In den Wintermonaten finden sich Waldohreulen an gemeinschaftlich genutzten Schlafplätzen ein. Oft liegen diese Plätze in oder am Rand von Siedlungen. Werden die Eulen entdeckt, ist es den Zeitungsredaktionen bisweilen eine Nachricht wert. Oft werden die Versammlungsplätze über Jahre oder sogar Jahrzehnte genutzt. Dabei bevorzugen die Eulen als Tagesruheplatz vor allem Nadelbäume. Über die Ergebnisse eines 10-jährigen Monitorings an den Winterschlafplätzen der Waldohreule im Süden der Region Hannover berichtet aktuell eine Gruppe Autoren in dem Magazin Artenschutz und Biodiversität 7 (2) 2026.
Der Beitrag befasst sich mit den Eigenschaften der Winterschlafplätze, den Schlafplatzpräferenzen und der Beschaffenheit der genutzten Bäume. Die Autoren richten überdies den Blick auf die Gefahren, mit denen die Schlafplätze überwinternder Waldohreulen im Siedlungsraum bei Bautätigkeiten und Baumfällungen konfrontiert sind und wie die artenschutzrechtlich geschützten Ruhestätten besser geschützt werden können.
Die Empfehlungen des Autorenkollektivs umfassen insbesondere die Erfassung und Inventarisierung der Winterschlafplätze, die Umweltbildung und Sensibilisierung von Anwohnern, Öffentlichkeit und Kommunen, die Einbeziehung der Habitatbäume in kommunale Baumschutzsatzungen sowie den Verzicht auf Fällungen von Habitatbäumen zumindest in der winterlichen Nutzungsperiode der Eulen. Der Beitrag verknüpft Biologiewissen mit den Kenntnissen des Arten- und Naturschutzrechts – Kenntnisse, die zum Schutz der Waldohreulen unbedingt genutzt werden sollten. Klicken Sie hier, wenn Sie den Beitrag lesen möchten.
