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Nachrichten

Steinkauz-Brutsaison 2017 - November 2017

Steinkauz vor Abendhimmel © Doris Siehoff

Die Kölner Bucht ist eines der Dichtezentren des Steinkauzes in Deutschland. Hier liegt das Projektgebiet der EGE zum Schutz des Steinkauzes. Es umfasst die nordrhein-westfälischen Kreise Düren und Euskirchen. Während im Kreis Euskirchen wie schon in den Vorjahren alle Reviere erfasst wurden, waren es im Kreis Düren die meisten. Die Hauptverantwortung für dieses Projekt tragen im Kreis Euskirchen Peter Josef Müller und Rita Edelburg-Müller sowie im Kreis Düren Doris Siehoff. Sie wurden von einer Reihe Personen unterstützt, so die Müllers von Monika May und Kurt Maus; Doris Siehoff besonders von Achim Schumacher. - Hier die Zahlen für 2017. Die Zahlen aus 2016 stehen in Klammern.

Im Kreis Euskirchen brüteten 95 (86), im Kreis Düren mindestens 87 (77) Paare erfolgreich. Das sind 182 (163) erfolgreiche Bruten (19 mehr als im Vorjahr). Beringt wurden 551 (443) Jungvögel: Im Kreis Düren 264 (226), im Kreis Euskirchen 287 (217) Jungvögel. Die Anzahl der Jungvögel je erfolgreicher Brut lag im Kreis Düren bei 3,0 (2,9) und im Kreis Euskirchen bei 3,14 (2,65).

Im Kreis Euskirchen sank die Anzahl der besetzten Reviere von 145 auf 135, im Kreis Düren wurden 188 (185) besetzte Reviere registriert und 123 (118) Bruten bekannt.

Ein Blick in Nachbarkreise: Im Rhein-Sieg-Kreis hat Peter Josef Müller von der EGE die Anzahl der Nisthilfen auf 90 erhöht; dennoch zeichnet sich dort kein Bestandszuwachs beim Steinkauz ab. Es gab sogar einen Rückgang, nämlich von 23 besetzten Revieren im Jahr 2016 auf 19. Immerhin konnten aber 35 Jungvögel beringt werden. Im Rhein-Erft-Kreis sind noch 15 bis 20 Steinkauzvorkommen bekannt. An zehn dieser Brutplätze wurden in diesem Jahr 28 Jungvögel beringt. Die Anzahl der Nisthilfen im Rhein-Erft-Kreis schätzt Stefanie Taube auf etwa einhundert. Stefanie Taube betreut den Steinkauzschutz der EGE federführend im Rhein-Erft-Kreis.

Die EGE dankt allen Personen, die diesen Erfolg ermöglicht haben: den Aktiven, allen Helfern und den Spendern.

Die Teams der EGE haben ausführlich über die diesjährige Steinkauz-Brutsaison aus den vier nordrhein-westfälischen Kreisen Düren, Euskirchen, Rhein-Sieg-Kreis und dem Rhein-Erft-Kreis berichtet. Klicken Sie bitte hier (pdf-Datei, ca. 276 KB), wenn Sie diese Berichte lesen möchten.

Beringungshelfer mit Steinkauz © Doris Siehoff

Uhubrutsaison 2017 - November 2017

Junger Uhu © Sonia Weinberger

Die Brutergebnisse der Eifeluhus waren 2017 durchschnittlich, aber deutlich besser als im für Uhus schwierigen Jahr 2016. Die EGE registrierte 215 besiedelte Habitate (11 mehr als im Vorjahr). In diesen kam es zu 121 erfolgreichen Bruten (im Vorjahr 90). Bis auf vier Bruten wurden alle Jungvögel registriert, nämlich 238 (im Vorjahr 173). Das sind 2,03 Jungvögel je erfolgreiche Brut (im Vorjahr 1,92). Es gab 27 Bruten mit einem, 63 Bruten mit zwei, 23 Bruten mit drei und 4 Bruten mit vier Jungvögel. 226 der 238 Jungvögel wurden beringt (natürlich alle von Stefan Brücher).

