Uhu-Webcams

Tagebuch2025-03-21T09:11:29+01:00

Unser Tagebuch

Unsere ausführlichen Tagebuch-Beiträge bieten nicht nur spannende Einblicke in das Leben der Uhus durch unsere Webcams, sondern liefern auch wertvolle Zusatz- und Hintergrundinformationen, die ein umfassenderes Verständnis für diese faszinierenden Vögel ermöglichen.

Liebe Uhufreundinnen und -freunde,

21. April 2009|

Genauso enttäuschend ist die Lage an vielen anderen traditionellen Brutplätzen in der übrigen Eifel und – wie wir hören – in anderen Regionen. Das Ausbleiben so vieler Bruten ist seit der Wiederansiedlung der Uhus in der Eifel beispiellos. Eine zuverlässige Erklärung dafür haben auch wir nicht.

Am ehesten könnte es am langen Winter liegen, der bei den Uhus keine rechte Balzstimmung aufkommen ließ, sie vielleicht auch zu sehr schwächte, um gut gerüstet eine Brut zu beginnen. Im letzten Jahr hingegen brüteten um den 10. April bereits rund drei Viertel der Eifeluhus. In diesem Jahr brütet bisher nicht einmal jedes zweite Paar.

Die Dinge zeigen: Kein Jahr ist wie das andere. Die Natur folgt eigenen Gesetzen und ist nicht so statisch wie Menschen es sich bisweilen wünschen. Trotzdem gibt es noch etwas Hoffnung: Der späteste uns bekannte Brutbeginn in der Eifel ist nämlich der 10. Mai.

Mit besten Grüßen
Stefan Brücher

Liebe Uhufreundinnen und -freunde,

18. März 2009|

Auf eine diesjährige Uhubrut dürfen alle trotzdem hoffen. Auch an anderen Orten scheinen sich die Uhus im Vergleich zum Vorjahr nämlich Zeit zu lassen. Im langjährigen Durchschnitt beginnen Uhus in der Eifel übrigens erst Mitte März mit der Brut. Statistisch gesehen ist also alles bisher ganz normal.


Bild vom 10.03.2009

So ist die Sorge, Uhus könnten dieses Jahr einen anderen Platz zum Brüten gewählt haben, unbegründet. Jedenfalls haben wir an den beiden anderen geeigneten Brutplätzen in der Nähe auch noch keinen Uhu brütend angetroffen.

Die von der Webcam eindrucksvoll dokumentierten Fuchsbesuche dürften die Uhus eher gelassen nehmen. Ein brütendes Uhuweibchen vermag einen Fuchs in die Flucht zu schlagen.


Bild vom 12.01.2009

Im Februar hat uns eine aufmerksame Besucherin der Website aus den Niederlanden sogar ein für beide folgenloses Zusammentreffen von Uhu und Fuchs vor der Webcam geschildert. Gefährlich werden kann ein Fuchs aber natürlich jungen Uhus. Fälle, in denen junge Uhus von Füchsen gefressen wurden, gibt es. Und umgekehrt auch solche, in denen alte Uhus junge Füchse erbeuteten.


Bild vom 12.01.2009

Im letzten Jahr habe ich übrigens selbst beobachtet, wie ein Fuchs einem erwachsenen Uhu in einem Steinbruch buchstäblich vor die Füße lief und beide sich gekonnt ignorierten. Ein anderes Mal jagte ein Uhu einem Fuchs das tote Kaninchen ab, das der Fuchs im Maul davon tragen wollte. Vor Schreck kugelte der Fuchs einen Abhang hinunter, blieb aber ganz unbeschadet.

Stefan Brücher

Sehr geehrte Damen und Herren,

20. Februar 2009|

Ob gar Lotte es wieder ist, die hier brütet und Junge aufzieht? Wie es Lotte und den drei Jungen der Vorjahresbrut wohl ergangen ist? Sind sie überhaupt noch am Leben? Wir wissen es nicht, hoffen es aber natürlich. Wegen der anhaltend kalten Witterung scheint sich der Brutbeginn in diesem Jahr zu verzögern. Trotzdem: Bald dürfte es sich wieder lohnen, ab und zu die aktuellen Bilder der Webcam abzurufen.

Stefan Brücher
Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e. V.
www.egeeulen.de

Auf Wiedersehen!

6. Juni 2008|

Eine Zuschauerin schrieb uns, die Uhus sind offensichtlich aus der „Infanteristenphase“ in die Fliegerstaffel aufgestiegen. Zwar werden die Jungen noch von den Eltern mit Nahrung versorgt. Aber bald wird ihnen das Fangen der Mäuse, Ratten und Krähen selbst gelingen.

Die EGE dankt dem Team des SWR und dem Webcam-Fachmann Herrn Christian Giese für die gute Zusammenarbeit. Unser Dank gilt ebenso Ihnen allen, die Sie während der letzten Wochen aufmerksam das Geschehen am Uhubrutplatz beobachtet und mit uns auch ein bisschen um das Geschick der Uhufamilie gebangt haben. Die Sorge scheint geholfen zu haben. Alles verlief gut.

