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Nachrichten

Neue Ausgabe von "Nationalpark" erschienen - Dezember 2019

Titel Heft 4/2019 der Zeitschrift 'Nationalpark'

Im neuen Heft finden Sie einen Beitrag von EGE-Geschäftsführer Wilhelm Breuer über die Bemühungen der Bundesregierung, die Vorschriften zum Schutz von Natur und Landschaft abzusenken. Im Schatten der Fridays-for-Future-Bewegung und unbemerkt von der Öffentlichkeit hat nämlich die deutsche Bundesregierung eine Verordnung vorbereitet, die - sollte sie in Kraft treten - der Sache des Naturschutzes einen heftigen Schlag versetzen wird. Überdies soll das Artenschutzrecht zugunsten der Energiewende gelockert werden. Breuers Fazit: "Die Bundesregierung gibt vor, Natur und Landschaft besser schützen zu wollen. Tatsächlich arbeitet sie an Hartz-IV-Gesetzen gegen den Naturschutz." Klicken Sie bitte hier (pdf-Datei, ca. 392 KB), wenn Sie den Beitrag über diese Pläne der Bundesregierung lesen möchten.

Zudem portraitiert Wilhelm Breuer in der aktuellen Ausgabe in der Reihe "Menschen im Naturschutz" einen jungen Mann, der dem Bürgerkrieg in Syrien entkommen ist: Aghiad Zuriek. Man möchte ihn den hierzulande entmutigten und verzagten Menschen vor Augen stellen. Sein Beispiel könnte sie vor Selbstmitleid und der Weinerlichkeit über die empfundene, aber nicht erwiesene Aussichtslosigkeit der Welt bewahren. Klicken Sie bitte hier (pdf-Datei, ca. 272 KB), wenn Sie den Beitrag lesen möchten.

Das sind nur zwei von neun Beiträgen im neuen 46 Seiten starken Heft. Die Zeitschrift "Nationalpark" berichtet seit 1974 viermal jährlich über die Entwicklung deutscher Nationalparke, großer Schutzgebiete und aus dem Naturschutz. Die Zeitschrift leistet sich, was in der deutschen Zeitschriftenlandschaft eine Ausnahme ist: einen unabhängigen, kritischen und fundierten Blick auf die Sache des Naturschutzes.

Herausgeber der Zeitschrift ist der "Verein der Nationalpark-Freunde e.V." Die Zeitschrift erscheint im Oekom Verlag. Die EGE empfiehlt diese Zeitschrift mit den Worten, die der Journalist Horst Stern für sie gefunden hat: "Besser kann man Papier aus dem Holz der Bäume nicht nutzen". Der Abonnent bleibt einem Mann verbunden, der ab Beginn der 1970er Jahre mit dem Mut zur Emotion und dem Gewicht einer Feder dem Naturschutz eine Stimme gab und zu Format verhalf: Dr. h.c. Horst Stern. Der im Januar 2019 verstorbene Journalist war Mitbegründet der Zeitschrift "Nationalpark". Die Zeitschrift weiß sich Sterns Anliegen verpflichtet. Vielleicht mögen Sie sich zu einem Probeabonnement entschließen oder Ihre Freunde zu Weihnachten mit einem Geschenkabonnement überraschen.

Steinkauz-Brutsaison 2019 - November 2019

Steinkauz © Achim Schumacher

Die Kölner Bucht ist eines der Dichtezentren des Steinkauzes in Deutschland. Hier liegt das Projektgebiet der EGE zum Schutz des Steinkauzes. Es umfasst die nordrhein-westfälischen Kreise Düren (DN) und Euskirchen (EU). Während im Kreis Euskirchen wie schon in den Vorjahren alle Reviere erfasst wurden, waren es im Kreis Düren die meisten. Die Hauptverantwortung für dieses Projekt tragen im Kreis Euskirchen Peter Josef Müller und Rita Edelburg-Müller sowie im Kreis Düren Doris Siehoff. Hier die Zahlen für 2019 (die Zahlen aus 2018 stehen in Klammern).

Im Kreis Euskirchen brüteten 124 (108), im Kreis Düren 105 (108) Paare erfolgreich. Das sind 229 (216) erfolgreiche Bruten (13 mehr als im Vorjahr). Beringt wurden 881 (688) Jungvögel: Im Kreis Düren 400 (349), im Kreis Euskirchen 481 (339) Jungvögel. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 28 Prozent! Die Anzahl Jungvögel je erfolgreicher Brut lag im Kreis Düren bei 3,8 und im Kreis Euskirchen bei 3,9. Im Kreis Düren waren 199, im Kreis Euskirchen 153 Reviere besetzt (in beiden Kreisen 15 mehr als im Vorjahr).

Damit hat sich in gut zehn Jahren in den beiden Kreisen die Zahl der besetzten Reviere und erfolgreichen Bruten ganz gegen den Trend in Nordrhein-Westfalen und in der Kölner Bucht mehr als verdoppelt und die Anzahl der Jungvögel fast verdreifacht! Im übrigen Teil der Kölner Bucht ist der Steinkauzbestand nämlich zwischen 2003 und 2016 um 40 Prozent gesunken, weshalb die EGE dort zu stärkeren Anstrengungen aufruft.

Die EGE hat ihre Aktivitäten zum Schutz des Steinkauzes im Rhein-Erft-Kreis und in Zusammenarbeit mit dem örtlichen NABU in den linksrheinischen Teil des Rhein-Sieg-Kreises kontinuierlich ausgedehnt. Diese Kreise grenzen an die Kreise Düren und Euskirchen an. Im Rhein-Erft-Kreis wurden in diesem Jahr 49 Jungvögel aus 13 Bruten beringt. Im linkrheinischen Teil des Rhein-Sieg-Kreises gab es 35 besetzte Reviere. Dort wurden von 113 Jungvögeln 99 beringt. Damit stieg die von den Mitarbeitern der EGE in einer einzigen Brutsaison beringte Zahl junger Steinkäuze erstmals auf mehr als 1.000.

Das Steinkauzschutz-Projekt der EGE umfasst u. a. die Pflege und Neuanlage von Obstbäumen sowie die Verteidigung der Steinkauzhabitate vor der Ausweisung von Bauland. Seit kurzem erhalten Steinkauz freundliche Dörfer eine Auszeichnung der EGE. Zudem vergibt die EGE für eine Spende in Höhe von 100 Euro Steinkauz-Patenschaften.

"Der Erfolg kommt nicht von Ungefähr, sondern muss immer wieder Politik, Wirtschaft und Kommunen mühsam abgerungen werden - oft gegen Mehrheiten. Dafür braucht es Menschen, die nicht für Beförderungen und Brückentage leben, sondern für die Sache des Naturschutzes", sagt EGE-Geschäftsführer Wilhelm Breuer. Die EGE dankt allen Personen, die diesen Erfolg ermöglicht haben: den Aktiven, allen Helfern und den Spendern.

Klicken Sie bitte hier (pdf-Datei, ca 548 KB), wenn Sie die ausführlichen Berichte über die diesjährige Steinkauz-Brutsaison aus den nordrhein-westfälischen Kreisen Düren, Euskirchen, dem linksrheinischen Teil des Rhein-Sieg-Kreises und dem Rhein-Erft-Kreis lesen möchten.