Noch Ende 2016 waren der EGE auffällig viele Straßenverkehrsopfer gemeldet worden. Diese Opfer deuteten auf ein geringes Nahrungsangebot hin. Vermutlich waren die Uhus gezwungen, häufiger an Straßen zu jagen, wo sich noch am ehesten jagen lässt, aber die Gefahr groß ist, dass Uhus mit Fahrzeugen kollidieren. Opfer des Verkehrs wurden jedenfalls nicht nur Jungvögel, sondern auch erfahrene mehrjährige Uhus.

Der relativ milde Winter sowie die Abschätzung der Beutetierbestände veranlasste im Frühjahr 2017 deutlich mehr Uhus zur Brut als im Vorjahr (ein Plus von 27 begonnenen Bruten im Vorjahresvergleich). Dass die Nahrungsverfügbarkeit 2017 deutlich besser war als 2016, zeigen die folgenden Zahlen: 2016 gab es zum Zeitpunkt der Beringung bei 17,3 % der Nester deponierte Nahrungsvorräte; 2017 war dies bei 30,4 % der Nester der Fall.

Dementsprechend hielt sich in Relation zu den Zahlen aus 2016 die Zahl der Brutabbrüche mit 31 (im Vorjahr 34) in Grenzen. Bei elf Abbrüchen waren bereits Uhus geschlüpft. Die Gründe für Abbrüche waren auch 2017 nur teilweise ersichtlich. In mindestens drei Fällen waren vermutlich anthropogene Ursachen verantwortlich, nämlich Abbaubetrieb, Rodungsarbeiten und Freizeitaktivitäten im Nestbereich. Fünfmal waren Fuchs, Dachs und Habicht verantwortlich, einmal Starkregen. Die Gründe für den Abbruch blieben in 22 Fällen im Dunkeln.

An Mosel und Ahr suchte die EGE wie in den Vorjahren besonders frühzeitig die Nistplätze auf, um diese vor vermeidbaren Störungen durch Hubschrauberspritzungen der Weinanbauflächen zu schützen. An zehn der bekannten Brutplätze an der Mosel blieb eine Brut aus.

Der Gesamtbestand der Eifeluhus ist auch 2017 gestiegen. Die Zahl der Bruten in Steilwänden hat zugenommen. Zudem wurden neue Bruthabitate ohne Steilwände erstmals besiedelt, ebenso Baumnester von Greifvögeln sowie Gebäude.

Stefan Brücher bei der Uhuberingung © Sonia Weinberger

Die unterschätzte Gefahr - November 2017

Tote Waldohreule © Wilhelm Hartmann

An eine Kollisionsgefahr für Waldohreulen an Windenergieanlagen mag kaum jemand denken - die Naturschutzbehörden und die Staatlichen Vogelschutzwarten nicht und die Windenergiewirtschaft schon gar nicht. In den Empfehlungen der Länder-Arbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten sucht man Abstandsempfehlungen zum Schutz der Waldohreule vergeblich. Zu häufig sei die Art, um ihr eine solche Bedeutung beizumessen, heißt es. Und dennoch: Wer das Flug- und Balzverhalten der Waldohreule kennt, weiß um die tödliche Gefahr am Rotor auch für Waldohreulen. Das Bild zeigt ein mutmaßliches Opfer unter einer Windenergieanlage in Norddeutschland. In der von der Staatlichen Vogelschutzwarte Brandenburg für Deutschland geführten Schlagopferdatei ist dieses Opfer der Windenergiewirtschaft noch nicht aufgeführt.

Die EGE appelliert an Vogelschützer, Opfer unter Windenergieanlagen an die Brandenburger Vogelschutzwarte zu melden. Zwar sind solche Funde ohne systematische Kontrollen immer nur Zufallsfunde. Sie sollten aber zumindest in die Statistik einfließen, auch wenn sie nur die Spitze des berühmten Eisberges darstellen. Die Masse der Opfer wird nämlich im Aufwuchs auf Acker- und Grünlandflächen nicht gefunden oder von Beutegreifern beseitigt, bevor Menschen die Opfer entdecken.

Natürlich sterben Waldohreulen nicht nur an Windenergieanlagen, sondern vermutlich in weit größerer Zahl an Verkehrswegen. Vielleicht sind sie am Straßenrand aber auch nur augenfälliger. Das macht die Opferzahlen an Windenergieanlagen allerdings nicht kleiner, sondern diese Anlagen treten zu den vielen anderen Verlustursachen hinzu.

