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Nachrichten

Kinderbücher der EGE für die Schultüte - August 2017

Sperlingskauz © Gunther Zieger

Die Schulferien enden. Das neue Schuljahr beginnt. Für die Schultüte der Erstklässler empfiehlt die EGE die beiden von ihr herausgegebenen Kinderbücher "Wo die Eule schläft" und "Wer die Eule liebt". Die Bücher eröffnen Kindern einen emotionalen Zugang zur Natur. Einzelheiten lesen Sie bitte hier.

EGE trauert um Dr. Theodor Mebs - August 2017

Junge Uhus © www.wunderbare-erde.de

Am 24. Juli 2017 verstarb Dr. Theodor Mebs im Alter von 87 Jahren. Von 1970 bis 1995 arbeitete er an der Staatlichen Vogelschutzwarte des Landes Nordrhein-Westfalen; seit 1978 war er ihr Leiter. Theodor Mebs war einer der besten Kenner europäischer Greifvogel- und Eulenarten. Einem breiten Publikum ist er als Autor zahlreicher Bücher über diese Artengruppen bekannt geworden, so auch als Mitautor des Standardwerks "Die Eulen Europas", das er zusammen mit Dr. Wolfgang Scherzinger 2008 komplett überarbeitet und aktualisiert hatte. Bis zuletzt galt seine ganze Aufmerksamkeit dem Vogelschutz.

EGE und Dr. Theodor Mebs waren mehr als 40 Jahre freundschaftlich verbunden. Die EGE verdankt ihm fachlichen Rat, zahlreiche Anregungen und vielfältige Unterstützung. An der EGE hat Dr. Theodor Mebs auch insofern Anteil, weil er den 2006 verstorbenen Gründer der EGE, Wilhelm Bergerhausen, Ende der 1970er Jahre zur Aktion zur Wiedereinbürgerung des Uhus (AzWU) führte.

Die EGE hat einen Freund und Förderer, die Eulen Europas einen ihrer profiliertesten Fürsprecher verloren.

Hildesheimer Domuhus - Juli 2017

Die drei jungen Domuhus © Angelika Krüger

Hildesheim am Rand des Harzes ist aktuell arg vom Hochwasser betroffen; der auf einem Hügel gelegene Dom allerdings nicht. Die drei jungen Uhus, die in diesem Jahr im Kreuzgang des Domes geschlüpft sind, sind dem Dom immer noch eng verbunden. In den Abendstunden sitzen sie im Scheinwerferlicht des Vierungsturmes (im Bild), unternehmen von dort aus kurze Flüge auf die Dächer des Domes und die Nachbargebäude, aber auch in den Kreuzgang. Denn darin finden zumeist die Fütterungen statt. Die Nahrung dürfte allerdings in den letzten Tagen knapp geworden sein. Bei Dauerregen fliegt es sich auch für Uhus schlecht, der prasselnde Regen behindert das akustische Orten der Nahrungstiere, wenn sich diese denn bei diesem Wetter überhaupt zeigen. Die Paten der Domuhus, Angelika Krüger und Joachim Achtzehn, schauen jeden Abend und jeden Morgen nach den Uhus und berichten der EGE über die aktuelle Situation am Dom.

Die drei jungen Domuhus © Antje Sell

Die diesjährige Brut der Hildesheimer Domuhus war erst am 01. Juni 2017 bemerkt geworden als einer der Jungvögel überraschend im Kreuzgang auftauchte. Übrigens war erstmals Mitte der 1980er Jahre ein Uhupaar am Dom beobachtet worden. Es hielt sich dort längere Zeit auf; zu einer Brut kam es aber nicht. Schon damals zeigte sich das Bistum Hildesheim für den Schutz der Uhus aufgeschlossen. Vielleicht fehlte es damals nur an einem attraktiven Brutplatz. Davon gibt es heute am Dom mindestens zwei. Zu einer Brut kam es erst 2014 - 30 Jahre später. Dass Uhus lange zuvor, etwa im Mittelalter, am Dom gebrütet haben, weiß man nicht; es wäre aber keineswegs unwahrscheinlich.

Waldkauz und Schleiereule in der Stadtbibliothek Salzgitter - Juli 2017

Schleiereule im Flug © Achim Schumacher

Noch bis zum 21. September 2017 sind in der Stadtbibliothek Salzgitter Präsentationen zu gleich zwei Eulenarten zu sehen: die Ausstellung des NABU Salzgitter über den Waldkauz und der EGE über die Schleiereule. Eröffnet wurde die Präsentation am 25. Juli 2017 mit einem Vortrag von Walter Wimmer "Waldkauz - Lautlos durch die Nacht". Die Kreisgruppe Salzgitter des NABU setzt sich seit vielen Jahrzehnten insbesondere für den Schutz der Schleiereule ein.

Ehren-Uhupatenschaft für Eva Pongratz - Juli 2017

Eva Pongratz (l.) mit Patenschaftsurkunde, Wilhelm Breuer, EGE (r.) © Hans Kiener

Für journalistische Verdienste um den Naturschutz hat die EGE die Redaktionsleiterin der Zeitschrift "Nationalpark", Eva Pongratz, mit einer Ehren-Uhupatenschaft ausgezeichnet. Die Zeitschrift "Nationalpark" berichtet seit 1974 viermal jährlich über die Entwicklung deutscher Nationalparke, großer Schutzgebiete und aus dem Naturschutz. Die Zeitschrift leistet sich, was in der deutschen Zeitschriftenlandschaft eine Ausnahme ist: einen unabhängigen, kritischen und fundierten Blick auf die Sache des Naturschutzes. Herausgeber der Zeitschrift ist der "Verein der Nationalpark-Freunde e. V.".

