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Nachrichten

Obstbaumschnitt für den Kauz - September 2017

Obstbäume in der Voreifel © Sonia Weinberger

Wer freut sich jetzt nicht über erntefrische Äpfel und Birnen? Allerdings stammt nur ein verschwindend geringer Teil des Obstes von Bäumen, wie sie der Steinkauz liebt. Die Obstplantagen - beispielsweise im Alten Land oder bei Bonn - bieten dem Kauz keinen Lebensraum. Die Bäume sind zu klein und die Bewirtschaftung ist zu intensiv. Wie anders die alten Obstbäume am Rande der Dörfer in der Kölner Bucht. Doch das wirtschaftliche Interesse an diesen Bäumen ist erloschen. Niemand pflegt die Bäume, die einer regelmäßigen Pflege bedürfen, sollen sie nicht vorzeitig sterben. Als wäre das noch nicht Problem genug, breitet sich in den Ästen dieser Bäume die Mistel aus. Sie raubt den geschwächten Bäumen die letzte Kraft.

Es ist Zeit fürs Auslichten der vergreisten Kronen, um den kraftlosen Bäumen neues Leben einzuhauchen. "Weil die Bäume schön sind, ihr Obst gesund ist und der Steinkauz diese Bäume braucht", sagt Stefan Brücher von der EGE. Zusammen mit Peter Josef Müller hat er im letzten Winter mehr als hundert der alten Bäume in der Voreifel einen beherzten Rückschnitt verpasst. Alles für den Kauz und hoffentlich nicht für die Katz`. Vielleicht mögen Sie diese Arbeit der EGE finanziell unterstützen. Ihre Spende ist hochwillkommen.

Drei junge Steinkäuze © Achim Schumacher

Das leise Sterben der Insekten - September 2017

Silbergrüner Bläuling © www.wunderbare-erde.de

Die neue Ausgabe der Zeitschrift "Nationalpark" ist da. In dem 46 Seiten starken Heft 3/2017 finden Sie u.a. die Titelgeschichte "Das leise Sterben der Insekten" (pdf-Datei, ca. 360 KB). Prof. Herbert Zucchi legt darin die Gründe für den nach Arten und Individuen gemessen dramatischen Schwund dar. Weitere der zahlreichen Beiträge befassen sich mit der "Nationalpark-Posse aus Bayern" sowie "Mini-Saurier im Gartenteich".

Die Zeitschrift "Nationalpark" berichtet seit 1974 viermal jährlich über die Entwicklung deutscher Nationalparke, großer Schutzgebiete und aus dem Naturschutz. Die Zeitschrift leistet sich, was in der deutschen Zeitschriftenlandschaft eine Ausnahme ist: einen unabhängigen, kritischen und fundierten Blick auf die Sache des Naturschutzes. Werden auch Sie Leser von "Nationalpark"!

Herausgeber der Zeitschrift ist der "Verein der Nationalpark-Freunde e.V." Die Zeitschrift erscheint im Oekom Verlag. Die EGE empfiehlt diese Zeitschrift mit den Worten, die der Gründer der Zeitschrift, der Journalist Horst Stern, für sie gefunden hat: "Besser kann man Papier aus dem Holz der Bäume nicht nutzen". Vielleicht haben Sie Interesse an einem Probeabo der Zeitschrift "Nationalpark". Informationen für ein Probeabo finden Sie hier: Probeabo Nationalpark.

Uhuvorkommen übersehen? - August 2017

Drei junge Uhus © www.wunderbare-erde.de

Die Windenergiewirtschaft macht häufig Negativschlagzeilen im Vogelschutz. So auch aktuell zwischen Aachen und Düsseldorf, genaugenommen in der Gemeinde Aldenhoven im Kreis Düren. Dort sind in einem Sonderbaugebiet für Windenergie fünf Windenergieanlagen errichtet worden. Nun sollte eine sechste Anlage hinzukommen. Keine 500 m vom Standort dieser Anlage entfernt brüten nachweislich seit 2013 Uhus. Das hat Gemeinde und Behörden nicht gehindert, hier Windenergieanlagen zuzulassen. Dazu dürften maßgeblich artenschutzfachliche Gutachten beigetragen haben. Bei den Bestandsaufnahmen für diese Gutachten wurden nämlich damals wie heute angeblich keine Uhus gefunden. Jetzt fordert die EGE, der sechsten Anlage die Zulassung zu versagen und für die bestehenden fünf Anlagen Abschaltzeiten zur Nacht durchzusetzen.