Vielleicht möchten auch Sie die Aktivitäten der EGE unterstützen - beispielsweise mit einer Steinkauzpatenschaft. Schreiben Sie einfach an die EGE.

Fotoausstellung in Wardenburg - November 2019

Schleiereule © Andreas Schüring

Dr. Andreas Schüring ist ein exzellenter Kenner der Schleiereule; zugleich versteht er es, die früher in Dörfern und auf Bauernhöfen häufig vorkommende Eule mit der Kamera einzufangen und ins Bild zu setzen. Die Fotoausstellung in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e. V. ist vom 08. November 2019 bis April 2020 bei der Biologischen Schutzgemeinschaft Hunte Weser-Ems e. V. in Wardenburg zu sehen. Details finden Sie hier: "Die Schleiereule, erfolgloser Kulturfolger" (pdf-Datei, ca. 780 KB). Das Buch der EGE "Wo die Eule schläft. Abenteuer Naturschutz" ergänzt die Ausstellung.

Bei der Ausstellungseröffnung sagte der Geschäftsführer der EGE, Wilhelm Breuer: "Die biologische Vielfalt schmilzt wie Schnee in der Märzsonne. Vermisst nicht jede Generation allenfalls das Maß an Vielfalt, das sie selbst erlebt hat, so dass dieses Niveau gleichsam zum Ausgangspunkt wird, der in Wahrheit ein trauriger Tiefpunkt ist auf der absteigenden Achse biologischer Vielfalt? Deshalb müssen wir die Sehnsucht wachhalten nach Natur - in uns selbst und vor allem in den jungen Menschen. Die wunderbaren Aufnahmen von Dr. Andreas Schüring sind ein Beitrag dazu."

Die Biodiversität des Waldes - November 2020

Sperlingskauz © Gunther Zieger

In Deutschland ist der Wald zwar anders als in vielen anderen Teilen der Erde nicht von massiven Rodungen bedroht. Gleichwohl ist die ökologische Lage des Waldes in Deutschland defizitär. Dafür sind entgegen der öffentlichen Wahrnehmung nicht so sehr extreme Witterungsverläufe und der Borkenkäfer verantwortlich, sondern die unzureichende Integration der Erfordernisse des Naturschutzes in die Forstpolitik. So fehlt es in Deutschland an bewirtschaftungsfreien Waldflächen. Bis 2020 wollte Deutschland fünf Prozent seiner Waldfläche für die natürliche Waldentwicklung - "als Urwälder von morgen" - reservieren. Ein Leichtes, sollte man denken, ist doch ein Drittel des deutschen Waldes Eigentum von Bund und Ländern. Doch bis heute sind hier, mehr als zehn Jahre nach der 5-Prozent-Ankündigung, erst 2,8 Prozent erreicht. Auch die Lage des Waldes in den Natura-2000-Gebieten Deutschlands ist nicht zufriedenstellend. Wenn sie es aber nicht wenigstens in Schutzgebieten ist, wie prekär ist dann die Situation im "normalen" Wirtschaftswald? Und was ist in der Forstwirtschaft von Rechts wegen an Naturschutz verlangt? Diese Fragen sind Gegenstand des 14. Deutschen Naturschutzrechtstags, der am 16./17. März 2020 in Leipzig stattfindet. Klicken Sie bitte hier (pdf-Datei, ca. 652 KB), wenn Sie das Programm lesen möchten.

Jetzt bestellen: Adventskalender der EGE - November 2019

Steinkauz-Adventskalender der EGE © EGE

Mit einem Adventskalender wirbt die EGE für den Schutz des Steinkauzes: Hinter den Türchen des Kalenders verbergen sich Steinkäuze und weitere Tiere der Streuobstwiesen. Der originellen Adventskalender mit den Maßen 34 x 24 cm ist nur bei der EGE erhältlich.

Vielleicht möchten Sie Freunden und Verwandten rechtzeitig zum 1. Dezember mit dem Kalender eine Freude machen. Der Kalender ist ein schönes Geschenk auch für Kinder und Enkel. Der Kalender passt in einen B 4-Umschlag und lässt sich für 1,55 Euro mit der Deutschen Post versenden.

Die EGE erbittet für einen Kalender eine Spende in Höhe von 5 Euro. Die Versandkosten trägt die EGE. Bei einer Bestellung ab 5 Kalendern erhalten Sie eine Spendenbescheinigung. Die Einnahmen fließen in die Eulenschutzprojekte der EGE.

Bitte richten Sie Ihre Bestellung per E-Mail an:
  Egeeulen@t-online.de
oder an die Geschäftsstelle der EGE
Breitestrasse 6
D-53902 Bad Münstereifel

Die Spende erbittet die EGE auf ihr Spendenkonto
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Stichwort Adventskalender

Eulenkalender 2020 - November 2019

Eulenkalender 2020 von Rosl Rößner

Rosl Rößner hat sich nicht nur einen Namen gemacht als Naturfotografin, sondern unterstützt honorarfrei auch die Website der EGE mit ihren wunderbaren Eulenaufnahmen. Nun hat Frau Rößner zwei beeindruckend schöne Kalender für das Jahr 2020 mit je zwölf brillanten Eulenfotos gestaltet. Je verkauftem Kalender fließen 3 Euro auf das Spendenkonto der EGE. Die EGE dankt allen Personen, die mit dem Erwerb dieser Eulenkalender die Anliegen der EGE unterstützen. Ein besonders herzliches Dankeschön gilt der Fotografin Rosl Rößner!

Klicken Sie bitte hier, wenn Sie die Kalender ansehen und eine Bestellung erwägen möchten.

Wilhelm-Bergerhausen-Förderpreis 2020 - Oktober 2019

Wilhelm Bergerhausen im Jahr 1978 © Wilhelm Breuer

In Erinnerung an den 2006 verstorbenen Gründer der EGE, Wilhelm Bergerhausen, hat die EGE einen Studienpreis gestiftet. Ausgezeichnet werden im Jahr 2020 mit dem Wilhelm-Bergerhausen-Förderpreis Bachelor-, Master- und Promotionsarbeiten aus den Jahren 2018 und 2019, die zum Schutz europäischer Eulenarten beitragen. Klicken Sie bitte hier (pdf-Datei, ca. 104 KB), wenn Sie sich über die Teilnahmebedingungen informieren möchten.

Sollte der Uhu wieder bejagt werden? - Oktober 2019

Uhu mit Rabenkrähe © Stefan Brücher

Sie haben richtig gelesen: Sollte der Uhu wieder bejagt werden? Diese Frage kann offenbar wieder unverhohlen gestellt werden. In der Sonderausgabe "Niederwild in Not" des Magazins "Jäger" wird sie gestellt. Die Befragten sind der vom Magazin als "Niederwildexperte" vorgestellte Dr. Heinrich Spittler und der Vorsitzende der EGE, Stefan Brücher. Klicken Sie bitte hier (pdf-Datei, ca. 1,95 MB), wenn Sie die Statements der beiden Befragten lesen möchten. Dr. Spittler plädiert für eine Bejagung, Brücher selbstverständlich dagegen. Vielleicht mögen Sie dem Magazin Ihre Meinung zum Thema schreiben.