Wie sehr die Verluste bei noch relativ häufigen Arten unterschätzt wurden, zeigt sich am Mäusebussard. Der kürzlich veröffentlichten, von Bundesumwelt- und Bundeswirtschaftsministerium finanzierten Progress-Studie liegt eine systematische Schlagopfersuche an 46 Windparks in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg zugrunde. Auf diese Funde gestützt rechnen die Autoren allein in diesen vier Bundesländern mit jährlich 7.800 an Windenergieanlagen getöteten Mäusebussarden. Das sind sieben Prozent des dortigen Brutbestandes der Art. Dabei beziehen sich die Prognosen auf das Jahr 2014. Seitdem hat sich die Zahl der Windenergieanlagen in Deutschland um 4.000 auf fast 29.000 Anlagen erhöht. Wer angesichts dieser Zahlen auf einen mahnenden Zwischenruf des Bundesamtes für Naturschutz gehofft hatte, ist enttäuscht. Das Bundesamt für Naturschutz steht in dieser Sache an der Seite der Windenergiewirtschaft. Es gebe keinen Anlass, dass Windenergieanlagen zu Mäusebussardnestern Abstand halten.

Innerhalb des professionellen Vogelschutzes gibt es kaum mehr einen Zweifel: Der Mäusebussard wird in der Roten Liste landen, wo er auf eine Vielzahl früher als Allerweltsarten bezeichneter Vogelarten trifft. Mäusebussard und Waldohreule sind dabei gleich in doppelter Hinsicht Opfer der Energiewende: Zum einen fallen mit dem Anbau von Mais für Biogasanlagen die Nahrungshabitat gerade in der Phase der Jungenaufzucht weg, weil sich dort nicht jagen lässt. Zum anderen kollidieren die Vögel am Rotor. Bald wird der Mäusebussard "Vogel des Jahres" sein. Wetten?

Noch scheint den Deutschen für die Energiewende kein Opfer an biologischer Vielfalt zu groß zu sein. Die Windenergiewirtschaft wird die Weltklimakonferenz in Bonn medial für sich zu nutzen wissen. Ein auf dem Gebiet von Naturwissenschaft und Naturschutz kenntnisloser Journalismus wird für die entsprechende Berichterstattung sorgen. Ganz aus sich heraus. Dabei ist der Beitrag der regenerativen Energiewirtschaft zur Energieversorgung gering, was schon der ungebrochen hohe Anteil der Kohle an der Stromproduktion belegt. Die Vorstellungen von Politik und Öffentlichkeit von der Energiewende basieren großenteils auf Lebenslügen und einer unbegründeten Heilserwartung. Gerade deswegen sind die hohen Tierverluste an Windenergieanlagen inakzeptabel. Wer mit Blick auf eine in Deutschland nicht ausgeschlossene Jamaikakoalition für Korrekturen auf die FDP setzt, schaue sich vorsichtshalber die Rolle der Liberalen in den Bundesländern an, in denen sie mitregieren.

Neues Papier zur Flughöhe von Uhus ohne Neuigkeiten - November 2017

Uhu vor Nachthimmel © www.wunderbare-erde.de

Das Gutachterbüro "Kieler Institut für Landschaftsökologie" hat sich in einem als "Fachliches Grundsatzgutachten" bezeichneten Papier im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft und Energie, Verkehr und Landesentwicklung "zur Flughöhe des Uhus insbesondere während der Balz" geäußert. Zu diesem Papier vom 28.02.2017 merkt die Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e. V. (EGE) folgendes an:

Die im Gutachten erwähnte Zahl von 15 Schlagopfern ist überholt. Mit Stand vom 01. August 2017 hat sich die Zahl auf 17 erhöht.

Dass Uhus zumeist außerhalb der Reichweite der Rotoren von Windenergieanlagen fliegen und insbesondere jagen, steht außer Zweifel. Auch kann erwartet werden, dass mit einem größeren Abstand zwischen Gelände und Rotorreichweite das Kollisionsrisiko bei Jagdflügen eher sinkt. Diesen Annahmen des Gutachtens kann durchaus gefolgt werden.