Klicken Sie bitte hier (pdf-Datei, ca. 80 KB), wenn Sie das Schreiben der EGE an den Landrat des Kreises Düren lesen möchten. Dass die Vorkommen entscheidungserheblicher Arten bei der Planung und Zulassung von Windenergieanlagen übersehen werden, unter den Tisch fallen oder die Lebensstätten solcher Arten zielgerichtet zerstört werden, ist kein Einzelfall. Erst vor wenigen Wochen hatte das Verwaltungsgericht Aachen die Zulassung von Windenergieanlagen für rechtswidrig erklärt, weil ein Schwarzstorchnest in nächster Nähe zu geplanten Windenergieanlagen nicht berücksichtigt worden war. Gutachter des Investors war derselbe wie in Aldenhoven.

Kinderbücher der EGE für die Schultüte - August 2017

Sperlingskauz © Gunther Zieger

Die Schulferien enden. Das neue Schuljahr beginnt. Für die Schultüte der Erstklässler empfiehlt die EGE die beiden von ihr herausgegebenen Kinderbücher "Wo die Eule schläft" und "Wer die Eule liebt". Die Bücher eröffnen Kindern einen emotionalen Zugang zur Natur. Einzelheiten lesen Sie bitte hier.

EGE trauert um Dr. Theodor Mebs - August 2017

Junge Uhus © www.wunderbare-erde.de

Am 24. Juli 2017 verstarb Dr. Theodor Mebs im Alter von 87 Jahren. Von 1970 bis 1995 arbeitete er an der Staatlichen Vogelschutzwarte des Landes Nordrhein-Westfalen; seit 1978 war er ihr Leiter. Theodor Mebs war einer der besten Kenner europäischer Greifvogel- und Eulenarten. Einem breiten Publikum ist er als Autor zahlreicher Bücher über diese Artengruppen bekannt geworden, so auch als Mitautor des Standardwerks "Die Eulen Europas", das er zusammen mit Dr. Wolfgang Scherzinger 2008 komplett überarbeitet und aktualisiert hatte. Bis zuletzt galt seine ganze Aufmerksamkeit dem Vogelschutz.

EGE und Dr. Theodor Mebs waren mehr als 40 Jahre freundschaftlich verbunden. Die EGE verdankt ihm fachlichen Rat, zahlreiche Anregungen und vielfältige Unterstützung. An der EGE hat Dr. Theodor Mebs auch insofern Anteil, weil er den 2006 verstorbenen Gründer der EGE, Wilhelm Bergerhausen, Ende der 1970er Jahre zur Aktion zur Wiedereinbürgerung des Uhus (AzWU) führte.

Die EGE hat einen Freund und Förderer, die Eulen Europas einen ihrer profiliertesten Fürsprecher verloren.

Hildesheimer Domuhus - Juli 2017

Die drei jungen Domuhus © Angelika Krüger

Hildesheim am Rand des Harzes ist aktuell arg vom Hochwasser betroffen; der auf einem Hügel gelegene Dom allerdings nicht. Die drei jungen Uhus, die in diesem Jahr im Kreuzgang des Domes geschlüpft sind, sind dem Dom immer noch eng verbunden. In den Abendstunden sitzen sie im Scheinwerferlicht des Vierungsturmes (im Bild), unternehmen von dort aus kurze Flüge auf die Dächer des Domes und die Nachbargebäude, aber auch in den Kreuzgang. Denn darin finden zumeist die Fütterungen statt. Die Nahrung dürfte allerdings in den letzten Tagen knapp geworden sein. Bei Dauerregen fliegt es sich auch für Uhus schlecht, der prasselnde Regen behindert das akustische Orten der Nahrungstiere, wenn sich diese denn bei diesem Wetter überhaupt zeigen. Die Paten der Domuhus, Angelika Krüger und Joachim Achtzehn, schauen jeden Abend und jeden Morgen nach den Uhus und berichten der EGE über die aktuelle Situation am Dom.