In der Begründung heißt es: Frau Eva Pongratz

Natur Natur sein lassen. Ein Buchtipp der EGE - Juli 2017

Buchcover: Hans Bibelriether 'Natur Natur sein lassen'

Hans Bibelriether ist der profilierteste Kenner des ersten Nationalparks in Deutschland: des 1970 gegründeten Nationalparks "Bayerischer Wald". Im gerade erschienenen Buch "Natur Natur sein lassen" schildert Bibelriether die Entstehungsgeschichte dieses Nationalparks - aus der Perspektive des Insiders. Bibelriether hat die Geschicke des Nationalparks 30 Jahre an führender Stelle mitgeformt und die Nationalparkidee vor wirtschaftlicher und touristischer Vereinnahmung verteidigt. Klicken Sie bitte hier, wenn Sie die Rezension lesen möchten.

Hildesheimer Domuhus verlassen Kreuzgang - Juli 2017

Zwei der drei Domuhus im Kreuzgang © Joachim Achtzehn

Der älteste der drei jungen Hildesheimer Domuhus, die seit Anfang Juni als Infanteristen den Kreuzgang am Dom bewohnt haben, hat am 01. Juli selbständig das ummauerte Geviert verlassen und ist tags darauf in der Umgebung des Domes gesehen worden. Die beiden Geschwister befanden sich am 09. Juli noch im Kreuzgang; einer der beiden hält sich tagsüber in der Gaube in einer Dachschräge über dem Kreuzgang auf. Genau dort waren die drei Uhus um Ostern herum geschlüpft. Diesen Brutplatz hatten Bistum und EGE 2014 eigens für Uhus eingerichtet. Bisher hatten die Uhus aber stets im Westwerk des Domes gebrütet.

Während ihrer Infanteristenphase versteckten sich die drei Uhus in der Vegetation des Kreuzganges oder für Besucher zwar sichtbar, aber unerreichbar an der Apsis des Domes hinter dem Wurzelstock des legendären 1.000jährigen Rosenstocks. Dort waren die drei auch aus dem Inneren der Domkrypta heraus zu sehen. Am 17. Juni hat Armin Kreusel die Uhus mit Ringen der Vogelwarte Helgoland gekennzeichnet. Es ist damit zu rechnen, dass auch die beiden verbliebenen jungen Uhus den Kreuzgang in den nächsten Tagen verlassen und das außerhalb gelegene Revierzentrum des Uhupaares ansteuern werden. Wenn alles gut geht, werden die Jungvögel noch ungefähr bis September von den Altvögeln betreut. Anschließend werden die Jungvögel versuchen, eigene Reviere im Umland von Hildesheim zu besetzen. Allerdings sind die noch unerfahrenen Jungvögel mehr noch als die Altvögel enormen Gefahren ausgesetzt. Dazu zählen beispielsweise in der Stadt Glasfassaden, der Auto- und Schienenverkehr, Drähte im Luftraum und Schornsteine.

Die drei Hildesheimer Domuhus haben Paten gefunden: Joachim Achtzehn, Angelika Krüger und Tarek Abu Ajamieh. Sie haben sich in besonderer Weise für den Schutz der Uhus eingesetzt. Die EGE dankt diesen Personen deshalb mit einer Ehrenpatenschaft. Die EGE dankt zudem allen Menschen am Dom, insbesondere dem Domdechanten Weihbischof Heinz-Günter Bongartz, dem Umweltbeauftragten des Bistums Jürgen Selke-Witzel, Herrn Edmund Deppe von der Kirchenzeitung sowie den Domküstern Herrn Körner, Herrn Musiol und Herrn Raulfs, den Hausmeistern und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Dommuseums.

Domuhu im Kreuzgang © Joachim Achtzehn

Habichtskäuze im Fichtelgebirge - Juli 2017

Habichtskauz © www.wunderbare-erde.de

Im Nationalpark Bayerischer Wald gibt es eine kleine Habichtskauz-Population. Es ist bisher das einzige Vorkommen dieser Eulenart in Deutschland. Das könnte sich ändern, denn jetzt werden sechs kleine in Tiergärten geschlüpfte Habichtskäuze im Steinwald auf ein Leben in Freiheit vorbereitet. Der Steinwald ist Teil des oberpfälzischen Fichtelgebirges. Der Träger des Projektes, der "Verein für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern", erhofft sich von der späteren Freilassung der Vögel eine dauerhafte Etablierung der waldbewohnenden Eulenart im Steinwald. Zur Pressemitteilung zu diesem Projekt gelangen Sie hier (pdf-Datei, ca. 152 KB).

Der Habichtskauz starb in Deutschland vor etwa 100 Jahren aus. Im Rahmen eines Wiederansiedlungsprojektes im Nationalpark Bayerischer Wald wurden von 1975 bis 2005 über 200 Habichtskäuze freigelassen. Die erste Brut frei lebender Habichtskäuze wurde dort 1989 nachgewiesen. Derzeit lebt im Bayerischen Wald eine kleine, vermutlich sich selbst tragende Population. Klicken Sie bitte hier, wenn Sie mehr über den Habichtskauz erfahren möchten.

