verdankt sie Ihnen, den Spendern und Fördermitgliedern der EGE. Ihnen allen ein herzliches Dankeschön. Möge mit Ostern die Hoffnung auf Frieden in der Welt wachsen.

Toter Uhu in einem Windpark bei Trier - April 2022

Kollisionsopfer Uhu © EGE-Archiv

Anfang April 2022 wurde im Windpark Pellingen in der Nähe von Trier ein frischtoter Uhu mit einem abgetrennten Flügel gefunden (im Bild). Stefan Brücher hatte den Uhu am 31. Mai 2019 nestjung in der Nähe von Gerolstein, etwa 70 Kilometer nördlich des Fundortes, beringt. Der Finder meldete den toten Uhu der Vogelwarte Radolfzell. In dem betreffenden Windpark war bereits ein Rotmilan und ein Mäusebussard gefunden worden. Sie blieben aber ungemeldet, weil diese Opfer unberingt waren. Die EGE dankt dem Finder für seinen Einsatz und appelliert an aufmerksame Beobachter, auch unberingte Kollisionsopfer an die Vogelschutzwarte in Brandenburg zu melden. Diese dokumentiert die Funde zentral für das Bundesgebiet.

Uhus und die Bundesminister Habeck und Lemke - April 2022

Uhubrutplatz in einem Hochspannungsmast © EGE

Uhus können an Windenergieanlagen tödlich verunglücken. Dass dies keine bloße Möglichkeit ist, belegen die 19 toten Uhus, die bisher in Deutschland unter diesen Anlagen gefunden wurden. Nur 19 - könnte man sagen. Doch hierbei handelt es sich um bloße Zufallsfunde. Kollisionsopfer werden zumeist nur bei fehlendem oder geringem Aufwuchs entdeckt, was bei einer Interpretation der Fundzahlen zu berücksichtigen ist. So entfielen in Deutschland acht Kollisionen auf die Balz- und frühe Brutzeit (Februar bis April), acht auf die Phase der Familienauflösung und Dismigration (August bis Oktober) mit Häufungen im März (vier Funde) und September (vier Funde). Der Umstand, dass nicht mehr Uhus als Kollisionsopfer nachgewiesen wurden, könnte zudem damit zusammenhängen, dass Uhus (im Unterschied zu Greifvögeln) aktivitätsbedingt in der Dämmerung und Dunkelheit an den Anlagen kollidieren und deshalb die Wahrscheinlichkeit größer ist, dass sie bereits in derselben Nacht von nachtaktiven Beutegreifern entdeckt und entfernt werden.

Diese Erwägungen werden bei der Bewertung des Kollisionsrisikos kaum einbezogen. Stattdessen wird mit Verweis auf Telemetriestudien die These vertreten, Uhus gelangten selten in die Reichweite der Rotoren, zumal angesichts der Bauhöhe der heutigen Anlagen. Die deutsche Umweltministerkonferenz schließt ein Kollisionsrisiko von Uhus an Windenergieanlagen generell aus, wenn die Höhe der Rotorunterkante im Flachland mehr als 30 bis 50 m bzw. im hügeligen Gelände mehr als 80 m beträgt. Wie fragwürdig diese Einstufungen sind, zeigen nicht nur die dokumentierten Daten der Schlagopfer und der betreffenden Anlagen, sondern auch von Uhus gewählte Brutplätze. Beispielsweise brüten Uhus derzeit wie schon im Vorjahr in einem Nistkasten 55 m hoch in einem Hochspannungsmast in der Nähe von Bonn (im Bild, rechter Mast). Dass dieser Brutplatz im Berg- oder Hügelland liegt, lässt sich nun wirklich nicht behaupten.

Mit den Autarkiebestrebungen der Bundesregierung auf dem Energiesektor dürfte der Ausbau der Windenergie Fahrt aufnehmen und der Artenschutz noch mehr in die Defensive geraten. In welchem Maße offenbart das sechsseitige Eckpunktepapier, auf welches sich die beiden grünen Bundesminister Robert Habeck und Steffi Lemke gerade zur "Beschleunigung des naturverträglichen Ausbaus der Windenergie an Land" verständigt haben. Klicken Sie bitte hier, wenn Sie diese Eckpunkte lesen möchten.