Wir werden in der nächsten Zeit die einige Hundert Stunden umfassenden Webcam-Aufzeichnungen auswerten und vermutlich viel Neues über Uhus erfahren. Die Übertragungen vom Uhubrutplatz fanden übrigens ein bemerkenswert großes Interesse. Mehr als 132.000 Besuche registrierte der SWR.

Die drei jungen Uhus sind von uns zu Forschungszwecken beringt worden. Vielleicht werden wir ihnen – hoffentlich nicht als Unfallopfer – in den nächsten Jahren einmal begegnen. Wünschen wir, dass die Stromkonzerne (wie es von ihnen gesetzlich verlangt ist) endlich gefährliche Mittelspannungsmasten entschärfen, nicht noch mehr Windenergieanlagen und Straßen in Uhulebensräume vordringen und Steinbruchbetreiber Rücksicht nehmen auf brütende Uhus.

Zwei der drei Jungen haben Paten gefunden, welche den Schutz der Uhus mit einer Spende unterstützen. Wenn Sie Ihr Herz für Uhus entdeckt haben, dann besuchen Sie bitte gelegentlich die Website der EGE: www.ege-eulen.de. Dort gibt es Woche für Woche neue Informationen aus der Welt der Eulen.

Stefan Brücher

Infanteristenphase

14. Mai 2008|

Diese Phase bezeichnet die Zeit, in der die Uhus noch nicht flugfähig, aber gewissermaßen gut zu Fuß und viel unterwegs sind. Eine Fußtruppe sozusagen.

Eine erste Flugfähigkeit entwickeln die Jungen in der 8. Woche, zielsicheres Anfliegen mit 9 Wochen. Die volle Flugfähigkeit erlagen sie mit 10 Wochen. In den letzten Nächten bekamen die drei Uhus übrigens Besuch. Ein etwas riskanter Besuch für die Besucher. Am Bildschirm sahen wir eine Brandmaus und einen Gartenschläfer.

Ob sie den Nestplatz unbeschadet wieder verlassen konnten, wissen wir nicht.

Stefan Brücher
Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e. V.

Ganz schön mobil

29. April 2008|

Der Brutplatz umfasst ja nicht nur die eigentliche Nestmulde, sondern einen einige Meter breiten Felsbereich, der reichlich Platz bietet für Erkundungen, Flügeltraining und Ertüchtigungen aller Art. Es ist ein Brutplatz der Luxusklasse, wettergeschützt und komfortabel für die Bedürfnisse halbstarker Uhus. Wir werden mit dem ferngesteuerten Verstellen der Kamera von Zeit zu Zeit versuchen, die drei Uhus immer wieder für Sie „einzufangen“. In dunklen Nächten wird dies allerdings nicht möglich sein, weil der Infrarotscheinwerfer nicht ferngesteuert werden kann.

Falls Sie in der letzten Woche nicht live bei der Beringung der jungen Uhus dabei sein konnten: Das Südwestfernsehen RP berichtet von der Aktion am kommenden Dienstag, dem 06. Mai 2008, in der Sendung „Im Grünen – Die Natur in Rheinland-Pfalz“ zwischen 18.15 – 18.45 Uhr.

Übrigens hat einer der drei jungen Uhus („Johanna“) eine Patin gefunden. Mit dem Betrag von 100 Euro unterstützt die Patin die Bemühungen der EGE zum Schutz der Uhus.

Mit freundlichen Grüßen
Stefan Brücher

Zwei Mädchen und ein Junge!

22. April 2008|

Um 15 Uhr hatte die Aktion begonnen. Sie verlief ganz problemlos. Eine Stunde später saßen die drei Uhus wieder unversehrt, aber mit Ringen der Vogelwarte Radolfzell versehen im Nest.

Dem äußeren Anschein nach sind es zwei Weibchen und ein Männchen. Alle drei Jungvögel sind offensichtlich bei Kräften, gesund und ungefähr gleich schwer. An Nahrung scheint bisher kein Mangel zu sein.

Lotte hat die Beringung aus sicherer Entfernung beobachtet. Zugesehen haben zeitweilig auch mehr als neunhundert Zuschauer am Bildschirm. Wenig später ist wieder Ruhe eingekehrt bei den Uhus daheim. In den nächsten Wochen werden die Mitarbeiter der EGE vermutlich noch etwa hundert weitere junge Uhus in der Eifel zu wissenschaftlichen Zwecken kennzeichnen.

Die Vogelberingung hilft, Erkenntnisse über die Gefährdungen der Uhus zu gewinnen, um darauf mit Maßnahmen des Natur- und Artenschutzes erfolgreicher reagieren zu können.

