Der Steinkauz zählt in Deutschland zu den gefährdeten Brutvogelarten. Der größte Teil des deutschen Brutbestandes befindet sich mit ungefähr 5.000 Paaren in Nordrhein-Westfalen. Dieses Bundesland trägt für den Schutz dieser streng geschützten Art eine nationale Verantwortung. Die Niederrheinische Bucht ist eines der Dichtezentren des Steinkauzes in Deutschland. Hier liegt das Steinkauz-Projektgebiet der EGE. Es umfasst die Kreise Düren und Euskirchen, den Rhein-Erft-Kreis und den linksrheinischen Teil des Rhein-Sieg-Kreises. Der Rhein-Erft-Kreis wird in Kooperation mit dem NABU Rhein-Erft-Kreis und dem NABU Köln, der linksrheinische Teil des Rhein-Sieg-Kreises in Kooperation mit dem NABU Bonn bearbeitet. Das Projekt umfasst die jährlichen Bestandskontrollen (einschließlich Beringung), Bau, Reparatur, Anbringen und Wartung der Nisthilfen, Schutz und Erhalt von Steinkauzlebensräumen sowie Öffentlichkeitsarbeit.
Für den Rhein-Sieg-Kreis hat sich ein kleines Team von Steinkauzschützern um Andrea Caviezel gebildet. Die Zusammenarbeit und der Informationsaustausch mit dem NABU Bonn (Peter Meyer) ist verstärkt fortgesetzt worden. Andrea Caviezel ist in der Saison 2025 zur EGE gestoßen und nimmt zunehmend Verantwortung innerhalb des Steinkauzprojektes wahr.
Im Kreis Euskirchen wurde die von der Biologischen Station im Kreis Euskirchen, der Eifelstiftung und der Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen gestartete Initiative fortgesetzt, welche Menschen für den Schutz des Steinkauzes zu gewinnen versucht. In dieser Region betreuten in der Vergangenheit Peter Josef Müller, Rita Edelburg-Müller zusammen mit weiteren Personen seit mehr als 25 Jahren das Steinkauzprojekt der EGE. Diesem Projekt ist die Erholung der Steinkauzbestände im Kreis Euskirchen von 30-40 Revierpaaren im Jahr 2000 auf heute etwa 170 Revierpaare zu verdanken.
In diesem Jahr wurden im Projektgebiet 517 besetzte Steinkauzreviere registriert. Das sind fünf mehr als im Vorjahr. Die Zahl der erfolgreichen Bruten stieg im Vorjahresvergleich um 30 auf 308. Die Zahl beringter Jungvögel sank allerdings von 856 auf 703. Die deutlich gesunkene Jungenzahl ist eine Folge der Nahrungsverknappung. Immerhin ist die Zahl der besetzten Steinkauzreviere sowie die Zahl der erfolgreichen Bruten im Vergleich zu 2024 leicht gestiegen.
Die Ergebnisse für das Jahr 2025 aus dem Kreis Düren, also einem der vier betreuten Kreise der Niederrheinischen Bucht, hat Doris Siehoff exemplarisch zusammengefasst. Klicken Sie bitte hier, wenn Sie ihren Bericht lesen möchten.