Tagungsband zum Waldnaturschutz erschienen - April 2022

Schwarzspecht © www.wunderbare-erde.de

Der 14. Deutsche Naturschutzrechtstag im März 2021 galt der Biodiversität des Waldes und ihrer rechtlichen Sicherung. An der Online-Veranstaltung nahmen 230 Teilnehmer aus Naturschutz(recht), Forstwirtschaft und -wirtschaft teil. Im Mittelpunkt standen drei Defizitbereiche des Waldnaturschutzes in Deutschland: 1. Die erforderliche, aber weithin fehlende rechtliche Verankerung der Maßstäbe einer biodiversitätserhaltenden Bewirtschaftung im Staats-, Köperschafts- und Privatwald, 2. der Konflikt zwischen Forstwirtschaft und Naturschutz in Natura 2000-Waldgebieten und 3. Die unzureichenden Fortschritte bei der Vergrößerung des Anteils nutzungsfreier Wälder. Prof. Dr. Detlef Czybulka sagte bei der Eröffnung, die öffentlich-rechtlichen Waldbesitzer müssten ihrer aus Art. 20 a des Grundgesetzes (GG) resultierenden Ökologiepflichtigkeit für den Wald endlich vorbildlich nachkommen. Ein Kanon von verbindlichen Grundpflichten für den Waldbau sei noch zu entwickeln. Auch der Privatwald, der 48 Prozent des deutschen Waldfläche ausmacht, müsse nach Art. 14 Abs. 2 GG einen angemessenen Anteil an der Erhaltung und Wiederherstellung der Biodiversität leisten. Jetzt liegt der 282 Seiten starke Band vor, der die Forderungen in 15 Beiträgen von Sachverständigen aus Recht, Lehre und Praxis konkretisiert und eine unverzichtbare Argumentationshilfe für den Naturschutz im Wald ist. Zum Inhaltsverzeichnis des Tagungsbandes gelangen Sie hier.

Grüne Unterstützung für die Bundeswehr- 01. April 2022

Waldkauz © www.as-naturfotografie.de

Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Bündnis90/DieGrünen) und Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) haben einen Antrag ins Kabinett eingebracht. Dem Antrag zufolge soll die Bundesforstverwaltung aufgelöst und der von ihr bisher in rund 260 Forstrevieren bewirtschaftete Wald für den Ausbau der Windenergie bereitgestellt werden. Bei der Errichtung von 10.000 Windenergieanlagen im Bundeswald und einer realistischen Pacht von 50.000 Euro je Anlage und Jahr ergäben sich bei einer Anlagenlaufzeit von 20 Jahren Einnahmen für den Bund in Höhe von 10 Mrd. Euro. "Einnahmen, die im Verteidigungsbudget dringend gebraucht werden", so die Ministerin. Der Antrag ist dem Vernehmen nach Teil des von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Bündnis90/DieGrünen) angekündigten Frühjahrpakets für die Beschleunigung der Energiewende. Der Antrag sei energie- wie verteidigungspolitisch vernünftig, sei die Windenergie doch nicht nur eine Freiheits-, sondern auch eine Friedensenergie.

Vom Antrag betroffene 1.200 Beschäftigte im Forstdienst sollen in die Bundeswehr eingegliedert die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands stärken. Die Förster und Försterinnen seien mit schwierigem Gelände und schwerem Gerät vertraut, verfügten über Schusswaffenerfahrung und robuste Outdoor-Kleidung mit Tarnfunktion. Die Amtsbezeichnungsabzeichen könnten leicht den militärischen Rangabzeichen angeglichen werden. Inwieweit sich die zur Holzernte benutzten Harvester zur Landesverteidigung umrüsten lassen, werde derzeit geprüft, sagte die Parlamentarische Staatssekretärin beim Verteidigungsministerium, Siemtje Möller (SPD), dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) unterstützt den Antrag. Mit dem Holz der gerodeten Bäume könne der Papiermangel überwunden werden, der nach Auffassung des Spitzenverbandes der Krankenkassen die Durchsetzung der Corona-Impfpflicht behindere. Zur Information der Versicherten müssten rund 120 Millionen Schreiben angefertigt werden. Die Beschaffung solcher Papiermassen sei schlicht nicht möglich, hatte es in einem Papier der Krankenkassen geheißen.