Übrigens: Jagd auf den Uhu wollte Dr. Spittler schon 2006 machen. Damals berichtete die EGE dazu an dieser Stelle:

Die erfolgreiche Wiederansiedlung der Uhus in Deutschland ist auch der ökologischen Einsicht und dem Engagement vieler Jäger zu verdanken. Zu diesem Engagement haben die Kontakte zwischen Jägern und Oswald von Frankenberg, dem Geschäftsführer der international bekannten Puma-Werke in Solingen und Nestor der Uhuwiederansiedlung, wesentlich beigetragen. Dass Jäger nicht nur ökologischen Sachverstand für sich reklamieren, sondern auch tatsächlich besitzen, zeigen die Ergebnisse einer Expertenbefragung in der Ausgabe 9/2005 der in Hamburg erscheinenden Jagdzeitschrift "Jäger" zu der Frage "Brauchen wir eine Jagdzeit für den Uhu?". Die Sachverständigen und Vertreter verschiedener der Jagd zugehöriger Organisationen und Einrichtungen erteilen darin allen Überlegungen, angesichts der wiedergewonnenen Uhubestände die Jagd auf Uhus zuzulassen, eine unmissverständliche Absage.

Der Niedergang der Niederwildbestände könne unmöglich dem Uhu angelastet werden. Vielmehr leide der Uhu selbst unter diesem Rückgang. Auch der Umstand, dass der Wanderfalke zum Beutespektrum des Uhus zähle, rechtfertige keinen Schuss auf einen Uhu. Eine abweichende Meinung vertritt nur einer der Befragten - Dr. Heinrich Spittler, den das Magazin als "Jagdwissenschaftler und Niederwildexperte" zitiert: Die Zahl der Uhus zu begrenzen, sei "nicht nur angezeigt, sondern sogar notwendig". - Die Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e. V. kommentiert die Außenseitermeinung mit Gelassenheit: Dr. Spittler sei für ebenso eigenwillige wie extreme Meinungsäußerungen bekannt und der Erich von Däniken in der Jagdwirtschaft. Mit den bekannten Weisheiten Dr. Spittlers könne es jeder durchschnittlich weise Uhu aufnehmen.

Bundeswirtschaftsministerium plant Kahlschlag für Energiewende - Oktober 2019

Der Entwurf der Bundeskompensationsverordnung mit einer dramatischen Absenkung naturschutzrechtlicher Kompensationspflichten für Eingriffe für "Energiewendeprojekte" - wir berichteten hierüber vor wenigen Tagen - ist nur ein Vorgeschmack auf den geplanten rigorosen und beispiellosen Kahlschlag naturschutzrechtlicher Vorschriften:

Am 07. Oktober 2019 hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie Maßnahmen angekündigt, die alle bisherigen Beschränkungen des Naturschutzrechts in den Schatten stellen. So sollen Maßnahmen zum Klimaschutz von naturschutzrechtlichen Ausgleichspflichten vollständig ausgenommen werden. Das individuenbezogene artenschutzrechtliche Tötungsverbot soll auf ein populationsbezogenes Niveau abgesenkt werden. D.h., Windenergieanlagen dürfen Vögel und Fledermäuse töten, solange es die Populationen der betreffenden Arten verkraften. Und falls sie es nicht verkraften, soll das Töten gleichwohl zulässig sein. Im Namen des Klimaschutzes.

Klicken Sie bitte hier (pdf-Datei, ca. 60 KB), wenn Sie den mit "Stärkung des Ausbaus der Windenergie an Land" überschriebenen Arbeitsplan der Bundeswirtschaftsministeriums lesen möchten. Werden Naturschutzorganisationen und Zivilgesellschaft die Kraft finden, der Bundesregierung in den Arm zu fallen?

EGE meldet reiche Steinkauz-Ernte - Oktober 2019

Steinkauz © www.as-naturfotografie.de

Am ersten Sonntag im Oktober ist das Erntedankfest. Es ist ein Fest, an dem die Mitarbeiter der EGE nicht zuletzt an die Streuobstwiesen denken, um deren Schutz sie sich bemühen. In diesem Jahr schaut die EGE auf eine besonders gute Ernte - nicht unbedingt an Obst, aber an jungen Steinkäuzen. Mehr als 1.000 Käuze sind nämlich im Projektgebiet der EGE in diesem Jahr geschlüpft und von den Mitarbeitern der EGE mit einem Ring der Vogelwarten Helgoland und Radolfzell gekennzeichnet worden. So viele wie noch nie! Auf diese ungewöhnlich hohe Zahl wird die EGE in ihrem Bericht über die diesjährige Brutzeit noch ausführlich zurückkommen.

Heute gilt der Dank allen Personen, die die Bemühungen der EGE im Steinkauzschutz unterstützen - nicht zuletzt den Grundeigentümern, Viehhaltern, Kommunalpolitikern und Kommunen, die sich für den Schutz der Streuobstwiesen vor Bebauung einsetzen!

Ein besonderer Dank sagt die EGE Frau Dorothee Warnecke aus Hannover, die auf den Aufruf der EGE hin mit einer Geldspende die Pflanzung eines stattlichen Apfelbaumes finanzierte. Jetzt hat Dorothee Warnecke um dieses Apfelbäumchen herum eine Fabel geschrieben; sie handelt von diesem Bäumchen, einem Grünspecht und - wie könnte es anders sein - von einem Steinkauz. Klicken Sie bitte hier (pdf-Datei, ca. 216 KB), wenn Sie diese Fabel mit einer Reminiszenz an Alexander von Humboldt, der vor 250 Jahren geboren wurde, lesen möchten.

Dem Verlieren großer Worte und dem Schüren von Weltuntergangsängsten ist das Pflanzen eines Apfelbäumchens vorzuziehen, meint die EGE.

Bundeskompensationsverordnung mit dramatischen Folgen für den Naturschutz - Oktober 2019

Von Rabenvögeln bedrängter Seeadler © www.wunderbare-erde.de

Unbemerkt von der Öffentlichkeit und im Schatten der Fridays-for-Future-Bewegung hat die Bundesregierung im September 2019 den Bundesländern mit Vierwochenfrist den Entwurf einer sogenannten Bundeskompensationsverordnung zur Stellungnahme vorgelegt. Ein erster Entwurf war bereits 2012 in die Diskussion geraten, seine Einführung aber am Widerstand der Bundesländer gescheitert.

Jetzt will die Bundesregierung eine solche Verordnung wenigstens für Eingriffe im Verantwortungsbereich des Bundes, nicht zuletzt zugunsten der Energiewende, durchsetzen. Zu diesen Eingriffen zählen insbesondere der Ausbau der Stromnetze mit unter- und oberirdischen Leitungen, der Bau von Windenergieanlagen auf See sowie der Bundesfernstraßenbau. Für diese Vorhaben im Zuständigkeitsbereich des Bundes kommt es auf die Zustimmung des Bundesrates nicht an. Deshalb rechnen Kenner der Materie mit einer rücksichtslosen Einführung dieser Verordnung.

Zwar gibt die Bundesregierung vor, mit dieser Verordnung die Sache des Naturschutzes stärken zu wollen. Doch das Gegenteil ist der Fall:

Die Verordnung reduziert die bisher geltenden keineswegs überzogenen Anforderungen an Kompensationsmaßnahmen teilweise drastisch, so etwa zugunsten von Energiefreileitungen vielerorts auf bis zu ein Drittel der bislang für solche Eingriffe notwendigen Naturschutzmaßnahmen. Auch für die Zerstörung alter Waldstandorte und anderer wertvoller Lebensräume soll künftig viel weniger an Ausgleich geleistet werden müssen als bisher in vielen Bundesländern verlangt wird und Praxis ist. Auch hierfür wird der Flächenbedarf um bis zu zwei Drittel reduziert.