Die drei jungen Domuhus © Antje Sell

Die diesjährige Brut der Hildesheimer Domuhus war erst am 01. Juni 2017 bemerkt geworden als einer der Jungvögel überraschend im Kreuzgang auftauchte. Übrigens war erstmals Mitte der 1980er Jahre ein Uhupaar am Dom beobachtet worden. Es hielt sich dort längere Zeit auf; zu einer Brut kam es aber nicht. Schon damals zeigte sich das Bistum Hildesheim für den Schutz der Uhus aufgeschlossen. Vielleicht fehlte es damals nur an einem attraktiven Brutplatz. Davon gibt es heute am Dom mindestens zwei. Zu einer Brut kam es erst 2014 - 30 Jahre später. Dass Uhus lange zuvor, etwa im Mittelalter, am Dom gebrütet haben, weiß man nicht; es wäre aber keineswegs unwahrscheinlich.

Waldkauz und Schleiereule in der Stadtbibliothek Salzgitter - Juli 2017

Schleiereule im Flug © Achim Schumacher

Noch bis zum 21. September 2017 sind in der Stadtbibliothek Salzgitter Präsentationen zu gleich zwei Eulenarten zu sehen: die Ausstellung des NABU Salzgitter über den Waldkauz und der EGE über die Schleiereule. Eröffnet wurde die Präsentation am 25. Juli 2017 mit einem Vortrag von Walter Wimmer "Waldkauz - Lautlos durch die Nacht". Die Kreisgruppe Salzgitter des NABU setzt sich seit vielen Jahrzehnten insbesondere für den Schutz der Schleiereule ein.

Ehren-Uhupatenschaft für Eva Pongratz - Juli 2017

Eva Pongratz (l.) mit Patenschaftsurkunde, Wilhelm Breuer, EGE (r.) © Hans Kiener

Für journalistische Verdienste um den Naturschutz hat die EGE die Redaktionsleiterin der Zeitschrift "Nationalpark", Eva Pongratz, mit einer Ehren-Uhupatenschaft ausgezeichnet. Die Zeitschrift "Nationalpark" berichtet seit 1974 viermal jährlich über die Entwicklung deutscher Nationalparke, großer Schutzgebiete und aus dem Naturschutz. Die Zeitschrift leistet sich, was in der deutschen Zeitschriftenlandschaft eine Ausnahme ist: einen unabhängigen, kritischen und fundierten Blick auf die Sache des Naturschutzes. Herausgeber der Zeitschrift ist der "Verein der Nationalpark-Freunde e. V.".

In der Begründung heißt es: Frau Eva Pongratz

Natur Natur sein lassen. Ein Buchtipp der EGE - Juli 2017

Buchcover: Hans Bibelriether 'Natur Natur sein lassen'

Hans Bibelriether ist der profilierteste Kenner des ersten Nationalparks in Deutschland: des 1970 gegründeten Nationalparks "Bayerischer Wald". Im gerade erschienenen Buch "Natur Natur sein lassen" schildert Bibelriether die Entstehungsgeschichte dieses Nationalparks - aus der Perspektive des Insiders. Bibelriether hat die Geschicke des Nationalparks 30 Jahre an führender Stelle mitgeformt und die Nationalparkidee vor wirtschaftlicher und touristischer Vereinnahmung verteidigt. Klicken Sie bitte hier, wenn Sie die Rezension lesen möchten.

Hildesheimer Domuhus verlassen Kreuzgang - Juli 2017

Zwei der drei Domuhus im Kreuzgang © Joachim Achtzehn

Der älteste der drei jungen Hildesheimer Domuhus, die seit Anfang Juni als Infanteristen den Kreuzgang am Dom bewohnt haben, hat am 01. Juli selbständig das ummauerte Geviert verlassen und ist tags darauf in der Umgebung des Domes gesehen worden. Die beiden Geschwister befanden sich am 09. Juli noch im Kreuzgang; einer der beiden hält sich tagsüber in der Gaube in einer Dachschräge über dem Kreuzgang auf. Genau dort waren die drei Uhus um Ostern herum geschlüpft. Diesen Brutplatz hatten Bistum und EGE 2014 eigens für Uhus eingerichtet. Bisher hatten die Uhus aber stets im Westwerk des Domes gebrütet.