Das ZDF, der Rotmilan und die Windenergie - März 2022

Rotmilane in der Luft © Rosl Rößner

Über die Leistungen des deutschen Qualitätsjournalismus gerät man bisweilen ins Staunen. Das gilt nicht nur aber auch für die Berichterstattung über Naturschutz und Windenergie. Die Zeit ist vorbei, als der von Hanns Joachim Friedrichs (1927 - 1995) überlieferte Satz ein Berufsethos markierte: "Ein guter Journalist macht sich mit nichts gemein, nicht einmal mit einer guten Sache." In den im Jahr 2020 mit 8,11 Milliarden Euro Rundfunkbeiträgen der "Zusehenden und Zuhörenden" finanzierten öffentlich-rechtlichen Anstalten scheint es für Recherche an Geld, Zeit und vor allem Sinn für die Realität zu fehlen. Zu gerne berichten Journalisten und Journalistinnen von dem, was man für wahr hält, wahr halten möchte oder woran man mit Überzeugung glaubt. Haltung ersetzt kritische Distanz. Wäre es anders und unterzöge man die eigene Berichterstattung des viel beschworenen Faktenchecks, hätte der investigativ daherkommende ZDF Frontal Beitrag "Rotmilan gegen Windkraft - Das Märchen vom bedrohten Greifvogel" vom 22.02.2022 sowie die weitere Berichterstattung z. B. auf tagesschau.de kaum auf Sendung gehen können.

Nun meldete sich am 11.03.2022 der Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) dankenswerterweise in dieser Sache zu Wort, um die Dichtung von der Wahrheit zu scheiden: Der DDA spricht von irreführender Berichterstattung und befremdenden Aussagen: "Die zentrale Aussage des TV-Berichts, Windenergieanlagen spielten keine relevante Rolle als Gefährdungsfaktor für den Rotmilan, widerspricht dem Stand der wissenschaftlichen Forschung." Der DDA ist nicht im Geringsten der Klimaskepsis oder der Energiewendegegnerschaft verdächtigt, sondern ein wissenschaftliches Gremium. Die von den öffentlich-rechtlichen Anstalten so gern bemühte Berufung auf "die Wissenschaft" scheint für die eigene Berichterstattung über die Auswirkungen des Ausbaus der Windenergiewirtschaft keine Rolle zu spielen. Dafür dürfte der Bericht ganz nach dem Geschmack der deutschen Ampelkoalition sein. Klicken Sie bitte hier, wenn Sie die 10seitige Stellungnahme des DDA zu der Berichterstattung über die Gefährdung des Rotmilans durch Windenergieanlagen lesen möchten.

Übrigens: Der besagte ZDF Frontal Beitrag stammt von Hans Koberstein und Jörg Moll. Koberstein ist Mitverfasser des Beitrags "Volksgenerator", der von der Informationskampagne für Erneuerbare Energien "unendlich viel energie" mit dem Journalistenpreis 2007 ausgezeichnet wurde. Über Jörg Moll liest man auf seiner Website "Die Arbeiten des Autors, Regisseurs und Produzenten Jörg Moll wurden mit insgesamt 16 Film- und Fernsehpreisen ausgezeichnet. Die Kombination aus fundiertem Fachwissen im Bereich Wissenschaft und Technik gepaart mit reichhaltiger filmischer Erfahrung ist im deutschen Sprachraum einzigartig." Gut möglich, dass auch der ZDF Frontal Beitrag Preise für "Wissenschaftsjournalismus" einheimst.