Das wahre Motiv, das die Bundesregierung mit der Verordnung verfolgt, liegt auf der Hand: Der Flächenbedarf und die Kosten für die Bewältigung der Folgen von Netzausbau, Bundesfernstraßenbau und Ausbau der Windenergiewirtschaft auf See für Natur und Landschaft sollen gesenkt werden. Auch deswegen, um landwirtschaftliche Nutzflächen vor Maßnahmen des Naturschutzes zu schützen. Schon die frühere Bundesregierung hatte die Fertigstellung einer Bundeskompensationsverordnung bemerkenswerterweise unter dem Kapitel "Landwirtschaft" und nicht etwa "Naturschutz" vereinbart, was an den tatsächlichen Beweggründen keinen Zweifel ließ.

Dabei liegt der Anteil aller Kompensationsflächen nach mehr als 40 Jahren naturschutzrechtlicher Kompensationspflicht für Bauvorhaben im bundesweiten Durchschnitt eher im Promille- als Prozentbereich. Auch die finanziellen Aufwendungen für Kompensation bewegen sich zumeist unter fünf Prozent der Investitionskosten für das jeweilige Bauvorhaben. Dieses niedrige Niveau würde mit Einführung der Bundeskompensationsverordnung noch weiter gesenkt werden.

Unerwarteter Widerstand gegen die Einführung der Bundeskompensationsverordnung könnte ausgerechnet aus der Wirtschaft selbst kommen: Der Entwurf enthält nämlich so viele methodische Mängel, Unschärfen und im Detail ein so großes Maß an Unbestimmtheit, dass eines der wichtigsten und berechtigten Verordnungsziele verfehlt wird: Dass nämlich verschiedene Anwender bei gleicher Fallkonstellation zu einem übereinstimmenden (oder wenigstens ähnlichen) Ergebnis hinsichtlich Eingriffsfolgenabschätzung und -bewältigung gelangen. Infolgedessen wird auch die gewollte Vereinheitlichung, Vereinfachung und Beschleunigung von Zulassungsverfahren verfehlt und geradezu konterkariert.

Bebauungsplan ignoriert Artenschutzvorgaben - September 2019

Steinkauz©as-naturfotografie.de

Im April 2019 hatten wir an dieser Stelle über den Fall "Baugebiet im Steinkauzlebensraum geplant" berichtet. Auf das Drängen der EGE und anderer Naturschutzvereinigungen hin ist der Plan zwar verbessert worden, aber nicht durchgreifend. Der Schutz des Steinkauzes ist nicht gewährleistet. In einer Stellungnahme vom 15. Juli 2019 hat die EGE die Mängel aufgezeigt.

Die Haupterschließungsstraße des Baugebietes verläuft unmittelbar am Brutplatz des Kauzes entlang. So nahe, dass mit den bevorstehenden Bauarbeiten und der Bebauung der Kauz das Gebiet wohl unweigerlich räumen wird. Die Fläche, auf welche der Kauz umziehen soll, liegt einen Kilometer entfernt inmitten intensiv genutzter Ackerflächen an einer vielbefahrenen Bundesstraße. Dass dort Käuze angesiedelt werden könnten, ist bisher nicht ersichtlich. Auch sind die praktischen Fragen, wie und wann der Kauz umziehen soll, ungeklärt.

Die Naturschutzvereinigungen hatten die Naturschutzbehörde des Kreises Düren gebeten, sich für eine Korrektur und Konkretisierung des Planes einzusetzen. Vergeblich. Die Kreisverwaltung sieht keinen Grund für eine artenschutzrechtliche Beanstandung. Im Juli 2019 hat der Rat der Gemeinde den Bebauungsplan einstimmig verabschiedet. Klicken Sie bitte hier (pdf-Datei, ca. 68 KB), wenn Sie die Stellungnahme der EGE lesen möchten.

Neue Ausgabe von "Nationalpark" erschienen - September 2019

Titel Heft 3/2019 der Zeitschrift 'Nationalpark'

"Dem Gehenden geht die Welt auf, wie ein Licht." Dieses Wort des Architekturkritikers Hugo Kükelhaus kommt einem beim Lesen der Titelgeschichte der aktuellen Ausgabe von "Nationalpark" in den Sinn. Robert Brunner schreibt darin von den Eindrücken und Einsichten, die er auf seinen Pilgerreisen durch Europa gewonnen hat. Außerdem in diesem Heft: Nationalparkleiter Manfred Großmann zeigt die aktuellen Auswirkungen von Hitze und Trockenheit auf Buchenbestände im Hainich. Björn Langer berichtet von seiner Reise in den sagenumwobenen skandinavischen Nationalpark Rondane. Das Editorial zur Ausgabe schrieb Wilhelm Breuer. Er beklagt die dramatischen Veränderungen in der Landwirtschaft und fordert einen Bewirtschaftungswandel wenigstens auf Flächen im Eigentum der öffentlichen Hand. Klicken Sie bitte hier (pdf-Datei, ca. 79 kB), wenn Sie seinen Beitrag lesen möchten.

Zum Inhalt des 46 Seiten starken Hefts gelangen Sie hier (pdf-Datei, ca. 245 kB). Die Zeitschrift "Nationalpark" berichtet seit 1974 viermal jährlich über die Entwicklung deutscher Nationalparke, großer Schutzgebiete und aus dem Naturschutz. Die Zeitschrift leistet sich, was in der deutschen Zeitschriftenlandschaft eine Ausnahme ist: einen unabhängigen, kritischen und fundierten Blick auf die Sache des Naturschutzes.

Herausgeber der Zeitschrift ist der "Verein der Nationalpark-Freunde e.V." Die Zeitschrift erscheint im Oekom Verlag. Die EGE empfiehlt diese Zeitschrift mit den Worten, die der Gründer der Zeitschrift, der Journalist Horst Stern, für sie gefunden hat: "Besser kann man Papier aus dem Holz der Bäume nicht nutzen". Der Abonnent bleibt einem Mann verbunden, der ab Beginn der 1970er Jahre mit dem Mut zur Emotion und dem Gewicht einer Feder dem Naturschutz eine Stimme gab und zu Format verhalf: Dr. h.c. Horst Stern. Der im Januar 2019 verstorbene Journalist ist Mitbegründet der Zeitschrift "Nationalpark". Die Zeitschrift weiß sich Sterns Anliegen verpflichtet.

Werden Sie Leser von "Nationalpark"! Oder verschenken Sie ein Jahresabonnement - beispielsweise an junge Menschen, für die Stern ein Unbekannter ist, auf die es aber bald ankommen wird im Naturschutz. Informationen für ein Probeabo finden Sie hier. Im Oekom Jubiläumsjahr 2019 ist das Probeabo von Nationalpark um 30 Prozent günstiger.

