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Nachrichten

Steinkauz-Brutsaison 2018 - Dezember 2018

Steinkauz © www.as-naturfotografie.de

Die Kölner Bucht ist eines der Dichtezentren des Steinkauzes in Deutschland. Hier liegt das Projektgebiet der EGE zum Schutz des Steinkauzes. Es umfasst die nordrhein-westfälischen Kreise Düren (DN) und Euskirchen (EU). Während im Kreis Euskirchen wie schon in den Vorjahren alle Reviere erfasst wurden, waren es im Kreis Düren die meisten. Die Hauptverantwortung für dieses Projekt tragen im Kreis Euskirchen Peter Josef Müller und Rita Edelburg-Müller sowie im Kreis Düren Doris Siehoff. Sie wurden von einer Reihe Personen unterstützt, so die Müllers von Monika May und Kurt Maus; Doris Siehoff besonders von Achim Schumacher. Hier die Zahlen für 2018. Die Zahlen aus 2017 stehen in Klammern.

Im Kreis Euskirchen brüteten 108 (95), im Kreis Düren ebenfalls 108 (87) Paare erfolgreich. Das sind 216 (182) erfolgreiche Bruten (34 mehr als im Vorjahr). Beringt wurden 688 (551) Jungvögel: Im Kreis Düren 349 (264), im Kreis Euskirchen 339 (287) Jungvögel. Die Anzahl Jungvögel je erfolgreicher Brut lag im Kreis Düren bei 3,3 und im Kreis Euskirchen bei 3,1. Im Kreis Düren waren 190, im Kreis Euskirchen 147 Reviere besetzt (in beiden Kreisen 13 mehr als im Vorjahr).

Grafik Steinkauzbruten

Anzahl erfolgreicher Steinkauz-Bruten in den Kreisen Düren (DN) und Euskirchen (EU) in den Jahren 2008-2018 (Grafik: L. Dalbeck)

In den letzten 10 Jahren hat sich in den Kreisen Düren und Euskirchen die Zahl der besetzen Reviere und erfolgreichen Bruten ganz gegen den Trend verdoppelt. Im übrigen Teil der Kölner Bucht ist der Steinkauzbestand nämlich zwischen 2003 und 2016 um 40 Prozent gesunken, weshalb die EGE dort zu stärkeren Anstrengungen aufruft.

Ein Blick in die Nachbarkreise: Im Rhein-Erft-Kreis wurden ca. 50 Nisthilfen kontrolliert und 24 Jungvögel gezählt; beringt wurden 18. Stefanie Taube betreut den Steinkauzschutz der EGE federführend im Rhein-Erft-Kreis. Im Rhein-Sieg-Kreis stieg die Zahl der besiedelten Reviere von 19 im Jahr 2017 auf 27 im Jahr 2018. Dies ist ein Plus von fast 30 Prozent. Zwei vorjährig besiedelte Reviere waren verwaist. Diesem Verlust standen zwei Wiederbesiedelungen und acht Neubesiedelungen gegenüber. Gezählt wurden 51 Jungvögel an 19 Brutplätzen; beringt wurden 42 Jungkäuze, von denen allerdings sechs in Pflege genommen werden mussten.

Die EGE dankt allen Personen, die diesen Erfolg ermöglicht haben: den Aktiven, allen Helfern und den Spendern.

Klicken Sie bitte hier (pdf-Datei, ca. 1,43 MB), wenn Sie die ausführlichen Berichte über die diesjährige Steinkauz-Brutsaison aus den nordrhein-westfälischen Kreisen Düren, Euskirchen und dem linksrheinischen Teil des Rhein-Sieg-Kreises lesen möchten.

Neue Ausgabe von "Nationalpark" erschienen - Dezember 2018

Meeresbrandung © www.wunderbare-erde.de

Die neue Ausgabe der Zeitschrift "Nationalpark" ist da. Im 46 Seiten starken Heft 4/2018 finden Sie u.a. Beiträge über die dramatische Verschmutzung der Meere mit Plastik. Dabei sind es längst nicht mehr die über Bord gegangenen Überreste der Zivilisation, kilometerlange Geisternetze, Millionen Plastiktüten, sondern die Mikropartikel, die sich in den Nahrungsketten kumulieren und eine Bedrohung sind der teuflischsten Art - menschengemacht. Zur Ausgabe gelangen Sie hier.