Eulen-Rundblick Nr. 67/2017 erschienen - Juni 2017

Titelseite Eulen-Rundblick 67

Die neue Ausgabe des Eulen-Rundblicks ist da. Der Eulen-Rundblick ist keine Zeitschrift der EGE, sondern die Zeitschrift der Arbeitsgemeinschaft zum Schutz bedrohter Eulen (AG Eulen). Das 112 Seiten umfassende Heft erscheint im 41. Jahr des Bestehens der AG Eulen.

Die Beiträge der EGE in Heft 67 liegen als PDF-Dateien vor. Klicken Sie die Beiträge bitte an, wenn Sie diese lesen möchten. Wir veröffentlichen die Beiträge an dieser Stelle mit freundlicher Zustimmung der Schriftleitung des Eulen-Rundblicks.

Der Eulen-Rundblick erscheint einmal jährlich. Er enthält Originalbeiträge, Fachberichte und Informationen über Biologie und Schutz der Eulen. Das Jahresabonnement kostet 15 Euro einschließlich Porto und Versandkosten. Bestellungen richten Sie bitte an Herrn Klaus Hillerich, Röntgenstr. 7, 64823 Groß-Umstadt,  klaus.hillerich@t-online.de.

Domuhus sind Publikumsmagnet - Juni 2017

Uhuweibchen am Brutplatz © Edmund Deppe

Am 01. Juni 2017 ist der erste der drei diesjährigen Hildesheimer Domuhus im Kreuzgang des Domes gelandet. Inzwischen sind auch die beiden Geschwister dort angekommen - zur Freude vieler Besucher. Tagsüber verstecken sich die Uhus in der Vegetation (manchmal auch am Fuß des legendären 1.000jährigen Rosenstocks an der Apsis des Domes) oder sie vertrauen regungslos verharrend auf ihre Tarnung. Zumeist lässt sich aber mit etwas Geduld einer der Jungvögel gut beobachten.

Natürlich sind die Besucher aufgefordert, die Uhus nur aus der gebotenen Distanz heraus zu betrachten. Die allermeisten Besucher verhalten sich sehr verständnisvoll. Dazu trägt ein Flyer des Bistums Hildesheim bei (pdf-Datei, ca. 1,82 MB), der auf vorbildliche Weise über die Domuhus informiert.

Nach der allabendlichen Schließung des Kreuzganges erwarten die jungen Uhus die Altvögel mit Nahrung. Das Uhuweibchen zeigt sich bald darauf in der Dachgaube (wie im Bild oben), wo es den Tag verbringt und vermutlich immer wieder einen kritischen Blick auf das Geschehen im Kreuzgang hat. Der Hildesheimer Dom ist Weltkulturerbe, enthält bedeutende Kunstschätze und ist mit den Uhus um eine Attraktion reicher. In den nächsten ein, zwei Wochen dürften die jungen Uhus erste Flugversuche unternehmen und sich über die Dächer einen Weg aus dem sicheren Geviert des Kreuzganges ins Weite suchen.

Schleiereulen-Ausstellung in Sögel - Juni 2017

Grafik mit Schleiereulen © Andreas Schüring

Bis Ende August 2017 ist im Rathaus in Sögel im Emsland eine Ausstellung beeindruckender Schleiereulenfotos des Naturfotografen Dr. Andreas Schüring zu sehen: "Schleiereulen im Emsland - eine Fotodokumentation". Die Schleiereulen-Rollups der Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e. V. komplettieren die Ausstellung. Bei der Ausstellungseröffnung am 01. Juni begrüßte Dr. Andreas Schüring mehr als 50 Gäste, darunter auch den Geschäftsführer der EGE, Wilhelm Breuer, der ein Grußwort sprach und auf die allgegenwärtigen Gefährdungen der Schleiereule hinwies. Dr. Andreas Schüring erläuterte anhand der präsentierten Aufnahmen Besonderheiten aus Biologie, Lebensweise und Verhalten der Schleiereule und eröffnete den Zuhörern subtile Einblicke in die Technik der Naturfotografie.

Die Ausstellung ist während der Rathaus-Öffnungszeiten zu sehen. Bis zum 25. August können in Absprache mit Ingrid Cloppenburg von der Gemeinde Sögel (Tel.: 05952 - 206 215) Führungen für größere und kleinere Gruppen angeboten werden.

Dr. Andreas Schürings Fotos setzen die Schleiereule auf wunderbare Weise ins Bild und werben eindrücklich für den Schutz der anmutigen Eule, die früher in beinahe in jedem Dorf in Kirchturm oder Scheunen brütete.

Was ist mit den Hildesheimer Domuhus? - Juni 2017

Zwei der drei jungen Domuhus 2017 © Fabian Ossenkopp/Bistum Hildesheim

In diesem Jahr blieb es weitgehend still um die Uhus am Hildesheimer Dom. Sie schienen erstmals seit 2014 verschwunden zu sein. Jedenfalls gab es keine Anzeichen für eine Brut im Westwerk, wo 2014, 2015 und 2016 Uhus gebrütet hatten.

Dann aber fand der Hausmeister des Domes, Herr Ossenkopp, am Morgen des 01.06.2017 einen etwa sechs Wochen alten Jungvogel im Kreuzgang des Domes. Rasch stellte sich heraus: Die Uhus haben doch gebrütet, allerdings nicht im Westwerk, sondern im Ende 2014 über dem Kreuzgang eingerichteten Uhunistkasten, den die Uhus die Jahre zuvor beständig ignoriert hatten.