Klimawandel - August 2019

Eisbär © www.wunderbare-erde.de

Man mag darüber streiten, ob die größte Insel der Erde Grönland heißt, weil ihre Küste einst grün war oder der Inselname eine historische euphemistische Bezeichnung ist, die in der mittelalterlichen Warmzeit Siedler anwerben sollte. Heute macht Grönland aus anderen Gründen Schlagzeilen - als Schauplatz abschmelzenden Eises und wegen des Begehrens des 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, Donald Trump, Grönland den USA einzuverleiben. Trumps Gelüste auf das eisige Eiland sind allerdings, entgegen des medial erzeugten Eindrucks, nicht der Spleen eines unberechenbaren Immobilienmaklers im Weißen Haus, sondern Ausdruck des Strebens der USA nach militärstrategischer Vorherrschaft und ökonomischen Vorteilen. Hätte Putin ein solches Interesse bekundet, der Westen wäre außer sich. Die Wahrnehmung der Welt ist asymmetrisch. Grönlands Natur muss sich warm anziehen.

Eulenbücher für die ganze Familie - August 2019

Ein neues Schuljahr hat begonnen oder kündigt sich an. Die EGE hat gleich drei Eulenbücher im Angebot, die sich als Lese- und Vorlesestoff für Grundschüler und folglich für die Schultüte bestens eignen. Dazu gehört auch das Buch "Die Uhus vom Dom. Eine Zeitreise durch zwölf Jahrhunderte". Stephan Kneitz hat das Buch im August 2019 im Ornithologischen Anzeiger der Ornithologischen Gesellschaft Bayern rezensiert. Klicken Sie bitte hier (pdf-Datei, ca. 224 KB), wenn Sie seine Buchempfehlung lesen möchten.

Alle Bücher zum Bestellen bei der EGE finden Sie hier. Sie unterstützen mit Ihrer Bestellung die Eulenschutzprojekte der EGE und bahnen den Kindern einen Weg in das Abenteuer Naturschutz.

Der Wald und die Deutschen - August 2019

Waldkauz © www.as-naturfotografie.de

Der Sommer 2018 war extrem trocken; der seitdem gefallene Niederschlag hat die Defizite nicht ausgleichen können. Ob das schon einem Klimawandel zuzuschreiben oder einfach nur Wetter ist, ist schwer zu sagen. Man sollte das Schlimmste annehmen, denn die Menschheit ist in der Lage, die klimatischen Bedingungen dieses Planeten zu verändern. Einen solchen Einfluss wird man bereits der dramatisch fortschreitenden Entwaldung der Erde zurechnen müssen - die Freisetzung von CO2 aus der Verbrennung fossiler Rohstoffe noch gar nicht eingerechnet.

Daran gemessen ist das aktuell zu beobachtende Absterben insbesondere der Fichte, entgegen einem anderslautenden medialen Echo, ein eher minderschweres Problem. Die Fichte ist natürlicherweise auf Bereiche mit winterkaltem Kontinental- und Gebirgsklima beschränkt. Gleichwohl ist sie bis heute auch auf ungeeigneten Standorten im Hügel- und Flachland Brotbaum der deutschen Forstwirtschaft. Dass sich der Borkenkäfer dort nach zwei trockenen Sommern durch das Holz der geschwächten naturfernen Forste frisst, ist nur allzu natürlich. Standortheimische Bäume sind weniger anfällig für Witterungsextreme.

Insoweit ist das Waldsterben vor allem ein Sterben standörtlich unangepasster Bäume und als solches ein forstwirtschaftlich kultiviertes Drama mit Ansage. In diesem Schauspiel ist der verhasste Borkenkäfer nicht Täter, sondern Tatortreiniger. Er beseitigt die Spuren einer fehlgeleiteten Forstwirtschaft und schafft Platz für einen standortheimischen Wald - ließe man einen solchen Wald denn wachsen. Dass der Wald zu einer solchen Selbstheilung die Kraft besitzt, zeigt sich im Nationalpark Bayerischer Wald, dem vor 50 Jahren ersten deutschen Nationalpark. Die Bayerische Staatsregierung hatte darin dem Borkenkäfer die in den 1980er Jahren vom Phänomen des Sauren Regens sichtbar gezeichneten und bald massenweise toten Fichten bewusst überlassen. Sie war dem massiven politischen Druck, die toten Bäume abzuräumen und planmäßig neu aufzuforsten, nicht erlegen. So bot sich dort für Jahrzehnte das Bild eines abgestorbenen Waldgebirges zum Leidwesen der Einheimischen wie der Touristen, von denen nicht wenige fortblieben.

Ein ähnliches Bild bietet sich heute - nicht im Nationalpark Bayerischer Wald, sondern dort, wo die Fichte die dominierende Baumart und die Zeit für einen ökologischen Waldumbau ungenutzt blieb. Im Nationalpark Bayerischer Wald hingegen ist im Schutz der toten Bäume eine neue Baumgeneration herangewachsen nach dem Leitmotiv für Nationalparke "Natur, Natur sein lassen". Aus dieser wissenschaftlich dokumentierten Geschichte könnte man lernen, ließe man dem Wald die Zeit zur Selbstheilung. Doch diese Zeit hat in diesen Zeiten niemand, schon gar nicht die Fortwirtschaft. Deshalb die Forderung nach milliardenschwer subventionierter großmaschineller Abräumung der Flächen und offensiver Aufforstung - am besten mit Bäumen, die alles aushalten. Dass diese Forderung so eingängig ist, ist auch das Ergebnis eines weithin fakten- und geschichtsvergessenen recherchearmen Journalismus.

Der vehement erhobenen Forderung aus Forstwirtschaft, Tourismusbranche und Bevölkerung nach der Beseitigung der toten Bäume, flächendeckender Bekämpfung der Borkenkäfer und Aufforstungsoffensiven sollte sich der Staat nicht beugen - schon gar nicht in den wenigen Wald-Nationalparken. Dort müssen diese Forderungen bereits an den gesetzlichen Zielen dieser Gebiete, "den ungestörten Ablauf der Naturvorgänge in ihrer natürlichen Dynamik zu gewährleisten" (§ 24 Ab. 2 Bundesnaturschutzgesetz), scheitern, nimmt der Staat ihren Schutz ernst und versteht er sie nicht bloß als grüne Infrastruktur der Tourismuswirtschaft. Der Anblick toter Bäume auf quadratkilometerweiten Flächen, ganz gleich ob "nur" Folge einer fehlgeleiteten Forstwirtschaft oder eines Klimawandels oder der Verkettung beider, mag für die Gesellschaft schwer auszuhalten sein. Die ungeschminkte Wahrheit könnte aber helfen, Grenzen zu erkennen und anders zu leben. Mindestens so wie die Fotos eines Lungenkarzinoms auf der Zigarettenschachtel oder leidender Schlachttiere auf der Hackfleischverpackung.

Nachwuchs bei Uhus und im Uhuschutz - August 2019

Uhuberingung © Tina Theune

Ein Abend Anfang Juni 2019 in der Eifel. Stefan Brücher ist zum Uhuberingen verabredet - mit Sonja Fuss und Inka Grings. Die beiden Frauen sind mehrfache Fußball- Europameisterinnen und am Schutz der Natur sehr interessiert. Sonja Fuss leitet überdies die AG Umwelt des Deutschen Fußballbundes (DFB).