Ebenfalls in dieser 182 Ausgabe der Zeitschrift finden Sie einen Beitrag von EGE-Geschäftsführer Wilhelm Breuer, der einen Einblick gewährt in seinen Weg zum Naturschutz: "Stallgeruch oder woran es der Agrarpolitik fehlt" (pdf-Datei, ca. 232 KB).

Die Zeitschrift "Nationalpark" berichtet seit 1974 viermal jährlich über die Entwicklung deutscher Nationalparke, großer Schutzgebiete und aus dem Naturschutz. Die Zeitschrift leistet sich, was in der deutschen Zeitschriftenlandschaft eine Ausnahme ist: einen unabhängigen, kritischen und fundierten Blick auf die Sache des Naturschutzes.

Herausgeber der Zeitschrift ist der "Verein der Nationalpark-Freunde e.V." Die Zeitschrift erscheint im Oekom Verlag. Die EGE empfiehlt diese Zeitschrift mit den Worten, die der Gründer der Zeitschrift, der Journalist Horst Stern, für sie gefunden hat: "Besser kann man Papier aus dem Holz der Bäume nicht nutzen". Werden auch Sie Leser von "Nationalpark"! Oder verschenken Sie ein Jahresabonnement zu Weihnachten. Informationen für ein Probeabo finden Sie hier.

Uhubrutsaison 2018 - Dezember 2018

Stefan Brücher entlässt gesundgepflegten Uhu in die Freiheit © Sonia Marie Weinberger

Zu Beginn des Jahres 2018 waren die meisten Uhus in der Eifel zwar am Platz (nämlich an mindestens 201 Stellen), aber sie zögerten lange Zeit eine Brut hinaus. So war es auch am Webcam-Brutplatz an der Ahr. Nur selten brachte das Männchen dort Beutegeschenke fürs Weibchen. Vermutlich fehlte es hier wie in so vielen anderen Gebieten der Eifel an der Aussicht auf eine verlässliche Nahrungsversorgung.

Das dürfte der Grund sein, warum so viele Uhus erst gar keinen Brutversuch unternahmen. Fehlende Nahrungsressourcen sind wohl zumeist auch der Grund dafür, warum in diesem Jahr 45 Bruten aufgegeben wurden - so viele wie noch nie (2017 waren es 31). Selbst dort, wo in der Vergangenheit Uhus sehr erfolgreich gebrütet hatten, blieb der Bruterfolg aus oder lag die Anzahl der Jungvögel - mit wenigen Ausnahmen - deutlich unter dem Durchschnitt.

An zwei seit 1983 und 1987 stets von Uhus besiedelten Revieren konnte die EGE erstmals keine Uhus feststellen. In ihrem Umfeld - einem Hotspot der Uhus in der Eifel - hatten sechs Brutpaare keinen Bruterfolg.

In den 33 Uhurevieren an der Mosel wurden nur in 24 Revieren Uhus festgestellt; 13 Paare brüteten, aber nur zehn von ihnen erfolgreich.

Die Zahlen für die gesamte Eifel: Es gab 71 erfolgreiche Bruten (im Vorjahr 121). Aus ihnen gingen 128 Jungvögel hervor. Das sind 1,8 Jungvögel je erfolgreiche Brut (im Vorjahr 2,03). Es gab zwei Bruten mit je vier, acht Bruten mit je drei, 35 Bruten mit je zwei und 26 Bruten mit je einem Jungvogel. 119 der 128 Jungvögel wurden von Stefan Brücher beringt. Im Vorjahr betrug die Jungenzahl 238. Nahrungsdepots wurden zum Beringungszeitpunkt nur bei etwa einem Viertel der Bruten festgestellt. Zwar sank die Zahl der nachweislich besiedelten Reviere von 215 auf aktuell 201; vier Reviere waren 2018 aber erstmals besiedelt.

Die Anzahl der erfolgreichen Bruten und die Anzahl der Jungvögel lagen in den letzten Jahren wesentlich höher. Schlechter war zuletzt nur das Jahr 2013. Damals brüteten nur 36 Paare erfolgreich; aus ihnen gingen 72 Jungvögel hervor. 2013 wie auch 2018 dürfte in Verbindung mit einem ungünstigen Witterungsverlauf der Grund für die geringe Reproduktion der Mangel an Nahrungstieren gewesen sein.

Seit 1975 begleitet die EGE die Rückkehr des Uhus in der Eifel zeitlich ununterbrochen mit einem umfassenden Monitoring. Nirgends auf der Erde sind Uhus so gut erforscht wie hier. Einige Geheimnisse aus dem Leben der Uhus wurden hier entschlüsselt, die Ursachen anderer Phänomene liegen noch im Dunkeln. Das gilt insbesondere für die Beziehung zwischen Uhus und ihren Nahrungstieren.