Kauzbrief-Ausgabe 34 erschienen - März 2022

Kauzbrief-Ausgabe 34/30. Jg. 2022

Erstmals erschien der Kauzbrief der "Arbeitsgemeinschaft Eulenschutz im Landkreis Ludwigsburg" 1992, also vor 30 Jahren. Die gerade erschienene 67 Seiten starke Ausgabe Nr. 34 bietet aktuelle Nachrichten und Fachbeiträge aus Eulenschutz und Eulenforschung sowie über Eulen in Kunst- und Kulturgeschichte. Der Kauzbrief bietet deshalb gerade auch den Personen lohnenden Lesestoff, die sich in einem umfassenderen Sinne mit Eulen befassen möchten. So vereint auch die aktuelle Ausgabe des Kauzbriefs Naturkunde, Naturschutz, Kunst- und Kulturgeschichte, wie der Blick ins Inhaltsverzeichnis zeigt.

Die EGE gratuliert zur gelungenen Ausgabe! Im Heft finden Sie auch einen Beitrag des EGE-Vorsitzenden Stefan Brücher, der darin einen Vorgang einordnet, der im letzten Jahr nicht wenige Uhuschützer und Naturfreunde schockiert hat: Waschbär frisst junge Uhus. Prädation vor laufender Kamera. Klicken Sie bitte hier, wenn Sie den Beitrag lesen möchten.



Frühling bei den Eifeluhus? - März 2022

Märzenbecher © www.as-naturfotografie.de

In diesem Jahr scheinen die Uhus nicht ganz so früh mit der Brut zu beginnen wie im Vorjahr, berichtet Stefan Brücher von der Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e. V. Jedenfalls saßen bis zum 01. März 2022 an den zehn Brutplätzen, an denen 2021 bereits vor dem 01. März die Uhus brüteten, erst vier Uhus auf Eiern. Und im Tal der Mosel und ihren Zuflüssen brüteten in der ersten Märzwoche 2022 an elf Brutplätzen erst zwei Paare. Bisher gab es immer noch Nachtfröste und nur wenige Nächte waren mild, so dass die Uhus sich wohl deswegen noch Zeit gelassen haben. Das Wettergeschehen im März bleibt abzuwarten.

Stürme - März 2022

Sturmschäden im Februar 2022 © Peter Josef Müller

Heftige Stürme im ausgehenden Winter sind nicht ungewöhnlich, auch wenn die Deutsche Bahn dazu übergegangen ist, bei Sturm vorsichtshalber den Bahnverkehr einzustellen. Das war nicht immer so. "Alle reden vom Wetter. Wir nicht." war der Titel der 1966 gestarteten Werbekampagne der Bundesbahn. Heute indessen reden alle vom Klima. 

Und die Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen? Auch sie klagt über die Stürme, die im Februar manchen alten Obstbaum, der noch im letzten Jahr Brutbaum der Steinkäuze war, zu Fall brachten. Solche altersbedingten Verluste sind aber vergleichsweise naturimmanent. Wichtig bleibt, an Stelle der gefallenen Bäume neue zu pflanzen und zerstörte Nistmöglichkeiten zu ersetzen. Immerhin lassen sich Sturmschäden mit Neupflanzungen beheben. Viel dramatischer sind die Verluste von obstbaumbestandenem Grünland, zu denen es einfach deshalb kommt, weil fortwährend auf der buchstäblich grünen Wiese Häuser gebaut werden oder Grünland zu Acker umgebrochen wird und die zum Schutz der Natur bestellten Behörden ihrer Aufgabe nicht nachkommen, solche Lebensräume zu schützen oder wenigstens für den naturschutzrechtlich verlangten Ausgleich zu sorgen, beklagt EGE-Steinkauzschützer Peter Josef Müller die Lage. Er mahnt ausdrücklich einen Bewusstseinswandel in Kreisen, Städten und Gemeinden an, damit solche Verluste endlich gestoppt werden.