Ihr Neffe Ben und Bens Freund Mats (beide im Bild) sind an diesem Abend auch dabei. Es geht - sehen wir von den Uhus einmal ab - sogar in der Hauptsache um die beiden. Sie werden nämlich an diesem Abend in der Eifel Paten zweier junger Uhus, die mit einem Ring der Vogelwarte Helgoland gekennzeichnet werden sollen. Beim Beringen "ihrer" Uhus dürfen Ben und Mats Stefan Brücher assistieren. Die Jungen machen ihre Sache wirklich gut. Sie beobachten Stefan Brüchers behutsamen Umgang mit dem flauschigen Nachwuchs in allen Einzelheiten und schreiben für die Dokumentation der EGE die für den Uhuschutz relevanten Messdaten auf.

Die beiden Uhus sind ungefähr 45 Tage alt. Ein Männchen und ein Weibchen. Sie sollen Sanchoz und Frida heißen, beschließen die beiden Jungen. Für sie ein bleibendes Erlebnis. Die jungen Uhus indessen werden die Aktion gut überstehen und vermutlich bald vergessen haben.

Schleiereulen-Ausstellung im Rathaus der Gemeinde Niederzier - August 2019

Schleiereulen-Rollups der EGE © Ulrich Bergrath

Kaum eine andere Eulenart hat sich im Laufe der Kulturgeschichte so sehr dem Menschen angeschlossen wie die Schleiereule. Hierzulande besiedelt sie Dörfer und Bauernhöfe. Als Brutplätze und Tagesverstecke dienen Schlupfwinkel in Kirchtürmen und Scheunen. Früher gab es Schleiereulen in jedem Dorf. Doch heute sind Schleiereulen selten. Über den Schutz der Schleiereulen informiert die "Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen" in einer kleinen Ausstellung, die noch bis Ende August 2019 im Alten Rathaus der Gemeinde Niederzier zu sehen ist. Fachleute gehen davon aus, dass in der Gemeinde Niederzier bestenfalls noch drei Paare Schleiereulen leben. Dabei gibt es in den Dörfern der Gemeinde fünf Kirchtürme, die aber für Schleiereulen weitgehend unzugänglich gemacht wurden. Die Kirchenverantwortlichen wollen die Bausubstanz vor Tauben schützen und sperren auf diese Weise zugleich die Schleiereulen aus.

Rurtaluhus im grünen Bereich - August 2019

Drei junge Uhus © www.wunderbare-erde.de

Es gibt so viele Negativnachrichten im Naturschutz, dass darüber Erfolge leicht vergessen werden. Zu den Erfolgen zählt der Schutz der Uhupopulation im nördlichen Tal der Rur im Gebiet der Eifel. Bis zum Jahr 1998 hatten die hier ansässigen fünf Uhupaare so wenig Erfolg beim Brüten, dass die Population auf Zuzug angewiesen war. Um nämlich den Bestand halten zu können, sollte die mittlere Jungenzahl den Wert von 1,2 Jungvögeln nicht unterschreiten. Tatsächlich wurde dieser Wert beträchtlich verfehlt. In vielen Jahren kam es zu Brutabbrüchen oder die Uhus begannen erst gar keine Brut. Grund waren der im Gebiet über viele Jahre zugelassene exzessive Klettersport und andere Freizeitvergnügen. Dabei ist das Gebiet eines der ältesten nordrhein-westfälischen Naturschutzgebiete, das überdies von der Landesregierung als eines der wenigen Europäischen Vogelschutzgebiete für den Uhu gemeldet worden ist.

Das von der EGE hier seit 1974 betriebene Uhumonitoring belegt den extrem negativen Einfluss des Klettersports auf den Bruterfolg von Uhus. Die EGE wies nach, dass Klettersport - auch mit zeitlichen Beschränkungen - und Uhuschutz im selben Gebiet nicht vereinbar waren. In vielen anderen Klettersportgebieten Deutschlands, die zugleich Schutzgebiete für Uhus sein sollen, wird deren Schutz vermutlich weiterhin konterkariert. Verluste werden nämlich schon deshalb nicht aufgedeckt, weil anders als im Gebiet der Eifel die Entwicklung der Uhupopulation nicht im Detail beobachtet wird.

Die nach langwierigem Ringen von EGE und den örtlichen Naturschutzvereinigungen BUND und NABU der lokalen Politik abgerungenen Gebietssperrungen und die von der Biologischen Station Düren durchgeführten Maßnahmen zur Besucherlenkung brachten endlich die Wende. Seit 1999 erreichten die Uhus in 13 von 21 Jahren (und in den letzten sechs Jahren ausnahmslos) den Wert von 1,2. Seit 2018 hat sich sogar ein sechstes Brutpaar angesiedelt. Über diesen Erfolg berichtet die Dürener Zeitung am 17. Juli 2019. Klicken Sie bitte hier (pdf-Datei, ca. 344 KB), wenn Sie den Beitrag lesen möchten.

Spitzenjahr für die Sumpfohreule? - August 2019

Sumpfohreule auf Zaunpfahl © www.as-naturfotografie.de

Ist das Jahr 2019 ein Spitzenjahr für die Sumpfohreule? Thomas Krumenacker geht dieser Frage im Heft 8/2019 des Magazins "Der Falke" nach. Tatsächlich erlebt Nordwestdeutschland seit mehr als einem Jahrzehnt wieder ein größeres Brutaufkommen der Sumpfohreule. Ein erfreuliches Ereignis! Allerdings sind die Bruten, die aus Mangel an naturnahen Offenlandschaften fast ausnahmslos im Wirtschaftsgrünland registriert werden, akut bedroht, denn in der hochgerüsteten Industrielandwirtschaft haben Gelege und Jungvögel kaum eine Chance. Über die gesetzlichen Möglichkeiten, die Bruten zu schützen, sprach "Der Falke" mit EGE-Geschäftsführer Wilhelm Breuer. Auch dieses Interview finden Sie - wie andere lesenswerte Beiträge - im aktuellen Heft: www.falke-journal.de

Zu Besuch bei Albrecht Jacobs - August 2019

Mauersegler © www.wunderbare-erde.de

Albrecht Jacobs im niedersächsischen Stadtoldendorf ist ein Uhuschützer der ersten Stunde. Die Wiederansiedlung des Uhus im Weserbergland in den 1970er Jahren ist ganz wesentlich sein Verdienst. Über das Engagement des heute 79jährigen berichtete 2015 der Eulen-Rundblick ausführlich. Klicken Sie bitte hier (pdf-Datei, ca. 1,74 MB), wenn Sie den Beitrag lesen möchten.

Mit den Uhus im Weserbergland ist Albrecht Jacobs bis heute verbunden - so wie mit der Natur im Ganzen. Der Garten von Albrecht und Edeltraut Jacobs ist ein Eldorado für Vögel, Blindschleichen und Tagfalter. Im Winter holt sich der Eisvogel hier die Elritzen aus eigens für ihn angelegten Teichen. Einen Winter lang war auch der Grauspecht am Futterhaus. An diesem Nachmittag Ende Juli erscheint ein Schwarzmilan über dem Grundstück und in Sichtweite ein Weißstorch.

Doch am Abend gilt Albrecht Jacobs' Aufmerksamkeit den Mauerseglern. An seinem Haus in Stadtoldendorf hängen eigenhändig gezimmerte Nistkästen für die rasanten Flieger. In mehr als 60 der Kästen haben sie in diesem Jahr gebrütet. Aus den Öffnungen einiger Kästen schauen noch Jungvögel hervor - hungrig die Eltern erwartend. Die Hauswand mit den übereinander hängenden Kästen liegt jetzt im Schatten. Doch die hellen Kehlen der Jungvögel sind zu erkennen.

