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Nachrichten

Dankeschön! - Januar 2022

Bartkauz im Gegenlicht © www.wunderbare-erde.de

Stefan Brücher, der Vorsitzende der Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e. V., dankt allen Personen und Einrichtungen, die zum Jahreswechsel die Anliegen des Vereins mit einer Spende bedacht haben: "Wir Eulenschützer", so Stefan Brücher, "schätzen uns glücklich. Aus zwei Gründen, natürlich für eine so wichtige Sache wie den Naturschutz arbeiten zu können, aber nicht minder auch deswegen, weil unsere Bemühungen ideelle und finanzielle Unterstützung erfahren, ohne die unsere Arbeit nicht möglich wäre. Das ist einfach eine großartige Ermutigung und eine Versicherung gegen resignative Augenblicke. Dankeschön für Ihren Einsatz, liebe Freundinnen und Freunde der Eulengesellschaft! Ihnen allen ein gutes neues Jahr!"

Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr 2022 - Dezember 2021

Winter an der Rur in der Eifel © as-naturfotografie.de

Herzlichen Dank sagt die EGE allen Personen, Verbänden und Einrichtungen, die mit Anregungen, Lob und Tadel, auf ideelle oder finanzielle Weise im zu Ende gehenden Jahr die Anliegen der EGE unterstützt haben.

Wenn Sie das alte Jahr mit einer guten Tat beenden oder das neue mit einer solchen beginnen möchten, bedenken Sie bitte die EGE mit Ihrer Spende. Ohne Ihre Unterstützung könnte die EGE nur wenig bis nichts erreichen. Selbstverständlich erhalten Sie eine Spendenbescheinigung. Den Jahresbericht der EGE für das Jahr 2021 finden Sie hier.

Klicken Sie bitte hier, wenn Sie den diesjährigen Weihnachts-Spendenaufruf der EGE lesen möchten. Die EGE wünscht Ihnen frohe Weihnachten und ein gutes, gesundes neues Jahr!

Vor 50 Jahren: Sterns Stunde - Dezember 2021

Horst Stern © EGE-Archiv

Am Heiligen Abend vor genau 50 Jahren bescherte das deutsche Fernsehen seinem Publikum eine Tierdokumentation der besonderen Art. Ausgerechnet zur stillsten Nacht hatte der Stuttgarter Südfunk wie es eine TV-Zeitschrift formulierte "eine Bombe auf den Gabentisch geschmuggelt": Horst Sterns Bemerkungen über den Rothirsch. Stern rief darin zum Töten auf - zum massenhaften Abschuss des Edelwildes.

Schon in neun Abendsendungen zuvor hatte der Journalist Horst Stern das sentimental verkitschte Tierbild zurechtgerückt und mit schonungsloser Offenheit eine materiell orientierte Wohlstandsgesellschaft mit dem Leid der Nutztiere konfrontiert. Im Unterschied zu den großangelegten "Expeditionen ins Tierreich" dreht Stern "eigentlich immer Reportagen über den Menschen", schrieb damals "Die Zeit". Deshalb ging keine "Sterns Stunde" (Programmtitel) - es waren bis 1979 immerhin 26 - ohne Proteste über den Sender. Das Magazin "Der Spiegel" lag damals richtig: "Nach der Heiligabend-Sendung wird Stern wohl auch mit den deutschen Jägern Streit bekommen."

Sterns Bemerkungen über den Rothirsch empfand die Jagdlobby als ungeheuren Tabubruch; sie lösten eine hitzige forstpolitische Debatte aus. Stern führte vor, was ein aus ökologischem Unverstand und des Trophäenkults wegen gehätschelter Wildbestand aus dem deutschen Wald gemacht hatte. Sterns Kommentar: "Zuviel Boom, zu wenig Bum." Es sei an der Zeit, das Rothirschgeweih als Statussymbol der Renommierjäger zu entzaubern und auf diese Weise das Schussfeld frei zu bekommen für die biologische, umweltgerechte Jagd. Man rette den Wald ja nicht, indem man "Oh Tannenbaum" singt. Alles dies - heute unvorstellbar - zur besten Sendezeit. Der Bildungsanspruch, die Bereitschaft und die Fähigkeit zum Konflikt der öffentlich-rechtlichen Sender (andere gab es nicht) waren offenkundig größer und zumindest einzelne Programmverantwortliche von anderem Format als jetzige Ressortleiter und der überwiegende Teil des deutschen Medienbetriebs.