Neue Ausgabe von "Nationalpark" erschienen - März 2022

Cover Nationalpark 1/2022

Die Titelgeschichte in der aktuellen Ausgabe von "Nationalpark" gilt der Wildnis. Die Autoren analysieren die Lage in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Übrigens: Auch im 177seitigen Koalitionsvertrag der deutschen Bundesregierung kommt das Wort "Wildnis" vor, wenngleich nur ein einziges Mal und zwar im Begriff "Wildnisgebiete". Im Kontext der Erwähnung brechen die Koalitionäre aber nicht gerade eine Lanze für die Wildnis (etwa im Sinne von "Wir wollen mehr Wildnis wagen" oder gar mit einer terminierten Flächenvorgabe), sondern sie erwähnen Wildnis als ein mögliches Ziel auf bundeseigenen Flächen, allerdings zuvor - und das ist neu - als Standort für Windenergie- und Photovoltaikanlagen. Nun muss der Naturschutz auf bundeseigenen Flächen auch noch mit der Wind- und Solarenergiewirtschaft konkurrieren.

Im Heft finden Sie viele weitere Beiträge - beispielsweise über die Probleme von Amphibien in niederschlagsarmen Jahren, über die Begehrlichkeiten der "Grünen" Energiewirtschaft im Donaumoos, über den Nachwuchs im Naturschutz und Reiseberichte aus Lappland und der Märkischen Schweiz. Der Beitrag von EGE-Geschäftsführer Wilhelm Breuer "Vorsicht Falle" befasst sich mit Architektur und dem Verlust biologischer Vielfalt. Breuers Fazit: Längst überfällig: kein Architekturstudium ohne Artenschutz am Bau! Klicken Sie bitte hier, wenn Sie diesen Beitrag lesen möchten.

Die Zeitschrift Nationalpark berichtet auf 46 Seiten viermal jährlich über die Entwicklung deutscher Nationalparke, große Schutzgebiete und aus dem Naturschutz. Die Zeitschrift leistet sich, was in der deutschen Zeitschriftenlandschaft eine Ausnahme ist: einen unabhängigen, kritischen und fundierten Blick auf die Sache des Naturschutzes. Herausgeber der Zeitschrift ist der "Verein der Nationalpark-Freunde e.V." Die EGE empfiehlt diese Zeitschrift mit den Worten, die der Journalist Horst Stern für sie gefunden hat: "Besser kann man Papier aus dem Holz der Bäume nicht nutzen".

Vogelschicksale im Straßenverkehr - Februar 2022

Waldohreule  © Martina Kahmann

Die Spechte trommeln und die Rotkehlchen singen bereits, wenngleich noch zögerlich. Aber der Winter wird ein Ende haben. Dann werden sich auch die winterlichen Versammlungen der Waldohreulen auflösen, die derzeit hier und dort im ländlichen, aber auch urbanen Raum beobachtet werden können. Vermutlich entstammt einer solchen Gemeinschaft die abgebildete Waldohreule, die Anfang Januar an einer Straße in einem Gewerbegebiet im niedersächsischen Hildesheim desorientiert und flugunfähig aufgegriffen wurde. Den Umständen nach zu urteilen, war sie mit einem Fahrzeug kollidiert. Die Waldohreule gelangte glücklicherweise in das NABU-Artenschutzzentrum Leiferde. Die Eule erholte sich, so dass Angelika Krueger, die die Arbeitsgruppe Eulenschutz des NABU Hildesheim leitet, sie zwei Wochen später am Fundort wieder freilassen konnte. Dort dient den Waldohreulen ein kleines Gehölz mit einer Schwarzkiefer als traditioneller Überwinterungsplatz. Im Frühjahr werden sie die gefahrvolle Heimreise in ihre nord- und osteuropäischen Brutgebiete antreten.