Der Umweltbeauftragte des Bistums Hildesheim, Jürgen Selke-Witzel, und Wilhelm Breuer von der EGE staunten nach dem Fund bei der Inspektion des Kastens nicht schlecht: Darin saßen die Uhumutter und zwei weitere junge Uhus (ein jüngeres und das jüngste der drei Geschwister). "Wir waren im Frühjahr bei der Suche nach den Uhus wie die Uhus die Jahre zuvor auf das Westwerk des Doms fixiert", kommentierte Wilhelm Breuer die neue Lage. Die Dachgaube hatte eigentlich geschlossen werden sollen, weil sie Tauben anlockte, die sich aber seit einiger Zeit rarmachen im Kreuzgang. Jetzt ist klar, warum. Uhus fressen Tauben.

Die drei Uhus müssen ungefähr zu Ostern geschlüpft sein. Am Pfingstsonntag ist auch der mittlere der drei Jungvögel in den Kreuzgang gesprungen. Der jüngste der drei wird vermutlich auch bald unten landen. Noch sitzt er im Kasten; das Uhuweibchen ist an seiner Seite. Bis auf Weiteres ist der Kreuzgang des Domes also auch ein Uhukindergarten. Die jungen Uhus werden demnächst erste Flugversuche im Kreuzgang unternehmen und später hoffentlich den Weg aus dem Kreuzgang heraus in das Umland des Domes finden.

Die Verantwortlichen des Bistums Hildesheim freuen sich über den unverhofften Uhunachwuchs. Nun kommt es auf das Verständnis der Besucher des Kreuzganges an: Natürlich kann man die Uhus im Kreuzgang beobachten; die Besucher sind aber gebeten, Distanz zu halten und die Uhus nicht zu stören. Von 18 bis 10 Uhr ist der Kreuzgang für Besucher geschlossen. In der Zeit gehört der Kreuzgang allein den Uhus. In den Nachtstunden werden die Jungvögeln von den Eltern mit Nahrung versorgt.

Die EGE bedankt sich schon heute für die Rücksichtnahme der Besucher und das große Verständnis der Mitarbeiter des Bistums Hildesheim!

Das überraschende Ergebnis einer Studie - Juni 2017

Windenergieopfer Mäusebussard © Manfred Knake

"Der Preis des Fortschritts. Der Mäusebussard und das überraschende Fazit einer Studie". So ist ein Beitrag von EGE-Geschäftsführer Wilhelm Breuer in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Nationalpark“ überschrieben. Der Autor befasst sich darin mit der sogenannten Progress-Studie, welche Vogelverluste an Windenergieanlagen untersucht hat. Klicken Sie bitte hier (pdf-Datei, ca. 196 KB), wenn Sie den Beitrag in Heft 2/2017 der Zeitschrift lesen möchten. Außerdem finden Sie in dem 46 Seiten umfassenden Heft eine Vielzahl von Informationen und Beiträgen.

Die Zeitschrift "Nationalpark" berichtet seit 1974 viermal jährlich über die Entwicklung deutscher Nationalparke, großer Schutzgebiete und aus dem Naturschutz. Die Zeitschrift leistet sich, was in der deutschen Zeitschriftenlandschaft eine Ausnahme ist: einen unabhängigen, kritischen und fundierten Blick auf die Sache des Naturschutzes.

Herausgeber der Zeitschrift ist der "Verein der Nationalpark-Freunde e.V." Die Zeitschrift erscheint im Oekom Verlag. Die EGE empfiehlt diese Zeitschrift mit den Worten, die der Gründer der Zeitschrift, der Journalist Horst Stern, für sie gefunden hat: "Besser kann man Papier aus dem Holz der Bäume nicht nutzen". Vielleicht haben Sie Interesse an einem Probeabo der Zeitschrift "Nationalpark". Informationen für ein Probeabo finden Sie hier: Probeabo Nationalpark.

Leben auf dem Friedhof - Mai 2017

Schleiereule im Flug © Achim Schumacher

Eine Friedhofskapelle kann manchmal auch etwas anderes sein als ein Ort der Trauer, nämlich wie naturnahe Friedhöfe ein sehr lebendiger Ort. Das haben die Kreisgruppe Stade des Naturschutzbundes Deutschland, die Volkshochschule Stade und die Friedhofsverwaltung kürzlich in Buxtehude unter Beweis gestellt. Mehr als 80 Besucher informierten sich dort in einer Abendveranstaltung über Eulen und ihren Schutz. Eine gelungene Aktion zur Umweltbildung, bei der auch die Schleiereulen-Rollups der EGE zum Einsatz kamen. Die EGE arbeitet selbstverständlich mit anderen Vereinen wie dem NABU zusammen und unterstützt diese bei Veranstaltungen zum Eulenschutz.

Schwalben schützen leicht gemacht - Mai 2017

Künstliche Schwalbennester © Bernd Bäumer

Die Mitarbeiter der EGE sind mit dem Schutz der Eulen mehr als ausgelastet. Dennoch gelten die Bemühungen der EGE-Aktiven auch anderen Vogelarten. So versteht es sich von selbst, dass beispielsweise Bernd Bäumer, Ferdinand Thelen, Ulli Bergrath und Achim Schumacher auch im Einsatz sind, um künstliche Schwalbennester unter Dachvorsprüngen zu montieren, so wie hier im Bild. Mindestens so wichtig wie der Einsatz des EGE-Bauteams ist die Bereitschaft der Hauseigentümer und -bewohner, die Schwalben an der Fassade zu tolerieren.