Endlich, gegen 20 Uhr, erscheinen die ersten Altvögel überm Haus. Albrecht Jacobs vermutete sie tagsüber bei der Insektenjagd über dem knapp 100 Kilometer entfernten Steinhuder Meer. Nicht wenige Mauersegler haben Stadtoldendorf Ende Juli bereits Richtung Süden verlassen. Und doch jagen in den frühen Abendstunden der letzten Julitage noch einmal mehr als 50 der schwarzen Vögel in Geschwader-Formation rasant, koordiniert und mit schrillen Rufen rund ums Haus. Es ist eine Abschiedsvorstellung, sagt Albrecht Jacobs nicht ohne einen Anflug von Wehmut. Bald wird das eindrucksvolle Schauspiel vorüber sein, denn Zeit der Mauersegler ist hierzulande nur von Anfang Mai bis Ende Juli.

Im nächsten Juni wird Albrecht Jacobs 80 Jahre alt. Dann hofft er, dass die Zahl der Mauerseglerbruten an seinem Haus die 70 übersteigt.

Flughöhen von Uhus - Juli 2019

Uhu © www.wunderbare-erde.de

Sie erinnern sich? Im nordrhein-westfälischen Kreis Düren soll ein Windpark um eine sechste Windenergieanlage erweitert werden. Der Standort dieser Anlage befindet sich in direkter Nachbarschaft einer Kiesgrube, in denen in den letzten Jahren Uhus gebrütet haben. Zuletzt kam es 2018 zu einer Brut, die allerding nicht erfolgreich war. Am Brutplatz wurde ein toter Altvogel und das zerstörte Gelege gefunden.

Eine Windenergieanlage ist nach dem Dafürhalten der Gutachter kein Problem. Die Rotorspitzen der geplanten Anlage hielten einen Abstand von 60 m zum Boden. Uhus flögen im Flachland nicht höher als 50 m.

Gegen diese Darstellungen wendet sich die EGE in ihrer Stellungnahmen an den zuständigen Kreis Düren. Klicken Sie bitte hier (pdf-Datei, ca. 104 KB), wenn Sie diese Stellungnahme lesen möchten.

GEO zu Windenergie und Naturschutz - Juli 2019

Turmfalke in der Luft © www.as-naturfotografie.de

Das Spannungsverhältnis zwischen Windenergie und Naturschutz ist Gegenstand der Titelgeschichte der August-Ausgabe 2019 von GEO: "Gut fürs Klima, schlecht für die Natur? Wie wir das Dilemma der Windkraft lösen."

Auf 20 Magazinseiten holt die Autorin ("Federnlesen. Vom Glück, Vögel zu beobachten") und GEO-Reporterin Johanna Romberg die Leser dort ab, wo sie mehrheitlich sind: Von einem durchweg positiven Standpunkt zur Windenergiewirtschaft - allerdings um dann Zug um Zug faktenbasiert an der Windenergie als sauberer Energie zu zweifeln (Skepsis an der Vereinbarkeit angestrebter Ausbauziele und Naturschutz eingeschlossen). Nicht unpassend zum Schriftzug "Die Welt mit anderen Augen sehen", den GEO auf jeder Ausgabe gleichsam im Schilde führt.

Der Beitrag wird die "grüne" Leserschaft nicht unbedingt erfreuen. Die Menschen möchten an das Gute glauben und an den scheinbaren Gewissheiten festhalten. Dass man Klima und Welt retten kann, wenn man nur einig Vögel, Fledermäuse und Heimatfilm-Kulissen der Großelterngeneration opfert, alles andere aber beim Alten bleiben und man noch sorgloser ein Leben in Saus und Braus führen kann. Der Beitrag trübt diese Aussicht. Gut so.

Nicht ganz so gut ist die Grafik auf S. 53. Bei oberflächlicher Betrachtung könnte man denken: Wie gut, Fledermäuse und Vögel bewegen sich unterhalb der Reichweite der Rotoren moderner Anlagen. Der kleingedruckte Hinweis senkrecht am rechten Grafikrand, dass die Flughöhen sich als statistischer Mittelwert verstehen, werden viele Leser übersehen oder nicht verstehen und umso mehr dem von der Windenergie propagierten Bild folgen, mit den neuen großen und dem Repowering der alten Anlagen werde alles gut. Weit gefehlt. Abendsegler, Rotmilane und Co. fliegen auch in der Rotorreichweite moderner Anlagen.

Auch ist die Aussage weiß auf schwarz auf Seite 62, "65.000 Windräder wären notwendig, um Deutschland bis zum Jahr 2050 auf erneuerbare Energie umzustellen", kaum und nicht einmal für den bloßen Stromverbrauch zutreffend. Denn wenn der Wind nicht weht, genügt auch diese Anzahl nicht und muss Energie aus anderen Quellen fließen. Diese Aussage dürfte, ebenso wie die unglückliche Darstellung der Flughöhen, nicht die Autorin, sondern die GEO-Redaktion ins Blatt gebracht haben.

Die Windenergiewirtschaft ist mit Bezug auf den Titel "Gut fürs Klima, schlecht für die Natur?" nach der Befürchtung vieler schlecht für den Naturschutz - und fürs Klima nur bedingt von Nutzen und allein kein ausreichender Beitrag für eine bedarfsgerechte sichere Energie- und wohl nicht einmal Stromversorgung. Leider. Daher werden manche Leser zweifeln, ob man - wie im Untertitel - von einem echten Dilemma sprechen kann. Und sollte es dieses Dilemma geben: Wie es gelöst werden kann, bleibt das Geheimnis der Redaktion und einer klimabewegten Nation.

Zum 50. Jahrestag der Mondlandung - Juli 2019

Mond © www.wunderbare-erde.de

Vor 50 Jahren betrat der Mensch den Mond. Ein grenzüberschreitendes Ereignis, mehr als die Entdeckung der Neuen Welt knapp 500 Jahre zuvor. Es war nicht zuletzt ein Ergebnis eines ressourcenraubenden Wettlaufs zwischen der UdSSR und den USA.

Papst Paul VI. nannte die Astronauten der nach dem römischen Gott Apollo benannten Mission an jenem 21. Juli 1969 ehrerbietend "Eroberer des Mondes". Das missdeutete göttliche Wort aus der Genesis an den Menschen hatte sich auf die Erde beschränkt: "Macht Euch die Erde untertan." Von Mond und Weltraum war nicht die Rede.

Der menschliche Forschergeist ist in unendliche Weiten vorgedrungen. Doch die Euphorie von damals ist verflogen. Um die Erde treiben hunderttausende Bruchstücke Weltraumschrott. Der Weltraum ist von strategischer Bedeutung für Spionage, Sabotage, Angriff und Verteidigung. Die existentielle Not des Menschen hat darüber nicht abgenommen. Was könnte für die Sache des Menschen erreicht werden, kämen ihr die milliardenschweren Aufwendungen für die Raumfahrt zugute.