Wenn Sie eine Möglichkeit sehen, die Arbeit der EGE mit Ihrer Spende zu fördern, tun Sie es bitte. Selbstverständlich erhalten Sie eine Spendenbescheinigung zur Vorlage bei Ihrem Finanzamt. Eine individuelle Form des Spendens ist die Übernahme einer Uhupatenschaft. Für eine einmalige Spende in Höhe von 100 Euro können Sie eine solche Patenschaft übernehmen. Nur sehr wenige der diesjährigen Uhus haben eine Patin oder einen Paten gefunden. Wenn Sie das ändern möchten, schreiben Sie einfach an die EGE oder rufen Sie an. Ihre Unterstützung ist herzlich willkommen. Vielleicht mögen Sie auch eine Patenschaft zu Weihnachten verschenken.

In vier Wochen ist Weihnachten - November 2018

Eichelhäher bei Schneefall © www.wunderbare-erde.de

Sie sind auf der Suche nach einem originellen Eulen-Adventskalender? Bei der EGE werden sie fündig. Bitte bestellen Sie jetzt, wenn Sie am 1. Dezember das erste Türchen öffnen und Tieren der Streuobstwiese begegnen möchten. Einzelheiten finden Sie in der ersten November-Nachricht 2018 auf dieser Seite.

Und auch wenn Sie zu Weihnachten Kinder- und Jugendbücher über Eulen verschenken möchten, sind Sie bei der EGE genau richtig. Eine Rezension des Buches von Wilhelm Breuer "Die Uhus vom Dom. Eine Zeitreise durch zwölf Jahrhunderte" ist soeben in der Ausgabe der Zeitschrift "Schöner Bayerischer Wald" erschienen. Klicken Sie bitte hier (pdf-Datei, ca. 284 KB), wenn Sie diese Rezension lesen möchten.

Natürlich können Sie das Buch beim Verlag oder im Buchhandel beziehen. Wenn Sie das Buch bei der Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e. V. (EGE) bestellen, verbleiben von 17 Euro 5 Euro bei der EGE, die damit ihre Eulenschutzprojekte finanziert. Die EGE sendet Ihnen das Buch versandkostenfrei gegen Rechnung zu.

Bezug:
  Egeeulen@t-online.de
oder an die Geschäftsstelle der EGE
Breitestrasse 6
D-53902 Bad Münstereifel

EGE erinnert an ihren Gründer Wilhelm Bergerhausen - November 2018

Am 25. November 2006 - vor zwölf Jahren - starb Wilhelm Bergerhausen. Bergerhausen war einer der profiliertesten Eulenschützer in Deutschland. Für die Wiederansiedlung des Uhus in Deutschland hatte er bereits seit Mitte der 1970er Jahre in der damaligen "Aktion zur Wiederansiedlung des Uhus" an herausragender Stelle gearbeitet. Nach dem erfolgreichen Abschluss dieses Projektes gründete Bergerhausen 1990 die EGE, um einen vergleichbaren Erfolg auch für andere bedrohte Eulenarten zu ermöglichen. Nach unermüdlichem Einsatz für diese Sache starb Wilhelm Bergerhausen überraschend im November 2006 im Alter von 56 Jahren. Klicken Sie bitte hier (pdf-Datei, ca. 248 KB), wenn Sie den in der Zeitschrift "Natur und Landschaft" erschienenen Beitrag lesen möchten, in dem Wilhelm Breuer den Verstorbenen gewürdigt hat.

Bundesregierung will UVP-Pflicht beim Netzausbau einschränken - November 2018

Stromseil mit Uhufeder © Siegmar Bergfeld

Für das Anbringen weiterer Seile auf bestehenden Masten (sogenannte Zubeseilungen) außerhalb von EG-Vogelschutzgebieten soll nach Plänen der Bundesregierung die Pflicht zur Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP-Pflicht) künftig entfallen. Die Sache ist Teil der Netzausbauoffensive der Bundesregierung und mutet harmlos an. Doch bei Licht besehen ist die Sache durchaus riskant. Kollisionsrisiko und Hinderniswirkung von Freileitungen für Vögel können nämlich mit jedem weiteren Seil am Mast drastisch ansteigen.