Die EGE dankt allen Personen, die sich die Freude an den Schwalben bewahrt haben. Wie oft werden Schwalben am Nestbau gehindert. Fehlt nicht fast überall in den Dörfern den Schwalben der Lehm für den Nestbau. Und mit wie wenig Aufwand könnte den Schwalben geholfen werden.

Falls Sie an Ihrem Haus Schwalben beim Nestbau beobachten, das Nest aber aus Lehmmangel einfach nicht fertigwerden will, zögern Sie bitte nicht, künstliche Nisthilfen anzubringen oder eine Lehmpfütze in für Schwalben erreichbarer Nähe anzulegen. Wenn es noch eines äußeren Anstoßes dazu bedarf, lesen Sie bitte den kurzen Essay von Wilhelm Breuer "Schwalben - Erinnerungen an die Dorfstraße" (pdf-Datei, ca. 292 KB).

Schwalbe im Anflug © Onno K. Gent

Steinkauz-Ausstellung in der Gemeinde Aldenhoven - Mai 2017

Steinkauz © Achim Schumacher

Die Steinkauz-Ausstellung der EGE "Den Steinkauz im Dorf lassen" ist noch bis zum 06. Juni 2017 im Rathaus in der Gemeinde Aldenhoven (Nordrhein-Westfalen) zu sehen. Die Ausstellung eröffneten Anfang Mai der Bürgermeister der Gemeinde Aldenhoven Ralf Claßen und EGE-Mitarbeiter Achim Schumacher. Klicken Sie bitte hier, wenn Sie Einzelheiten erfahren möchten.

EGE stellt Uhu-Höhenflugmonitoring infrage - Mai 2017

Uhupaar im Flug © www.wunderbare-erde.de

Die EGE stellt ein Höhenflugmonitoring bei Uhus im Zusammenhang mit Windenergievorhaben grundsätzlich infrage. Die EGE bezweifelt, dass die aus solchen Untersuchungen gewonnenen Erkenntnisse überhaupt belastbare Schlüsse auf die Raumnutzung von Uhus nach Errichtung von Windenergieanlagen erlauben. Es sei nämlich bekannt, dass Uhus hohe Bauwerke wie Hochspannungsmasten, Industriebauten und Fernmeldetürme gezielt ansteuern, von dort aus rufen oder dort brüten (beispielsweise in an solchen Bauwerken in großer Höhe für Wanderfalken angebrachten Nistkästen). Gerade dieses Verhalten könne erklären, weshalb die Anzahl der an Windenergieanlagen tot aufgefundenen Uhus entgegen der Erwartung zumeist niedriger Flüge vergleichsweise hoch sei. Die Frage, in welchen Flughöhen Uhus sich bewegten, spiele für eine Entscheidung über den Bau von Windenergieanlagen unter diesen Umstände keine entscheidende Rolle.

Telemetrische Untersuchungen sind mit beträchtlichen Gefahren für Uhus verbunden und deshalb artenschutzrechtlich nicht ohne weiteres möglich. Der Fang von Uhus, und sei es "nur" zum Zweck der Besenderung, erfordert eine artenschutzrechtliche Ausnahme von dem Verbot des § 44 Abs. 1 Nr. 1 BNatSchG. Diese kann nur bei Vorliegen zwingender Gründe des überwiegenden öffentlichen Interesses (s. § 45 Abs. 7 BNatSchG) gewährt werden. Diese Voraussetzung mag bei Forschungsvorhaben zur Gewinnung generalisierbarer Erkenntnisse vorliegen, nicht aber für ökonomisch dominierte Planungs- oder Zulassungsverfahren.

Die Telemetrierung von Uhus als Voraussetzung für eine Entscheidung über die Zulassung von Windenergieanlagen ist kein "anerkannter Standard". Zu diesem Ergebnis ist das Verwaltungsgericht Ansbach in seinem Urteil vom 02.11.2015 (11 K 15.00639) gelangt. Die zuständige Behörde überschreite ihren Entscheidungsspielraum nicht schon deswegen, weil sie die Errichtung von Windenergieanlagen ohne eine Telemetrierung von Uhus untersagt habe. Das Urteil bezieht sich auf eine Anlage mit einem Abstand zwischen Grund und unterer Rotorspitze von 85 m. Insofern ist auch nicht davon auszugehen, dass die Voraussetzungen einer Legalausnahme nach § 44 Abs. 6 BNatSchG gegeben sind.

Die Bedenken werden möglicherweise durch den Fund eines im März 2017 im nordrhein-westfälischen Kreis Steinfurt frisch tot aufgefundenen Uhus unterstützt, der einen Sender trug. Es spricht einiges dafür, dass es sich dabei um einen Uhu aus dem 2014 im Münsterland abgeschlossenen Besenderungsprojekt handelt, sich der Sender also auch nach dieser langen Zeit nicht vom Vogel gelöst und ausweislich vorliegender Fotos möglicherweise den Mauservorgang behindert hat. Die EGE bemüht sich zurzeit unter Beteiligung der örtlichen Naturschutzbehörde um die Aufklärung der Umstände. Handelt es sich um einen aus dem Projekt besenderten Uhu, stützt dies die Zweifel an der Vertretbarkeit der vorgenommenen Besenderung.