Während ihrer Infanteristenphase versteckten sich die drei Uhus in der Vegetation des Kreuzganges oder für Besucher zwar sichtbar, aber unerreichbar an der Apsis des Domes hinter dem Wurzelstock des legendären 1.000jährigen Rosenstocks. Dort waren die drei auch aus dem Inneren der Domkrypta heraus zu sehen. Am 17. Juni hat Armin Kreusel die Uhus mit Ringen der Vogelwarte Helgoland gekennzeichnet. Es ist damit zu rechnen, dass auch die beiden verbliebenen jungen Uhus den Kreuzgang in den nächsten Tagen verlassen und das außerhalb gelegene Revierzentrum des Uhupaares ansteuern werden. Wenn alles gut geht, werden die Jungvögel noch ungefähr bis September von den Altvögeln betreut. Anschließend werden die Jungvögel versuchen, eigene Reviere im Umland von Hildesheim zu besetzen. Allerdings sind die noch unerfahrenen Jungvögel mehr noch als die Altvögel enormen Gefahren ausgesetzt. Dazu zählen beispielsweise in der Stadt Glasfassaden, der Auto- und Schienenverkehr, Drähte im Luftraum und Schornsteine.

Die drei Hildesheimer Domuhus haben Paten gefunden: Joachim Achtzehn, Angelika Krüger und Tarek Abu Ajamieh. Sie haben sich in besonderer Weise für den Schutz der Uhus eingesetzt. Die EGE dankt diesen Personen deshalb mit einer Ehrenpatenschaft. Die EGE dankt zudem allen Menschen am Dom, insbesondere dem Domdechanten Weihbischof Heinz-Günter Bongartz, dem Umweltbeauftragten des Bistums Jürgen Selke-Witzel, Herrn Edmund Deppe von der Kirchenzeitung sowie den Domküstern Herrn Körner, Herrn Musiol und Herrn Raulfs, den Hausmeistern und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Dommuseums.

Domuhu im Kreuzgang © Joachim Achtzehn

Habichtskäuze im Fichtelgebirge - Juli 2017

Habichtskauz © www.wunderbare-erde.de

Im Nationalpark Bayerischer Wald gibt es eine kleine Habichtskauz-Population. Es ist bisher das einzige Vorkommen dieser Eulenart in Deutschland. Das könnte sich ändern, denn jetzt werden sechs kleine in Tiergärten geschlüpfte Habichtskäuze im Steinwald auf ein Leben in Freiheit vorbereitet. Der Steinwald ist Teil des oberpfälzischen Fichtelgebirges. Der Träger des Projektes, der "Verein für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern", erhofft sich von der späteren Freilassung der Vögel eine dauerhafte Etablierung der waldbewohnenden Eulenart im Steinwald. Zur Pressemitteilung zu diesem Projekt gelangen Sie hier (pdf-Datei, ca. 152 KB).

Der Habichtskauz starb in Deutschland vor etwa 100 Jahren aus. Im Rahmen eines Wiederansiedlungsprojektes im Nationalpark Bayerischer Wald wurden von 1975 bis 2005 über 200 Habichtskäuze freigelassen. Die erste Brut frei lebender Habichtskäuze wurde dort 1989 nachgewiesen. Derzeit lebt im Bayerischen Wald eine kleine, vermutlich sich selbst tragende Population. Klicken Sie bitte hier, wenn Sie mehr über den Habichtskauz erfahren möchten.

Eulen-Rundblick Nr. 67/2017 erschienen - Juni 2017

Titelseite Eulen-Rundblick 67

Die neue Ausgabe des Eulen-Rundblicks ist da. Der Eulen-Rundblick ist keine Zeitschrift der EGE, sondern die Zeitschrift der Arbeitsgemeinschaft zum Schutz bedrohter Eulen (AG Eulen). Das 112 Seiten umfassende Heft erscheint im 41. Jahr des Bestehens der AG Eulen.

Die Beiträge der EGE in Heft 67 liegen als PDF-Dateien vor. Klicken Sie die Beiträge bitte an, wenn Sie diese lesen möchten. Wir veröffentlichen die Beiträge an dieser Stelle mit freundlicher Zustimmung der Schriftleitung des Eulen-Rundblicks.