Ob die im Schrifttum enthaltenen Angaben zur Rotorreichweite bzw. Höhe der Anlagen, an denen nachweislich Uhus ums Leben gekommen sind, im Gutachten zurecht in Zweifel gezogen werden, ist fraglich und wäre von der Staatlichen Vogelschutzwarte Brandenburg zu klären, welche die Schlagopferdatei für Deutschland führt.

Beim Uhu wird man allerdings das Risiko in Betracht ziehen müssen, dass Uhus Windenergieanlagen gezielt ansteuern. Ein solches Verhalten ist jedenfalls von Uhus an hohen Bauwerken wie Hochspannungsmasten, Industriebauten, Kirch- und Fernmeldetürmen bekannt. Uhus nutzen diese als Rufwarte oder auch als Brutplatz (beispielsweise an solchen Bauwerken in großer Höhe für Wanderfalken angebrachte Nistkästen). Unter diesen Umständen ist die Höhe der Windenergieanlagen, an denen die Uhus zu Tode kamen, sekundär.

Gerade dieses Verhalten könnte erklären, weshalb die Anzahl der an Windenergieanlagen tot aufgefundenen Uhus entgegen der Erwartung zumeist niedriger Flüge vergleichsweise hoch ist. Die Frage, in welchen Flughöhen sich Uhus bewegen, spielt für eine Entscheidung über den Bau von Windenergieanlagen unter diesen Umständen eine untergeordnete Rolle.

Kurzum: ein neues interessengeleitetes Gutachten, aber keine neue Faktenlage.

EGE gratuliert Dr. h.c. Horst Stern - Oktober 2017

Sperlingskauz © Gunther Zieger

Ende Oktober wird der Mann 95 Jahre alt, der in den 1970er und 80er Jahren Fernsehgeschichte schrieb: Horst Stern. Am Heiligen Abend 1971 präsentierte Stern der Fernsehnation eine schonungslose Reportage über den von Rothirschen ruinierten Wald. Stern führte vor, was ein aus ökologischem Unverstand und des Trophäenkults wegen gehätschelter Wildbestand aus dem deutschen Wald gemacht hatte. Stern verlangte ein Ende des Trophäenkultes, statt den "Boom" ums prestigeträchtige Geweih mehr "Bumm", wie Stern es formulierte. Man rette den deutschen Wald ja nicht, indem man "O Tannenbaum" singt.

Es war eine Reportage, welche die Jagdlobby als ungeheuren Tabubruch empfand und eine hitzige forstpolitische Debatte auslöste. Alles dies - heute unvorstellbar - zur besten Sendezeit. Der Bildschirm war weniger flach, der Bildungsanspruch öffentlich-rechtlicher Sender größer und die Programmverantwortlichen von anderem Format. In bis 1979 ausgestrahlten 26 Folgen "Sterns Stunde" konfrontierte der Journalist Stern eine materiell orientierte Wohlstandsgesellschaft auf eine neuartige und unsentimentale Weise mit des Menschen Verhältnis zu Tier und Natur.

Während sich zur selben Zeit Bernhard Grzimek und Heinz Sielmann auf ihre Weise mit unterhaltsam schönen Bildern aus entlegenen Teilen der Erde an sich derselben Sache verpflichtet fühlten, ging es Stern um die Aufdeckung der ungeschönten Wirklichkeit hierzulande. Sein Konzept brach mit den paradiesischen Aufnahmen aus der Tierwelt der Kollegen. Sterns Stärken: die scharfe Recherche, die unbestechliche gesellschaftskritische Analyse, die präzise, pointierte Sprache und der provokative, politisierende, bisweilen polemische Stil.

Noch zum Ende der 90er Jahre griff Stern als Kolumnist der Wochenzeitungen "Die Woche" und "Die Zeit" Missstände an, so etwa in deutschen Nationalparks, die ob ihres unzureichenden Schutzes wegen das Etikett nicht verdienen, das ihnen die Länderregierungen angehängt haben.

Seit Stern hat niemand mehr die Vermarktung der Landschaft und das Elend der Tiere so öffentlich wirksam angeklagt. Sterns Schlussfolgerungen ließen an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. Sie waren für Politiker, Unternehmer und Konsumenten gleichermaßen unbequem. Seine Kritik galt nicht allein der bloßen Ahnungslosigkeit, sondern zielte auf die hemmungslose Profitgier und damit einen Eckpfeiler der kapitalistischen Gesellschaft - noch bevor das Motiv für die Ausbeutung des Tieres und der Natur mit dem Schlagwort der Globalisierung verschleiert war. Sterns Kritik der Zustände ist aktueller denn je.