Im April 2017 hatte die EGE auch in wissenschaftlicher Hinsicht auf Zweifel an der im Münsterland durchgeführten Untersuchung (pdf-Datei, ca. 376 KB) hingewiesen. Die EGE appelliert an die zuständigen öffentlichen Stellen, solche Untersuchungen mindestens solange abzulehnen, wie die Zweifel nicht ausgeräumt sind.

Das Wetter im Mai - Mai 2017

Feldlerche im Acker © www.wunderbare-erde.de

Der April war zu kalt und der Mai bisher kaum wärmer. Immerhin hat diese Seite des Wetters auch ein Gutes. Jedenfalls für Uhus. Über das Schicksal vieler Uhubruten entscheidet nämlich oft das Wetter. Konkret: Das Wetter an Ostern, am 1. Mai, an Christi Himmelfahrt und Pfingsten. Das sind Tage, an denen es bei angenehmer Witterung die Menschen in die Natur drängt, wo sie zwar unwillentlich, aber doch bisweilen auf gründliche Weise Uhus bei der Brut stören, Uhus zum Verlassen der Gelege oder Küken zwingen und diese Opfer von Prädatoren werden. Klettersportler, Mountainbiker, Fossiliensammler, Geocacher und andere naturaffine Zeitgenossen abseits der Wege haben ihren Anteil an der Misere. Das Missfallen der EGE an eher nicht frühlingshaften Temperaturen hält sich deswegen in Grenzen.

Allerdings brauchen Schwalben dringend besseres Wetter. Der Insekten wegen. Für einen vollen Schwalbenmagen reichen aber inzwischen ein Bilderbuchfrühling und frühsommerliche Temperaturen nicht mehr aus. Dem stummen Frühling ist ein Insektensterben gigantischen Ausmaßes vorausgegangen. Der beste Beweis entfaltet die Windschutzscheibe jedes Kraftfahrzeuges. War sie in früheren Jahrzehnten nach kurzer Fahrt übersäht von toten Insekten, bleibt sie heute rein. Und der Umstand, dass heute keine Igel mehr überfahren werden, liegt nicht daran, dass sie die Gefahren des rasenden Verkehrs erkannt hätten. Nein, es gibt kaum noch Igel. Das Leben hat sich rar gemacht - überall. Vor allem auf dem Acker. Das EU-weite Leitbild vom sauberen Acker hat erst alle konkurrierenden Wildpflanzen vernichtet, in der Folge Bienen, Hummeln, Heuschrecken, Tagfalter und das ganze Heer der Insekten und nun folgerichtig die Vögel. Es ist der Preis für einen zweifelhaften Fortschritt. Der Frühling ist nirgends so stumm wie auf dem Lande.

Besendertes Uhu-Höhenflugmonitoring ist zweifelhaft - April 2017

Uhu im Flug © www.wunderbare-erde.de

Vor knapp zwei Jahren hörte man von der Studie "Besendertes Uhu-Höhenflugmonitoring im westfälischen Tiefland". Die Studie hatte zum Ziel, zur Aufklärung der Kollisionsrisiken von Uhus an Windenergieanlagen beizutragen.

Die in der Studie gezogenen Schlussfolgerungen stellen dieses Risiko in Abrede. Dagegen wäre nichts einzuwenden, wären diese Schlussfolgerungen wissenschaftlich abgesichert und von der Studie her gedeckt. Daran aber bestehen seitens der EGE erhebliche Zweifel. Die Zweifel sind in dem beigefügten Dokument (pdf-Datei, ca. 376 KB) zusammengefasst.

Die EGE hat sich im Januar 2017 mit diesem Dokument an die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) gewandt, die diese Studie finanziert hatte. Die DBU hat das Dokument nach eigenen Angaben an die Verfasser der Studie O. Miosga, S. Gerdes, D. Krämer und R. Vohwinkel weitergeleitet. Eine Reaktion der Autoren ist bei der EGE bisher nicht eingegangen.

Unterdessen drängen diese und andere Auftragnehmer der Windenergiewirtschaft mit Berufung auf die Studie aus dem Münsterland auch anderenorts darauf, Uhus dort zu besendern, wo Uhuvorkommen die Zulassung von Windenergieanlagen behindern. Aus diesem Grunde hat sich die EGE entschlossen, die Kritik an der Studie an dieser Stelle jetzt zu veröffentlichen.

Übrigens ist eine wissenschaftlichen Anforderungen genügende Veröffentlichung der Studie aus dem westfälischen Tiefland bisher nicht erschienen. Veröffentlicht haben die Autoren lediglich einen 5-Seiten-Bericht in Heft 3/2015 der Zeitschrift "Natur in NRW".

Von Uhus, Kolkraben und Nilgänsen - April 2017

Kolkrabe © www.wunderbare-erde.de

Auch in diesem Frühjahr hat Stefan Brücher jeden der über einhundert Neststandorte der Uhus in der Eifel im Visier. Brüchers Visiten tragen dazu bei, dass menschengemachte Störungen an den Brutplätzen frühzeitig erkannt und möglichst abgewendet werden. Ruhe am Brutplatz ist gerade zu Brutbeginn oberstes Gebot. Brücher freut sich, dass für Ostern kein strahlend schönes Wetter vorhergesagt ist. Dann bleiben die Menschen eher zuhause und die Uhus haben weniger Stress, sagt Brücher. Dabei sind Menschen nicht schon an sich das Problem; wohl aber Menschen, die die Wege verlassen, in Felsen klettern oder in Brutplatznähe Geocaches oder Fossilien suchen.