In den letzten 10 Jahren nahm auf Deutschlands Straßen der PKW-Verkehr um 10 Prozent und der LKW-Verkehr um 34 Prozent zu. Die Zahl der in Deutschland jährlich im Straßenverkehr getöteten Vögel wird auf 9,4 Millionen Individuen geschätzt. Das ist etwa ein Zehntel des deutschen Brutvogelbestandes. Für Greifvögel ist von einer Schlagopferzahl pro 100 km Autobahn von ca. 98 Tieren/Jahr, für Eulen von 47 Tieren/Jahr auszugehen. Dabei werden die höchsten Opferraten in den Wintermonaten notiert. Diese Zahlen sind einer Literaturstudie "Schlagopfer von Vögeln insbesondere Greifvögeln und Eulen an deutschen Straßen und Autobahnen" des Forschungsinstituts für Ökosystemanalyse und -bewertung e.V. an der RWTH Aachen University aus dem Jahr 2017 entnommen. Bündnis90/Die Grünen hatten die Studie in Auftrag gegeben. Die Elektromobilität wird die Kollisionsrisiken für Wildtiere im Straßenverkehr nicht vermindern.


Der Uhu im Weserbergland 2021 - Januar 2022

Drei junge Uhus im Weserbergland 2021 © Kersten Hänel

Im nördlichen Weserbergland wird die Entwicklung der Uhupopulation seit 2005 in einem ehrenamtlichen Monitoring verfolgt. Von Kersten Hänel koordiniert, helfen zahlreiche Personen bei der Erfassung der Reviere, der Zählung der Jungvögel und bei den Schutzbemühungen. Damit wird auch die Initiative fortgeführt, die Albrecht Jacobs aus Stadtoldendorf mit der Wiederansiedlung des Uhus 1977 begonnen hatte. Das mehr als 2.000 km² umfassende Untersuchungsgebiet liegt im westlichen Südniedersachsen und erstreckt sich bis ins angrenzende Nordrhein-Westfalen. Im Jahr 2021 wurden in diesem Gebiet 93 Brutreviere und 90 flügge Jungvögel registriert. Kersten Hänel hält einen Gesamtbestand von ca. 120-130 Uhurevieren und eine Siedlungsdichte von ca. 6 Revieren/100 km² im Gebiet für realistisch.

Der 44 Seiten umfassende Bericht Der Uhu im Weserbergland - Zwischenstand eines ehrenamtlichen Monitorings für den Zeitraum 2005-2021 steht zum Download zur Verfügung unter:

https://www.hs-osnabrueck.de/fileadmin/HSOS/Homepages/AG-Zoologie/pdf/Uhu_Weserbergland_2005_2021.pdf


Naturschutz im Koalitionsvertrag - Januar 2022

Laubfrosch © www.wunderbare-erde.de

Seit Dezember 2021 ist in Deutschland eine neue Bundesregierung im Amt. Die drei koalierenden Parteien – die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD), BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und die Freien Demokraten (FDP) – haben sich bis zum Ende der Legislaturperiode 2025 viel vorgenommen. Was kann der Naturschutz von der neuen Bundesregierung erwarten? Worauf ist zu hoffen? Womit ist zu rechnen? Was ist zu befürchten? Der 177 Seiten umfassende Koalitionsvertrag gibt Auskunft; er trägt die Überschrift „Mehr Fortschritt wagen“. Aber will die „Fortschrittskoalition“ auch mehr Fortschritt im Naturschutz wagen? Klicken Sie bitte hier, wenn Sie den Kommentar der EGE lesen möchten.

Dankeschön! - Januar 2022

Bartkauz im Gegenlicht © www.wunderbare-erde.de

Stefan Brücher, der Vorsitzende der Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e. V., dankt allen Personen und Einrichtungen, die zum Jahreswechsel die Anliegen des Vereins mit einer Spende bedacht haben: "Wir Eulenschützer", so Stefan Brücher, "schätzen uns glücklich. Aus zwei Gründen, natürlich für eine so wichtige Sache wie den Naturschutz arbeiten zu können, aber nicht minder auch deswegen, weil unsere Bemühungen ideelle und finanzielle Unterstützung erfahren, ohne die unsere Arbeit nicht möglich wäre. Das ist einfach eine großartige Ermutigung und eine Versicherung gegen resignative Augenblicke. Dankeschön für Ihren Einsatz, liebe Freundinnen und Freunde der Eulengesellschaft! Ihnen allen ein gutes neues Jahr!"

Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr 2022 - Dezember 2021

Winter an der Rur in der Eifel © as-naturfotografie.de

Herzlichen Dank sagt die EGE allen Personen, Verbänden und Einrichtungen, die mit Anregungen, Lob und Tadel, auf ideelle oder finanzielle Weise im zu Ende gehenden Jahr die Anliegen der EGE unterstützt haben.

Wenn Sie das alte Jahr mit einer guten Tat beenden oder das neue mit einer solchen beginnen möchten, bedenken Sie bitte die EGE mit Ihrer Spende. Ohne Ihre Unterstützung könnte die EGE nur wenig bis nichts erreichen. Selbstverständlich erhalten Sie eine Spendenbescheinigung. Den Jahresbericht der EGE für das Jahr 2021 finden Sie hier.

Klicken Sie bitte hier, wenn Sie den diesjährigen Weihnachts-Spendenaufruf der EGE lesen möchten. Die EGE wünscht Ihnen frohe Weihnachten und ein gutes, gesundes neues Jahr!

Vor 50 Jahren: Sterns Stunde - Dezember 2021

Horst Stern © EGE-Archiv

Am Heiligen Abend vor genau 50 Jahren bescherte das deutsche Fernsehen seinem Publikum eine Tierdokumentation der besonderen Art. Ausgerechnet zur stillsten Nacht hatte der Stuttgarter Südfunk wie es eine TV-Zeitschrift formulierte "eine Bombe auf den Gabentisch geschmuggelt": Horst Sterns Bemerkungen über den Rothirsch. Stern rief darin zum Töten auf - zum massenhaften Abschuss des Edelwildes.

Schon in neun Abendsendungen zuvor hatte der Journalist Horst Stern das sentimental verkitschte Tierbild zurechtgerückt und mit schonungsloser Offenheit eine materiell orientierte Wohlstandsgesellschaft mit dem Leid der Nutztiere konfrontiert. Im Unterschied zu den großangelegten "Expeditionen ins Tierreich" dreht Stern "eigentlich immer Reportagen über den Menschen", schrieb damals "Die Zeit". Deshalb ging keine "Sterns Stunde" (Programmtitel) - es waren bis 1979 immerhin 26 - ohne Proteste über den Sender. Das Magazin "Der Spiegel" lag damals richtig: "Nach der Heiligabend-Sendung wird Stern wohl auch mit den deutschen Jägern Streit bekommen."

Sterns Bemerkungen über den Rothirsch empfand die Jagdlobby als ungeheuren Tabubruch; sie lösten eine hitzige forstpolitische Debatte aus. Stern führte vor, was ein aus ökologischem Unverstand und des Trophäenkults wegen gehätschelter Wildbestand aus dem deutschen Wald gemacht hatte. Sterns Kommentar: "Zuviel Boom, zu wenig Bum." Es sei an der Zeit, das Rothirschgeweih als Statussymbol der Renommierjäger zu entzaubern und auf diese Weise das Schussfeld frei zu bekommen für die biologische, umweltgerechte Jagd. Man rette den Wald ja nicht, indem man "Oh Tannenbaum" singt. Alles dies - heute unvorstellbar - zur besten Sendezeit. Der Bildungsanspruch, die Bereitschaft und die Fähigkeit zum Konflikt der öffentlich-rechtlichen Sender (andere gab es nicht) waren offenkundig größer und zumindest einzelne Programmverantwortliche von anderem Format als jetzige Ressortleiter und der überwiegende Teil des deutschen Medienbetriebs.