Stern ist unvergessen - jedenfalls in der EGE. Die meisten der dort tätigen Personen kamen während der Zeit (und wohl auch durch Stern) zum Naturschutz, als Stern ihm Stimme, Gesicht und Gewicht verlieh. Horst Sterns Widerspruchsgeist und Unbestechlichkeit pausen bis heute in der Zeitschrift durch, die er vor mehr als 40 Jahren ins Leben rief: "Nationalpark". Klicken Sie hier, wenn Sie sich über ein Probeabonnement der Zeitschrift informieren möchten. Der Abonnent bleibt einem Mann verbunden, der mit dem Mut zur Emotion und dem Gewicht einer Feder für die Sache des Naturschutzes mehr erreicht hat als die Vielzahl der heutigen Naturschutzvereinigungen mit beeindruckend hohen Mitgliederzahlen, Personal, Gehältern und Einfluss, die Sterns Wirken ihnen verschafft hat.

Ab jetzt bestellbar: Adventskalender der EGE - Oktober 2017

Steinkauz-Adventskalender der EGE © EGE

Mit zwei Adventskalendern wirbt die EGE für den Schutz der Eulen: Die eine Ausgabe zeigt einen Steinkauz (im Bild oben), die andere einen Waldkauz (im Bild unten). Hinter den Türchen des einen Kalenders verbergen sich Tiere der Streuobstwiesen, hinter den Türchen des anderen, Tiere des Waldes. Die originellen Adventskalender mit den Maßen 34 x 24 cm sind nur bei der EGE erhältlich.

Vielleicht möchten Sie Freunden und Verwandten rechtzeitig zum 1. Dezember mit dem Kalender eine Freude machen. Die Kalender sind ein schönes Geschenk auch für Kinder und Enkel. Der Kalender passt in einen B 4-Umschlag und lässt sich für 1,45 Euro mit der Deutschen Post versenden.

Die EGE erbittet für einen Kalender eine Spende in Höhe von 7,50 Euro. Bei einer Abnahme von mindestens zehn Kalendern vermindert sich der Betrag auf 5 Euro je Kalender. Die Versandkosten trägt die EGE. Bei einer Bestellung ab 10 Kalendern erhalten Sie eine Spendenbescheinigung. Die Einnahmen fließen nach Abzug der Druck- und Portokosten in die Eulenschutzprojekte der EGE.

Bitte richten Sie Ihre Bestellung per E-Mail an:
  Egeeulen@t-online.de
oder an die Geschäftsstelle der EGE
Breitestrasse 6
D-53902 Bad Münstereifel

Die Spende erbittet die EGE auf ihr Spendenkonto
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Stichwort Adventskalender

Waldkauz-Adventskalender der EGE © EGE

Artensterben ist geplant, banal und oft subventioniert - Oktober 2017

Straßenverkehrsopfer Waldohreule © Eberhard Giese

Bei der öffentlichen Jahreshauptversammlung des Landesnaturschutzverbandes Schleswig-Holstein (LNV) am 06. Oktober 2017 sprach EGE-Geschäftsführer und Autor der Zeitschrift "Nationalpark", Wilhelm Breuer, zu der Frage "Artenschutz - öffentliche Aufgabe oder offensichtliches Versagen?" Klicken Sie bitte hier (pdf-Datei, ca. 100 KB), wenn Sie den Beitrag lesen möchten. Einen Bericht der "Kieler Nachrichten" über die Veranstaltung, auf der auch der Landesumweltminister Dr. Robert Habeck (Grüne) zu den 150 Teilnehmern sprach, finden Sie hier (pdf-Datei, ca. 680 KB).