Kollisionsrisiko und Hinderniswirkung sind nicht nur in EG-Vogelschutzgebieten problematisch, sondern auch in FFH-Gebieten, sofern von den genannten Risiken oder Wirkungen betroffene Vogelarten zu den für diese Gebiete charakteristischen Arten zählen.

Darüber hinaus erstreckt sich der Schutz der Natura-2000-Gebiete nicht allein auf Pläne und Projekte innerhalb dieser Gebiete, sondern auch auf Pläne und Projekte, welche von außen die für Erhaltungsziele oder Schutzzweck maßgeblichen Bestandteile dieser Gebiete beeinträchtigen können.

Zudem ist zu berücksichtigen, dass die EG-Vogelschutzrichtlinie in der Gesamtlandschaft und insofern auch außerhalb von EG-Vogelschutzgebieten zum Schutz sämtlicher europäischer Vogelarten verpflichtet. In diesem Zusammenhang sind die Bestimmungen des § 44 BNatSchG zu sehen, welche zumindest ein signifikant erhöhtes Tötungsrisiko und eine erhebliche Störung europäischer Vogelarten abwenden sollen.

Der Verzicht auf die UVP-Pflicht kann zwar die Anwendung des gemeinschaftsrechtlich fundierten Habitat- und Artenschutzes nicht aussetzen, es steht aber zu befürchten, dass der Verzicht auf die UVP-Pflicht zu einer Fehlbewertung der Auswirkungsschwere von Zubeseilungen führen kann - sofern ein UVP-Verzicht mit den gemeinschaftsrechtlichen Vorschriften über die UVP überhaupt vereinbar ist. In der UVP sollten vielmehr die Vorteile eines frühzeitigen Erkennens negativer Umweltfolgen und letztlich die beschleunigende Wirkung der UVP für die Vorbereitung rechtssicherer Entscheidungen gesehen werden.

Die Deutschen sind zurzeit seltsam offensiv; jedenfalls streckenweise. Bundeswirtschaftsminister Altmaier befeuert die "Netzausbau-" und "Ökostrom-Offensive", Bundesinnen- und Bundesbauminister Seehofer die "Bauland-" und "Rückführungsoffensive", Bundesverkehrsminister Scheuer die "Digitalisierungs-Offensive", Bundesbildungsministerin Karliczek die "Bildungs-Offensive". Nur auf dem Gebiet des Naturschutzes sind die Deutschen ungeheuer defensiv; dafür aber im Naturzerstören wiederum energisch offensiv.

Die Hildesheimer Domuhus 2018 - November 2018

Junge Uhus 2018 am Hildesheimer Dom © Joachim Achtzehn

Am 05. November 2018 trafen sich auf Einladung des Umweltbeauftragten des Bistums Hildesheim, Dr. Dr. Dirk Preuß, Personen, die in diesem Jahr die Uhus am Hildesheimer Dom im Blick hatten. Der Umweltbeauftragte dankte allen für ihren Einsatz. Wilhelm Breuer von der EGE fasste bei dem Treffen die teils aufregenden Vorgänge des Jahres 2018 um die Domuhus zusammen. Klicken Sie bitte hier (pdf-Datei, ca. 88 KB), wenn Sie den Beitrag lesen möchten.

Joachim Achtzehn und Angelika Krueger bereicherten das Treffen mit eindrucksvollen Fotos und Berichten aus dem Verlauf der diesjährigen Brutzeit. Die Teilnehmer des Treffens, darunter Guido Madsack von der Naturschutzbehörde der Stadt Hildesheim, Alistair Hill vom Ornithologischen Verein zu Hildesheim und Dieter Goy vom NABU Hildesheim, diskutierten die Ereignisse - in der Hoffnung auf eine kommende Brutzeit am Dom.

Hervorgehoben wurde der Einsatz von Angelika Krueger und Joachim Achtzehn. Beide hatten über Monate die Uhus im Kreuzgang des Domes "überwacht" und zum glücklichen Verlauf der Infanteristenphase der Uhus beigetragen. Zum Dank überreichte Breuer Angelika Krueger und Joachim Achtzehn eine (noch unausgefüllte) Ehren-Patenschaftsurkunde - jedoch nicht für Uhus, sondern für zwei Steinkäuze in der Kölner Bucht verbunden mit dem Angebot, dort im Juni 2019 bei der Beringung ihrer Patenkäuze dabei zu sein.