Mit natürlichen Stressfaktoren haben Uhus weniger Probleme. Dazu zählen in der Eifel Kolkraben. Brücher traf letzthin auf etwa zehn der schwarzen Gesellen. Sie saßen laut rufend in einer Felswand um ein brütendes Uhuweibchen herum. Einige Tage später ist Brücher wieder dort. Er schaut durchs Spektiv: Ein vielleicht zwei Tage altes Uhuküken sitzt eine handbreitnah bei der Mutter. Kaum weniger weit entfernt hat sich ein Kolkrabe postiert. Er muss nur einen langen Hals machen, um das Küken zu erwischen. Die Uhumutter - unter ihr weitere Küken oder Eier - hat die Situation fest im Blick. Unbeweglich, aber mit gesträubtem Gefieder sitzt sie da. Kaum einen Meter daneben und darüber belauern weitere Raben gespannt die Szene. So geht es eine ganze Weile. Brücher ist einigermaßen nervös; die Uhumutter vermutlich ebenso. Dann endlich verschwindet das vorwitzige Uhuküken unter dem Gefieder der Mutter. Sie hat mit dem Schnabel etwas nachgeholfen. Bald danach fliegen die Raben davon.

Wie die Uhus waren Kolkraben in der Eifel massiv verfolgt worden und schließlich ganz verschwunden. Heute sind Begegnungen von Uhus und Kolkraben keine Seltenheit mehr. Sie bewohnten Jahrtausende lang dieselben Felsen. Problematischer hingegen sind neue Nachbarn. Brücher stößt gelegentlich auf fremde Eier in Uhunestern: Auf die Eier der Nilgans. Schon mehrfach haben Nilgänse Uhus aus dem Nest gemobbt und sich darin breitgemacht. Die rasante Ausbreitung der ursprünglich in Deutschland nicht heimischen Nilgans geht auf aus Gefangenschaft geflohene Vögel zurück.

Wenn Sie - liebe Leserin, lieber Leser - die Bemühungen der EGE unterstützen möchten, ist Ihre Spende herzlich willkommen. Vielleicht mögen Sie der EGE zu Ostern ein kleines Ei ins Nest legen in Gestalt einer Spende. Die EGE wünscht Ihnen frohe Ostern.

Uhubrutsaison 2017 - April 2017

Junger Uhu © EGE

Am letzten Tag im März hat Stefan Brücher die ersten drei jungen Uhus der aktuellen Brutsaison beringt. Das Uhuweibchen hatte in der klimatisch begünstigten Lage am Rhein bereits am 28. Januar 2017 mit der Brut begonnen.

In der Eifel dürften die meisten Uhus jetzt wieder brüten. Im letzten Jahr hingegen ließen ungewöhnlich viele Paare die Brutzeit ungenutzt verstreichen. Damals hatten in einem Teilgebiet der Eifel beispielsweise von neun benachbarten Uhupaaren nur zwei eine Brut begonnen und diese später aufgegeben. Jetzt, im Frühjahr 2017, registrierte Stefan Brücher im selben Bereich acht Bruten, manche bereits mit Nachwuchs.

An der Mosel gibt es in diesem Jahr Bruten schon an etwa zwei Dritteln der bekannten Brutplätze. Vermutlich werden noch einige folgen.

In den höheren Lagen der Eifel scheint sich der Brutbeginn zu verzögern. "Einen Überblick über alle Uhupaare in der Eifel haben wir zwar jetzt noch nicht", sagt Stefan Brücher, "aber dem Gefühl nach rechnen wir mit einem guten Uhujahr."

Ökologische Reformen zum Reformationsjubiläum - 1. April 2017

Wanderfalke fliegt von Kirchturmspitze © www.wunderbare-erde.de

Dass 500 Jahre nach der Reformation die beiden christlichen Konfessionen in Deutschland zur vollen Einheit finden könnten, ist unwahrscheinlich. Immerhin haben sich katholische und evangelische Kirche aber zum bevorstehenden Reformationsjubiläum zu einem gleichermaßen ökumenischen wie ökologischen Schritt entschlossen:

Die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) und die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) wollen bis zum 31. Oktober 2017 kirchliches Grundeigentum dauerhaft für den Naturschutz bereitstellen. "Wir sind unglaubwürdig, wenn wir Gottes Schöpfung nicht wenigsten dort bewahren, wo wir selbst Grundeigentümer sind", so der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx. Bisher intensiv land- und forstwirtschaftlich genutzte Flächen im Eigentum der Kirchen sollen deswegen künftig naturnäher bewirtschaftet oder ganz aus der Nutzung genommen werden.

In den sieben Monaten bis zum Reformationsjubiläum sollen zudem an allen kirchlichen Gebäuden Fortpflanzungsstätten für Vögel und Fledermäuse eingerichtet werden, kündigte der EKD-Ratsvorsitzende Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm an. Künftig wollen die Kirchen bei baulichen Investitionen ein Prozent der Kosten für Artenschutzmaßnahmen an kirchlichen Gebäuden aufwenden. Pfarrgemeinden, die den Maßgaben nicht nachkommen, sind zu einer Geldzahlung zugunsten kirchlicher Naturschutzprojekte verpflichtet, so Prälat Johannes Tetzel, der Umweltbeauftragte von DBK und EKD.