Uhuvorkommen übersehen II - September 2017

Uhu in der Dämmerung © www.wunderbare-erde.de

Sie erinnern sich? Ende August berichteten wir an dieser Stelle von einem denkwürdigen Vorgang: Ein Gutachter hatte einen Uhu übersehen und schließlich mit einem darauf gegründeten "Artenschutzgutachten" die Zulassung eines Windparks ermöglicht. Die EGE forderte daraufhin vom Kreis Düren, im Bereich dieses Windparks keine weiteren Anlagen zuzulassen und für die bestehenden nachträgliche Abschaltzeiten festzulegen. Jetzt hat der Kreis Düren der EGE geantwortet, man habe ein artenschutzrechtliches Gutachten in Auftrag gegeben, das diesen Aspekten nachgehen werde und sich weitere Schritte vorbehalten. Die EGE hofft, dass in und mit einem neuerlichen Gutachten nicht erneut Sachverhalte des Artenschutzes unter den Tisch fallen. Aus diesem Grund hat sich die EGE nochmals an den Kreis Düren gewandt und vorsorglich auf Ungereimtheiten (diesmal allerdings in der Antwort des Kreises) hingewiesen. Klicken Sie bitte hier (pdf-Datei, ca. 76 KB), wenn Sie das Schreiben der EGE lesen möchten.

Übrigens: Die EGE hatte sich am 23. August 2017 auch an den damaligen Gutachter gewandt und ihn gefragt, wie das Uhuvorkommen hatte übersehen werden können. Eine Antwort hat die EGE nicht erhalten.

Obstbaumschnitt für den Kauz - September 2017

Obstbäume in der Voreifel © Sonia Weinberger

Wer freut sich jetzt nicht über erntefrische Äpfel und Birnen? Allerdings stammt nur ein verschwindend geringer Teil des Obstes von Bäumen, wie sie der Steinkauz liebt. Die Obstplantagen - beispielsweise im Alten Land oder bei Bonn - bieten dem Kauz keinen Lebensraum. Die Bäume sind zu klein und die Bewirtschaftung ist zu intensiv. Wie anders die alten Obstbäume am Rande der Dörfer in der Kölner Bucht. Doch das wirtschaftliche Interesse an diesen Bäumen ist erloschen. Niemand pflegt die Bäume, die einer regelmäßigen Pflege bedürfen, sollen sie nicht vorzeitig sterben. Als wäre das noch nicht Problem genug, breitet sich in den Ästen dieser Bäume die Mistel aus. Sie raubt den geschwächten Bäumen die letzte Kraft.

Es ist Zeit fürs Auslichten der vergreisten Kronen, um den kraftlosen Bäumen neues Leben einzuhauchen. "Weil die Bäume schön sind, ihr Obst gesund ist und der Steinkauz diese Bäume braucht", sagt Stefan Brücher von der EGE. Zusammen mit Peter Josef Müller hat er im letzten Winter mehr als hundert der alten Bäume in der Voreifel einen beherzten Rückschnitt verpasst. Alles für den Kauz und hoffentlich nicht für die Katz`. Vielleicht mögen Sie diese Arbeit der EGE finanziell unterstützen. Ihre Spende ist hochwillkommen.

Drei junge Steinkäuze © Achim Schumacher

Das leise Sterben der Insekten - September 2017

Silbergrüner Bläuling © www.wunderbare-erde.de

Die neue Ausgabe der Zeitschrift "Nationalpark" ist da. In dem 46 Seiten starken Heft 3/2017 finden Sie u.a. die Titelgeschichte "Das leise Sterben der Insekten" (pdf-Datei, ca. 360 KB). Prof. Herbert Zucchi legt darin die Gründe für den nach Arten und Individuen gemessen dramatischen Schwund dar. Weitere der zahlreichen Beiträge befassen sich mit der "Nationalpark-Posse aus Bayern" sowie "Mini-Saurier im Gartenteich".

Die Zeitschrift "Nationalpark" berichtet seit 1974 viermal jährlich über die Entwicklung deutscher Nationalparke, großer Schutzgebiete und aus dem Naturschutz. Die Zeitschrift leistet sich, was in der deutschen Zeitschriftenlandschaft eine Ausnahme ist: einen unabhängigen, kritischen und fundierten Blick auf die Sache des Naturschutzes. Werden auch Sie Leser von "Nationalpark"!