Noch einmal: Wie hoch fliegen Uhus? - November 2018

Herbst in den Bergen © www.wunderbare-erde.de

Sie erinnern sich? Der NDR berichtete Ende September, eine Studie aus Schleswig-Holstein habe gezeigt: Windenergieanlagen seien dort für Uhus ungefährlich. Die Uhus flögen zu niedrig, um in Rotorreichweite zu gelangen. Die EGE hatte daraufhin an den NDR geschrieben. Klicken Sie bitte hier, (pdf-Datei, ca. 96 KB), wenn Sie das Schreiben der EGE noch einmal lesen möchten. Im Oktober hat der NDR der EGE geantwortet. Das Schreiben des NDR finden Sie hier (pdf-Datei, ca. 1,44 MB).

Mit Berufung auf den NDR-Bericht und die Studie aus Schleswig-Holstein fordern Teile der Windenergiewirtschaft von den Naturschutzbehörden, Widerstände gegen die Ausbaupläne in Uhulebensräumen aufzugeben. Der Uhu sei an Windenergieanlagen nicht kollisionsgefährdet.

Der Verfasser der schleswig-holsteinischen Studie hat Zwischenergebnisse der Studie bei dem 9. Internationalen Symposium "Populationsökologie von Greifvogel- und Eulenarten" am 20.10.201 vor etwa 200 Teilnehmern - darunter Leiter Staatlicher Vogelschutzwarten - vorgestellt. In der Diskussion wurden die jahreszeitliche Einschränkung der Untersuchung, die bestimmte Aktivitätsphasen der Uhus unberücksichtigt lasse, bemängelt, Zweifel an der Validität der vorgenommenen Höhenmessungen vorgetragen und die Ergebnisse deshalb als nicht belastbar eingeschätzt. Wie die Länder-Arbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten die Ergebnisse der Studie nach ihrem Abschluss bewerten wird, bleibt abzuwarten.

Der NDR und auch der Verfasser der Studie betonen, ob Uhus in anderen Landstrichen oder bei anderen räumlichen Gegebenheiten ein differenzierteres Flugverhalten an den Tag legen, sei nicht Teil des Forschungsauftrages gewesen. Ist fürs flache Land also alles klar? Müssen nun nur noch Uhus in anderen Landstrichen und bei anderen räumlichen Gegebenheiten gefangen und besendert werden? In Gutachterkreisen der Windenergiewirtschaft wird immer wieder der Eindruck erweckt, das Kollisionsrisiko sei überwiegend auf Windenergieanlagen im Bergland beschränkt. Dort hätten die Uhus gleichsam von einer höheren Warte kommend bei Distanzflügen (gewissermaßen auf dem Flug von Gipfel zu Gipfel) unglücklicherweise die Rotoren gekreuzt. Die in der zentralen Schlagopferdatei dokumentierten Todesfälle können solchen Voraussetzungen nicht zugeordnet werden. Vielmehr weisen die der EGE in der Eifel bekannten Orte, an denen an Windenergieanlagen Uhus verunglückten, diese Bedingungen nicht auf. Vielmehr handelt es sich um höher gelegene ebene Flächen ohne flankierende Erhebungen.

Jetzt bestellen: Adventskalender der EGE - November 2018

Steinkauz-Adventskalender der EGE © EGE

Mit einem Adventskalender wirbt die EGE für den Schutz des Steinkauzes: Hinter den Türchen des Kalenders verbergen sich Steinkäuze und weitere Tiere der Streuobstwiesen. Der originellen Adventskalender mit den Maßen 34 x 24 cm ist nur bei der EGE erhältlich.

Vielleicht möchten Sie Freunden und Verwandten rechtzeitig zum 1. Dezember mit dem Kalender eine Freude machen. Der Kalender ist ein schönes Geschenk auch für Kinder und Enkel. Der Kalender passt in einen B 4-Umschlag und lässt sich für 1,45 Euro mit der Deutschen Post versenden.

Die EGE erbittet für einen Kalender eine Spende in Höhe von 6,50 Euro. Bei einer Abnahme von mindestens fünf Kalendern vermindert sich der Betrag auf 5 Euro je Kalender. Die Versandkosten trägt die EGE. Bei einer Bestellung ab 5 Kalendern erhalten Sie eine Spendenbescheinigung. Die Einnahmen fließen nach Abzug der Druck- und Portokosten in die Eulenschutzprojekte der EGE.

Bitte richten Sie Ihre Bestellung per E-Mail an:
  Egeeulen@t-online.de
oder an die Geschäftsstelle der EGE
Breitestrasse 6
D-53902 Bad Münstereifel

Die Spende erbittet die EGE auf ihr Spendenkonto
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Stichwort Adventskalender

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