Die Pressekonferenz der beiden Vorsitzenden war auch deshalb mit Spannung erwartet worden, weil erst kürzlich eine Studie der Katholischen Universität Eichstätt gezeigt hatte, dass Schleiereulen in Türmen und auf Dachböden katholischer Kirchen einen dreifach höheren Bruterfolg haben als ihre Schwestern in evangelischen Kirchen. Einen göttlichen Fingerzeig mochte Kardinal Marx in diesem signifikanten Unterschied nicht erkennen. Man wolle die Gräben zwischen den Konfessionen nicht vertiefen.

Zwar haben beide Kirchen immer wieder ihre Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung betont, dem jedoch als Eigentümer eines beträchtlichen Immobilienbestandes zu selten Taten folgen lassen, kommentierte die EGE die gemeinsame Erklärung. Der jetzige Schritt gebe Anlass zur Hoffnung.

Rollups für den Schutz der Schleiereule - März 2017

Schleiereule schaut aus einer Scheune © Rosl Rößner

Für den Schutz der Schleiereule wirbt die EGE ab jetzt mit sieben Rollups in der Größe von je 85 x 220 cm. Die mobile Ausstellung wendet sich insbesondere an Landwirte und Kirchenleitungen, auf deren Haltung es vor allem ankommt, sollen Schleiereulen besser geschützt werden. Aber auch für andere Personen im ländlichen Raum dürften die Rollups von Interesse sein.

Die Rollups gehen auf Reisen. In landwirtschaftlichen und kirchlichen Einrichtungen, Rathäusern und Sparkassen sollen sie über die Schleiereule informieren und für ihren Schutz werben. Der Leitspruch lautet: Einflug frei für Schleiereulen. Klicken Sie bitte hier (pdf-Datei, ca. 11,4 MB), wenn Sie die sieben Rollups ansehen möchten. Falls Sie die kleine Ausstellung für den angegebenen Zweck buchen möchten, setzen Sie sich bitte mit der EGE in Verbindung. Die grafische Gestaltung der Rollups oblag Sonia Marie Weinberger. Die EGE dankt den Bildautoren, die zur Gestaltung ihre Fotos kostenfrei bereitgestellt haben.

Junge Künstler malen Eulen - März 2017

Waldkauz schaut aus seiner Höhle © Lea Heuer

Hin und wieder treffen bei der EGE Eulenbilder ein, die junge Eulenfans aus aller Welt für die EGE gemalt haben. Darunter auch dieses Bild mit dem Titel "Waldkauz schaut aus seiner Höhle".

Gemalt hat es Lea Heuer aus Wietzendorf in der Lüneburger Heide. Lea ist sechs Jahre alt. Die EGE hätte sich gerne mit dem Kinderbuch der EGE "Wo die Eule schläft. Abenteuer Naturschutz" bei Lea bedankt. Aber, wie wir von Leas Mutter wissen, kennt Lea das Buch bereits. Lea, sagt die Mutter, habe sich beim Malen des Bildes vom Buch inspirieren lassen, denn eine der Geschichten darin handelt vom Waldkauz. Auf dem Weg zu Lea ist nun als kleines Dankeschön ein anderes Kinderbuch: "Lasst den Uhu leben!" von Nina Rauprich.

Natura 2000 in Deutschland - März 2017

Blaukehlchen © www.wunderbare-erde.de

Die neue Ausgabe der Zeitschrift "Nationalpark" richtet den Blick auf Natura 2000 in Deutschland. "Versäumnisse, Mahnschreiben, Vertragsverletzungen und kein Ende!" lautet die Unterüberschrift des Beitrages von Wilhelm Breuer in Heft 1/2017 der Zeitschrift. Der Beitrag erscheint passend zum 25. Geburtstag der FFH-Richtlinie. Klicken Sie bitte hier (pdf-Datei, ca. 1 MB), wenn Sie den Beitrag lesen möchten.

Außerdem finden Sie in dem 46 Seiten umfassenden Heft eine Vielzahl von Informationen und Beiträgen, u. a. einen Kommentar von Wilhelm Breuer zu den von der Bundesregierung beabsichtigten Änderungen des Artenschutzrechts (pdf-Datei, ca. 2,19 MB).

Die Zeitschrift "Nationalpark" berichtet seit 1974 viermal jährlich über die Entwicklung deutscher Nationalparke, großer Schutzgebiete und aus dem Naturschutz. Die Zeitschrift leistet sich, was in der deutschen Zeitschriftenlandschaft eine Ausnahme ist: einen unabhängigen, kritischen und fundierten Blick auf die Sache des Naturschutzes.

Herausgeber der Zeitschrift ist der "Verein der Nationalpark-Freunde e.V." Die Zeitschrift erscheint im Oekom Verlag. Die EGE empfiehlt diese Zeitschrift mit den Worten, die der Gründer der Zeitschrift, der Journalist Horst Stern, für sie gefunden hat: "Besser kann man Papier aus dem Holz der Bäume nicht nutzen". Vielleicht haben Sie Interesse an einem Probeabo der Zeitschrift "Nationalpark". Informationen für ein Probeabo finden Sie hier: Probeabo Nationalpark.

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