Der Eulen-Rundblick erscheint einmal jährlich. Er enthält Originalbeiträge, Fachberichte und Informationen über Biologie und Schutz der Eulen. Das Jahresabonnement kostet 15 Euro einschließlich Porto und Versandkosten. Bestellungen richten Sie bitte an Herrn Klaus Hillerich, Röntgenstr. 7, 64823 Groß-Umstadt,  klaus.hillerich@t-online.de.

Domuhus sind Publikumsmagnet - Juni 2017

Uhuweibchen am Brutplatz © Edmund Deppe

Am 01. Juni 2017 ist der erste der drei diesjährigen Hildesheimer Domuhus im Kreuzgang des Domes gelandet. Inzwischen sind auch die beiden Geschwister dort angekommen - zur Freude vieler Besucher. Tagsüber verstecken sich die Uhus in der Vegetation (manchmal auch am Fuß des legendären 1.000jährigen Rosenstocks an der Apsis des Domes) oder sie vertrauen regungslos verharrend auf ihre Tarnung. Zumeist lässt sich aber mit etwas Geduld einer der Jungvögel gut beobachten.

Natürlich sind die Besucher aufgefordert, die Uhus nur aus der gebotenen Distanz heraus zu betrachten. Die allermeisten Besucher verhalten sich sehr verständnisvoll. Dazu trägt ein Flyer des Bistums Hildesheim bei (pdf-Datei, ca. 1,82 MB), der auf vorbildliche Weise über die Domuhus informiert.

Nach der allabendlichen Schließung des Kreuzganges erwarten die jungen Uhus die Altvögel mit Nahrung. Das Uhuweibchen zeigt sich bald darauf in der Dachgaube (wie im Bild oben), wo es den Tag verbringt und vermutlich immer wieder einen kritischen Blick auf das Geschehen im Kreuzgang hat. Der Hildesheimer Dom ist Weltkulturerbe, enthält bedeutende Kunstschätze und ist mit den Uhus um eine Attraktion reicher. In den nächsten ein, zwei Wochen dürften die jungen Uhus erste Flugversuche unternehmen und sich über die Dächer einen Weg aus dem sicheren Geviert des Kreuzganges ins Weite suchen.

Schleiereulen-Ausstellung in Sögel - Juni 2017

Grafik mit Schleiereulen © Andreas Schüring

Bis Ende August 2017 ist im Rathaus in Sögel im Emsland eine Ausstellung beeindruckender Schleiereulenfotos des Naturfotografen Dr. Andreas Schüring zu sehen: "Schleiereulen im Emsland - eine Fotodokumentation". Die Schleiereulen-Rollups der Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e. V. komplettieren die Ausstellung. Bei der Ausstellungseröffnung am 01. Juni begrüßte Dr. Andreas Schüring mehr als 50 Gäste, darunter auch den Geschäftsführer der EGE, Wilhelm Breuer, der ein Grußwort sprach und auf die allgegenwärtigen Gefährdungen der Schleiereule hinwies. Dr. Andreas Schüring erläuterte anhand der präsentierten Aufnahmen Besonderheiten aus Biologie, Lebensweise und Verhalten der Schleiereule und eröffnete den Zuhörern subtile Einblicke in die Technik der Naturfotografie.

Die Ausstellung ist während der Rathaus-Öffnungszeiten zu sehen. Bis zum 25. August können in Absprache mit Ingrid Cloppenburg von der Gemeinde Sögel (Tel.: 05952 - 206 215) Führungen für größere und kleinere Gruppen angeboten werden.

Dr. Andreas Schürings Fotos setzen die Schleiereule auf wunderbare Weise ins Bild und werben eindrücklich für den Schutz der anmutigen Eule, die früher in beinahe in jedem Dorf in Kirchturm oder Scheunen brütete.

Was ist mit den Hildesheimer Domuhus? - Juni 2017

Zwei der drei jungen Domuhus 2017 © Fabian Ossenkopp/Bistum Hildesheim

In diesem Jahr blieb es weitgehend still um die Uhus am Hildesheimer Dom. Sie schienen erstmals seit 2014 verschwunden zu sein. Jedenfalls gab es keine Anzeichen für eine Brut im Westwerk, wo 2014, 2015 und 2016 Uhus gebrütet hatten.