Stern stand mit Beginn der 1970er Jahre wie kaum ein anderer für den Naturschutz in Deutschland. Stern war eine Orientierungsgestalt für eine ganze Naturschützer-Generation. Er verschaffte dem Naturschutz eine bis dahin ungekannte und nicht wiedererlangte Aufmerksamkeit. Seit Stern hat niemand mehr die Zerstörung der Landschaft und das Elend der Tiere so öffentlich wirksam angeklagt. Seine Kritik galt nicht allein der bloßen Ahnungslosigkeit, sondern zielte auf die hemmungslose Profitgier und damit einen Eckpfeiler der Gesellschaft, die – wie Stern es formulierte – den Preis von allem und den Wert von nichts kennt. Sterns Kritik der Zustände ist aktueller denn je. Mit Sterns Wirken definierte der Naturschutz seinen Anspruch als ein alle Politik- und Wirtschaftsbereiche durchdringendes Handlungs- und Gestaltungsprinzip, vollzog sich die Professionalisierung des Naturschutzes in Verwaltung und Verbänden und nicht zuletzt die gesetzliche Absicherung seiner Ziele und Aufgaben. Seitdem haben sich die Mitgliederzahlen der Naturschutzorganisationen vervielfacht, ebenso die mediale Präsenz des Naturschutzes, die ihm zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel und etablierte sich eine zwar von der Politik vielfach blockierte, aber an sich professionelle Naturschutzverwaltung.

Trotz dieser Errungenschaften ist die Bilanz des Naturschutzes in Deutschland dramatisch negativ. Gegenüber der inneren Ursache der Misere - einer von bloßer Gier und verantwortungsloser Freiheit getriebenen Ökonomisierung aller Lebensbereiche zu Lasten des Lebens überhaupt - ist der Naturschutz weithin kritik- und sprachlos geblieben. Es fehlt in den Organisationen des Naturschutzes an analytischer, konzeptioneller und strategischer Kompetenz, an der Fähigkeit und Bereitschaft zum Konflikt, an Unabhängigkeit und moralischem Format, am wenigsten vielleicht an Personen, aber an Persönlichkeiten.

Horst Stern hat seine Wirkung eher gering veranschlagt. Über sich selbst sagte der mit Ehrungen und Preisen ausgezeichnete Journalist, er habe den Menschen den Charakter ihrer Gesellschaft vorhalten wollen, aber man habe ihn unterm Strich für einen Tierfilmer gehalten. Zum Ende der 1990er Jahre zog sich Stern vollends aus der Öffentlichkeit zurück. Sein Platz ist unbesetzt geblieben. Am 17. Januar 2019 ist Horst Stern gestorben.

Dass der Wald in Deutschland heute aufgrund einer verfehlten Forstpolitik und – am wenigsten wegen eines Klimawandels- vor nicht minder großen Problemen steht wie damals, belegt das Buch "Der Holzweg. Wald im Wiederstreit der Interessen", das 2021 im Oekom Verlag erschienen ist. Ein hochaktuelles Buch, das als Geschenk zum Heiligen Abend 2021 passt wie Sterns "Bemerkungen über den Rothirsch" vor 50 Jahren.

Beim Schenken an Eulen denken - Dezember 2020

Bartkauz © www.wunderbare-erde.de

Sie sind noch auf der Suche nach einem passenden Weihnachtsgeschenk für Freunde und Verwandte? Vielleicht finden Sie bei der EGE genau das Richtige.

Eine Eulenpatenschaft für eine einmalige Spende in Höhe von 100 Euro: Wildlebende Uhus, Schleiereulen und Steinkäuze, die in diesem Jahr in Deutschland geschlüpft und von Mitarbeitern der EGE mit Ringen der Vogelwarten Helgoland und Radolfzell gekennzeichnet wurden. Die EGE stellt die Patenschaftsurkunde nach Ihren Wünschen auf den Namen der beschenkten Person aus. Mit der Patenschaft gehen Sie und die beschenkte Person keine weiteren Verpflichtungen ein. Selbstverständlich erhalten Sie über den Betrag eine Spendenbescheinigung.

Und auch wenn Sie zu Weihnachten Kinder- und Jugendbücher über Eulen verschenken möchten, sind Sie bei der EGE genau richtig: "Wo die Eule schläft. Abenteuer Naturschutz" und "Die Uhus vom Dom. Eine Zeitreise durch zwölf Jahrhunderte" von Wilhelm Breuer und "Wer die Eule liebt" von Dorothee Warnecke. Der Erlös kommt den Eulenschutzprojekten der EGE zugute.

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