Herausgeber der Zeitschrift ist der "Verein der Nationalpark-Freunde e.V." Die Zeitschrift erscheint im Oekom Verlag. Die EGE empfiehlt diese Zeitschrift mit den Worten, die der Gründer der Zeitschrift, der Journalist Horst Stern, für sie gefunden hat: "Besser kann man Papier aus dem Holz der Bäume nicht nutzen". Vielleicht haben Sie Interesse an einem Probeabo der Zeitschrift "Nationalpark". Informationen für ein Probeabo finden Sie hier: Probeabo Nationalpark.

Uhuvorkommen übersehen? - August 2017

Drei junge Uhus © www.wunderbare-erde.de

Die Windenergiewirtschaft macht häufig Negativschlagzeilen im Vogelschutz. So auch aktuell zwischen Aachen und Düsseldorf, genaugenommen in der Gemeinde Aldenhoven im Kreis Düren. Dort sind in einem Sonderbaugebiet für Windenergie fünf Windenergieanlagen errichtet worden. Nun sollte eine sechste Anlage hinzukommen. Keine 500 m vom Standort dieser Anlage entfernt brüten nachweislich seit 2013 Uhus. Das hat Gemeinde und Behörden nicht gehindert, hier Windenergieanlagen zuzulassen. Dazu dürften maßgeblich artenschutzfachliche Gutachten beigetragen haben. Bei den Bestandsaufnahmen für diese Gutachten wurden nämlich damals wie heute angeblich keine Uhus gefunden. Jetzt fordert die EGE, der sechsten Anlage die Zulassung zu versagen und für die bestehenden fünf Anlagen Abschaltzeiten zur Nacht durchzusetzen.

Klicken Sie bitte hier (pdf-Datei, ca. 80 KB), wenn Sie das Schreiben der EGE an den Landrat des Kreises Düren lesen möchten. Dass die Vorkommen entscheidungserheblicher Arten bei der Planung und Zulassung von Windenergieanlagen übersehen werden, unter den Tisch fallen oder die Lebensstätten solcher Arten zielgerichtet zerstört werden, ist kein Einzelfall. Erst vor wenigen Wochen hatte das Verwaltungsgericht Aachen die Zulassung von Windenergieanlagen für rechtswidrig erklärt, weil ein Schwarzstorchnest in nächster Nähe zu geplanten Windenergieanlagen nicht berücksichtigt worden war. Gutachter des Investors war derselbe wie in Aldenhoven.

Kinderbücher der EGE für die Schultüte - August 2017

Sperlingskauz © Gunther Zieger

Die Schulferien enden. Das neue Schuljahr beginnt. Für die Schultüte der Erstklässler empfiehlt die EGE die beiden von ihr herausgegebenen Kinderbücher "Wo die Eule schläft" und "Wer die Eule liebt". Die Bücher eröffnen Kindern einen emotionalen Zugang zur Natur. Einzelheiten lesen Sie bitte hier.

EGE trauert um Dr. Theodor Mebs - August 2017

Junge Uhus © www.wunderbare-erde.de

Am 24. Juli 2017 verstarb Dr. Theodor Mebs im Alter von 87 Jahren. Von 1970 bis 1995 arbeitete er an der Staatlichen Vogelschutzwarte des Landes Nordrhein-Westfalen; seit 1978 war er ihr Leiter. Theodor Mebs war einer der besten Kenner europäischer Greifvogel- und Eulenarten. Einem breiten Publikum ist er als Autor zahlreicher Bücher über diese Artengruppen bekannt geworden, so auch als Mitautor des Standardwerks "Die Eulen Europas", das er zusammen mit Dr. Wolfgang Scherzinger 2008 komplett überarbeitet und aktualisiert hatte. Bis zuletzt galt seine ganze Aufmerksamkeit dem Vogelschutz.

EGE und Dr. Theodor Mebs waren mehr als 40 Jahre freundschaftlich verbunden. Die EGE verdankt ihm fachlichen Rat, zahlreiche Anregungen und vielfältige Unterstützung. An der EGE hat Dr. Theodor Mebs auch insofern Anteil, weil er den 2006 verstorbenen Gründer der EGE, Wilhelm Bergerhausen, Ende der 1970er Jahre zur Aktion zur Wiedereinbürgerung des Uhus (AzWU) führte.

Die EGE hat einen Freund und Förderer, die Eulen Europas einen ihrer profiliertesten Fürsprecher verloren.

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