Von der Ferne des Mondes fällt der Blick auf einen kleinen blauen Planeten, an dessen Natur das menschliche Leben allem wissenschaftlich-technischen Fortschritt zum Trotz gebunden bleibt - wie es Horst Stern sagte - lebend an ihr Leben, leidend an ihr Leiden, sterbend an ihr Sterben. Bis auf weiteres ausweglos.

Reportage über EGE in "Flugbegleiter" - Juli 2019

"Immer noch kommen Eulen und andere Großvögel an ungesicherten Mittelspannungsmasten ums Leben. Dabei müssten diese laut Gesetz längst umgerüstet sein. "Damit kein Uhu mehr den Stromtod stirbt." So überschreibt Johanna Romberg, Autorin des Buches "Federnlesen. Vom Glück, Vögel zu beobachten" im Online-Magazin für Natur und Vogelwelt "Flugbegleiter" ihren Beitrag über die Arbeit der EGE . Klicken Sie bitte hier, wenn Sie den Beitrag lesen möchten. (Die Beiträge auf den Seiten der "RiffReporter" sind Qualitätsjournalismus ohne Werbung und kosten einen übershaubaren Beitrag.)

Ein Tag im Dienst der EGE mit der Deutschen Bahn - Juli 2019

Weinbergschnecke © www.as-naturfotografie.de

EGE-Geschäftsführer Wilhelm Breuer ist an diesem Tag mit dem Bürgermeister einer Gemeinde in der Kölner Bucht verabredet. Die Gemeinde plant neue Baugebiete. Betroffen sind mindestens fünf von elf Steinkauzvorkommen. Breuer nimmt Urlaub, in Hannover den Zug nach Köln und erreicht mit 80 minütiger Verspätung den Zielort, allerdings noch rechtzeitig zum Termin, denn Breuer hat vorsorglich zwei Stunden Verspätung eingerechnet. Er fährt viel mit der Bahn und geht deswegen auf Nummer sicher. Das Gespräch verläuft in freundlicher Atmosphäre und konstruktiv. Doris Siehoff, die das Steinkauzprojekt in der Region leitet, ist auch dabei.

Später in Köln will Breuer um 18:48 Uhr den ICE Richtung Hannover nehmen und zurück nach Hause fahren. Doch der Zug ist nicht am Gleis. Die angezeigte Verspätung steigert sich in 10 Minuten-Schritten von 10 auf 40 Minuten. Danach meldet die Deutsche Bahn den Zugausfall. Breuer nimmt wie ungefähr zweihundert andere Reisende den nächsten ICE, der die Anzahl der Fahrgäste kaum aufnehmen kann. Von Köln bis Bielefeld (fast zwei Stunden) teilt sich Breuer mit acht anderen Personen den Platz zwischen zwei Wagen - mal stehend, mal liegend. Beim Halt in Bielefeld werden die Reisenden zum Verlassen des Zuges aufgefordert. Wegen Überfüllung müsse der Zug hier enden. Breuer verlässt mit einigen anderen Fahrgästen verärgert den Zug. Doch was dann? Kurz darauf fährt der ICE mit den verbliebenen Fahrgästen ab. Die Deutsche Bahn hat nur Ballast abwerfen wollen und zu diesem Zweck die Fahrgäste dreist belogen.

Schließlich erreicht Breuer Hannover um 23:50 Uhr - mit einer Verspätung von 142 Minuten. Rechnet man die Verspätung des Vormittags hinzu, beläuft sich der Zeitverlust auf 222 Minuten. Die Fahrzeit von Köln bis Hannover (270 km) betrug inklusive Wartezeit in Köln und Bielefeld 302 Minuten. Damit ergibt sich eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 54 km/h. In der Zeit füllte Breuer die Fahrgastrechte-Formulare aus, um das Reisekostenbudget der EGE zu schonen.

Wie die Deutschen schon angesichts ihrer Bahnprobleme die Verkehrswende, die Energiewende und die Agrarwende zustande bringen und nebenbei die Welt retten wollen, bleibt für die EGE ein Rätsel. Insider berichten ähnliches aus der Bundeswehr. Immerhin das ist eine gute Nachricht, sollten die USA demnächst den Bündnisfall ausrufen.

Frühere Bundestrainerin ist mehrfache Eulenpatin - Juli 2019

Peter Josef Müller und Tina Theune mit Steinkauz © Ulrike Lommel

Natürlich verfolgt Tina Theune (im Bild mit Steinkauz und Peter Josef Müller) seit Wochen die Frauenfußball-Weltmeisterschaft in Frankreich. Trotzdem: die frühere Bundestrainerin der deutschen Frauen-Nationalmannschaft hat zur selben Zeit ebenso aufmerksam die Entwicklung der beiden jungen Uhus im Ahrtal via Webcam verfolgt. "Die liebevolle Interaktion der beiden Küken hat mich beeindruckt und ebenso der Einsatz von Stefan Brücher", sagt die ehemalige Trainerin.

Die dreifache Europameisterin, die ihre Nationalelf 2003 zur Weltmeisterschaft führte, übernahm kurzerhand die Patenschaft für beide Uhus. Auch die Namen für die beiden Patenuhus waren bald gefunden: Loretta und Leonardo. Die Namen erinnern an die Uhueltern Lotte und Leo. Tina Theune mag Uhus. Die beiden Patenschaften sind nicht ihre ersten. Zudem ist sie Patin eines Steinkauzes (Athene noctua). Zu dieser Patenschaft bewog sie die bei den Olympischen Spielen in Athen gewonnene Bronzemedaille.

Die Profifußballerin war es auch, die dem Kinderbuch der EGE zum Titel verhalf: "Wo die Eule schläft". Bei einem Schuss in den Torwinkel, so eine brasilianische Fußballweisheit, trifft man in Brasilien dort, "wo die Eule schläft".

Bäumefällen kostet Waldohreule das Leben - Juli 2019

Drei gerettete Waldohreulen im Eimer © Rolf Thiemann

Der Sommer ist keine Zeit fürs Bäumefällen - auch in Gärten nicht, selbst wenn es nur ein paar Fichten sind. Das zeigt eindrücklich und auf traurige Weise ein Fall aus den letzten Tagen aus Nordrhein-Westfalen. Obwohl in den Bäumen Waldohreulen nisten, legten die Arbeiter die Bäume um. Den ausdrücklichen Hinweis von Anwohnern auf die Brut der Eulen schlugen die Arbeiter in den Wind. Der herbeigerufene örtliche Naturschutzbeauftragte, Rolf Thiemann, der die Arbeiten stoppen wollte, wurde beschimpft. Aus dem am Boden liegenden Geäst der Bäume waren die Schreie der hilflosen Jungvögel zu hören. Drei von vier Jungvögel wurden lebend gefunden (im Bild). Der vierte Jungvogel hat die Aktion nicht überlebt. Die Polizei untersagte ein weiteres Fällen und ermittelt.

Sehnsucht nach Natur wachhalten - Juli 2019

Junge Rauchschwalben © www.as-naturfotografie.de

In diesem Jahr begeht die Umweltzeitung des Braunschweiger Umweltzentrums den 25. Geburtstag. Zu diesem Jubiläum schrieb für die aktuelle Ausgabe EGE-Geschäftsführer Wilhelm Breuer einen Gastbeitrag. Klicken Sie bitte hier (pdf-Datei, ca. 200 KB), wenn Sie den Beitrag lesen möchten. Mehr über diese Zeitung finden Sie hier.

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