Dann aber fand der Hausmeister des Domes, Herr Ossenkopp, am Morgen des 01.06.2017 einen etwa sechs Wochen alten Jungvogel im Kreuzgang des Domes. Rasch stellte sich heraus: Die Uhus haben doch gebrütet, allerdings nicht im Westwerk, sondern im Ende 2014 über dem Kreuzgang eingerichteten Uhunistkasten, den die Uhus die Jahre zuvor beständig ignoriert hatten.

Der Umweltbeauftragte des Bistums Hildesheim, Jürgen Selke-Witzel, und Wilhelm Breuer von der EGE staunten nach dem Fund bei der Inspektion des Kastens nicht schlecht: Darin saßen die Uhumutter und zwei weitere junge Uhus (ein jüngeres und das jüngste der drei Geschwister). "Wir waren im Frühjahr bei der Suche nach den Uhus wie die Uhus die Jahre zuvor auf das Westwerk des Doms fixiert", kommentierte Wilhelm Breuer die neue Lage. Die Dachgaube hatte eigentlich geschlossen werden sollen, weil sie Tauben anlockte, die sich aber seit einiger Zeit rarmachen im Kreuzgang. Jetzt ist klar, warum. Uhus fressen Tauben.

Die drei Uhus müssen ungefähr zu Ostern geschlüpft sein. Am Pfingstsonntag ist auch der mittlere der drei Jungvögel in den Kreuzgang gesprungen. Der jüngste der drei wird vermutlich auch bald unten landen. Noch sitzt er im Kasten; das Uhuweibchen ist an seiner Seite. Bis auf Weiteres ist der Kreuzgang des Domes also auch ein Uhukindergarten. Die jungen Uhus werden demnächst erste Flugversuche im Kreuzgang unternehmen und später hoffentlich den Weg aus dem Kreuzgang heraus in das Umland des Domes finden.

Die Verantwortlichen des Bistums Hildesheim freuen sich über den unverhofften Uhunachwuchs. Nun kommt es auf das Verständnis der Besucher des Kreuzganges an: Natürlich kann man die Uhus im Kreuzgang beobachten; die Besucher sind aber gebeten, Distanz zu halten und die Uhus nicht zu stören. Von 18 bis 10 Uhr ist der Kreuzgang für Besucher geschlossen. In der Zeit gehört der Kreuzgang allein den Uhus. In den Nachtstunden werden die Jungvögeln von den Eltern mit Nahrung versorgt.

Die EGE bedankt sich schon heute für die Rücksichtnahme der Besucher und das große Verständnis der Mitarbeiter des Bistums Hildesheim!

Das überraschende Ergebnis einer Studie - Juni 2017

Windenergieopfer Mäusebussard © Manfred Knake

"Der Preis des Fortschritts. Der Mäusebussard und das überraschende Fazit einer Studie". So ist ein Beitrag von EGE-Geschäftsführer Wilhelm Breuer in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Nationalpark“ überschrieben. Der Autor befasst sich darin mit der sogenannten Progress-Studie, welche Vogelverluste an Windenergieanlagen untersucht hat. Klicken Sie bitte hier (pdf-Datei, ca. 196 KB), wenn Sie den Beitrag in Heft 2/2017 der Zeitschrift lesen möchten. Außerdem finden Sie in dem 46 Seiten umfassenden Heft eine Vielzahl von Informationen und Beiträgen.

Die Zeitschrift "Nationalpark" berichtet seit 1974 viermal jährlich über die Entwicklung deutscher Nationalparke, großer Schutzgebiete und aus dem Naturschutz. Die Zeitschrift leistet sich, was in der deutschen Zeitschriftenlandschaft eine Ausnahme ist: einen unabhängigen, kritischen und fundierten Blick auf die Sache des Naturschutzes.

Herausgeber der Zeitschrift ist der "Verein der Nationalpark-Freunde e.V." Die Zeitschrift erscheint im Oekom Verlag. Die EGE empfiehlt diese Zeitschrift mit den Worten, die der Gründer der Zeitschrift, der Journalist Horst Stern, für sie gefunden hat: "Besser kann man Papier aus dem Holz der Bäume nicht nutzen". Vielleicht haben Sie Interesse an einem Probeabo der Zeitschrift "Nationalpark". Informationen für ein Probeabo finden Sie hier: Probeabo Nationalpark.

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