Stern stand mit Beginn der 1970er Jahre wie kaum ein anderer für den Naturschutz in Deutschland. Stern war eine Orientierungsgestalt für eine ganze Naturschützer-Generation. Er verschaffte dem Naturschutz eine bis dahin ungekannte und nicht wiedererlangte Aufmerksamkeit. Seit Stern hat niemand mehr die Zerstörung der Landschaft und das Elend der Tiere so öffentlich wirksam angeklagt. Seine Kritik galt nicht allein der bloßen Ahnungslosigkeit, sondern zielte auf die hemmungslose Profitgier und damit einen Eckpfeiler der Gesellschaft, die – wie Stern es formulierte – den Preis von allem und den Wert von nichts kennt. Sterns Kritik der Zustände ist aktueller denn je. Mit Sterns Wirken definierte der Naturschutz seinen Anspruch als ein alle Politik- und Wirtschaftsbereiche durchdringendes Handlungs- und Gestaltungsprinzip, vollzog sich die Professionalisierung des Naturschutzes in Verwaltung und Verbänden und nicht zuletzt die gesetzliche Absicherung seiner Ziele und Aufgaben. Seitdem haben sich die Mitgliederzahlen der Naturschutzorganisationen vervielfacht, ebenso die mediale Präsenz des Naturschutzes, die ihm zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel und etablierte sich eine zwar von der Politik vielfach blockierte, aber an sich professionelle Naturschutzverwaltung.

Trotz dieser Errungenschaften ist die Bilanz des Naturschutzes in Deutschland dramatisch negativ. Gegenüber der inneren Ursache der Misere - einer von bloßer Gier und verantwortungsloser Freiheit getriebenen Ökonomisierung aller Lebensbereiche zu Lasten des Lebens überhaupt - ist der Naturschutz weithin kritik- und sprachlos geblieben. Es fehlt in den Organisationen des Naturschutzes an analytischer, konzeptioneller und strategischer Kompetenz, an der Fähigkeit und Bereitschaft zum Konflikt, an Unabhängigkeit und moralischem Format, am wenigsten vielleicht an Personen, aber an Persönlichkeiten.

Horst Stern hat seine Wirkung eher gering veranschlagt. Über sich selbst sagte der mit Ehrungen und Preisen ausgezeichnete Journalist, er habe den Menschen den Charakter ihrer Gesellschaft vorhalten wollen, aber man habe ihn unterm Strich für einen Tierfilmer gehalten. Zum Ende der 1990er Jahre zog sich Stern vollends aus der Öffentlichkeit zurück. Sein Platz ist unbesetzt geblieben. Am 17. Januar 2019 ist Horst Stern gestorben.

Dass der Wald in Deutschland heute aufgrund einer verfehlten Forstpolitik und – am wenigsten wegen eines Klimawandels- vor nicht minder großen Problemen steht wie damals, belegt das Buch "Der Holzweg. Wald im Wiederstreit der Interessen", das 2021 im Oekom Verlag erschienen ist. Ein hochaktuelles Buch, das als Geschenk zum Heiligen Abend 2021 passt wie Sterns "Bemerkungen über den Rothirsch" vor 50 Jahren.

Beim Schenken an Eulen denken - Dezember 2020

Bartkauz © www.wunderbare-erde.de

Sie sind noch auf der Suche nach einem passenden Weihnachtsgeschenk für Freunde und Verwandte? Vielleicht finden Sie bei der EGE genau das Richtige.

Eine Eulenpatenschaft für eine einmalige Spende in Höhe von 100 Euro: Wildlebende Uhus, Schleiereulen und Steinkäuze, die in diesem Jahr in Deutschland geschlüpft und von Mitarbeitern der EGE mit Ringen der Vogelwarten Helgoland und Radolfzell gekennzeichnet wurden. Die EGE stellt die Patenschaftsurkunde nach Ihren Wünschen auf den Namen der beschenkten Person aus. Mit der Patenschaft gehen Sie und die beschenkte Person keine weiteren Verpflichtungen ein. Selbstverständlich erhalten Sie über den Betrag eine Spendenbescheinigung.

Und auch wenn Sie zu Weihnachten Kinder- und Jugendbücher über Eulen verschenken möchten, sind Sie bei der EGE genau richtig: "Wo die Eule schläft. Abenteuer Naturschutz" und "Die Uhus vom Dom. Eine Zeitreise durch zwölf Jahrhunderte" von Wilhelm Breuer und "Wer die Eule liebt" von Dorothee Warnecke. Der Erlös kommt den Eulenschutzprojekten der EGE zugute.

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