Mit freundlichen Grüßen
Stefan Brücher

Lottes Junge werden beringt

18. April 2008|

Die Kamera wird zu der Zeit eigens einen größeren Ausschnitt in den Blick nehmen, so dass Sie bei der Kennzeichnung live dabei sein können. Die wissenschaftliche Uhuberingung soll nicht nur bio-ökologisches Wissen vermehren, sondern vor allem zu mehr Erkenntnissen führen über Risiken und Gefahren im Leben der Uhus, um sie immer besser schützen zu können.

Mit freundlichen Grüßen
Stefan Brücher

Alles O. K.

14. April 2008|

Hoffen wir weiterhin, dass beiden Altvögeln nichts zustößt, sie von gefährlichen Strommasten, Windenergieanlagen und rasendem Verkehr fernbleiben und niemand auf sie schießt.

Lotte ist jetzt nicht mehr so oft im Nest zu sehen. Es wird nämlich allmählich eng darin. Auch dürfte es ihr dort bei drei bald halbstarken Uhus an der nötigen Tagesruhe fehlen. Immerhin sind die Jungen schon mehr als drei Wochen alt. Lotte ist aber immer in der Nähe, hat alles wachsam im Blick. Nur ist sie selbst häufig außerhalb der Reichweite des Objektivs unserer Kamera. Am heutigen Nachmittag, so konnte ich mich überzeugen, hat sie ein ausgiebiges Bad im Landregen genommen.

Mit freundlichen Grüßen
Stefan Brücher

Lotte auf Jagd

9. April 2008|

Das wäre geradezu tragisch und eine arge Herausforderung für Lotte. In diesem Zusammenhang bittet die EGE Sie um Ihre Mithilfe: Wenn Sie beide Altvögel am Nest haben beobachten können, lassen Sie es uns bitte wissen. Wir sind an Ihren Beobachtungen stets interessiert.

Stefan Brücher
Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e. V.

In eigener Sache

5. April 2008|

Fürs erste sind die technischen Probleme gelöst. Lotte und die inzwischen merklich gewachsenen jungen Uhus blieben von alledem ganz unbehelligt und sind wieder online.

Für den Sendeausfall möchten wir uns entschuldigen und Sie zugleich auf die Landesschau des SWR Fernsehen Rheinland-Pfalz am kommenden Montag, das ist der 07. April 2008, hinweisen. Die EGE wird zwischen 18.45 und 19.45 Uhr zu Gast im Studio sein. Eines der Sendethemen: Der Schutz des Uhus und das Geschehen an Lottes Brutplatz.

Mit freundlichen Grüßen
Stefan Brücher

Neues von Lotte

31. März 2008|

Vermutlich, um Nahrung zu bringen. Vielleicht aber auch, um den Nachwuchs zu sehen. Bei dieser Gelegenheit hat Onno Gent aus Ostfriesland eine weitere Entdeckung gemacht: Auch das Männchen ist beringt. – Schade nur, dass bisher keiner der Ringe abgelesen werden konnte. So bleiben Herkunft und Alter der Eltern noch im Dunkeln.

Mit freundlichen Grüßen
Stefan Brücher

Zwei aus dem Ei

25. März 2008|

Frau Edens hat uns zum Beleg ein Foto gesendet, auf dem es zu sehen ist.

Am Morgen des Ostersonntages sah Frau Edens dann das zweite Junge. Sie konnte auch beobachten, wie „Lotte“ die leeren Eierschalen aus dem Nest entfernte.

Wir bedanken uns herzlich bei der niederländischen Uhufreundin.

Mit freundlichen Grüßen
Stefan Brücher

Punktlandung?

23. März 2008|

Jedenfalls erweckt „Lottes“ Verhalten seit einigen Stunden ganz den Anschein, sie könnte jetzt Mutter sein. Sie schaut jetzt viel öfter unter sich. Irgendwie besorgter, vielleicht auch etwas verwundert. Oder ist das alles nur erwartungsvolle Phantasie des Betrachters?

Die EGE hat den Beginn der Brutzeit zu errechnen versucht. Der heutige Ostersonntag ist tatsächlich der früheste Tag zum Schlüpfen. Bleiben Sie also ein aufmerksamer Beobachter. Frohe Ostern!

Mit freundlichen Grüßen
Stefan Brücher

Das 3. Ei ist da

7. März 2008|

Noch ließ sich die Ringnummer nicht ablesen. Vielleicht achten Sie einmal darauf, ob Sie die Ringnummer identifizieren können. Wenn es Ihnen gelingt, schreiben Sie uns bitte. Wir zeichnen den Entdecker oder die Entdeckerin mit einem wertvollen Buch über Europas Eulen aus. Die Ringnummer offenbart uns Lottes Herkunft und Alter.

Übrigens hat Lotte beinahe die Hälfte der 34tägigen Brutdauer absolviert. Das Gelege verlässt sie bis zu drei Mal in der Nacht, aber immer nur für Minuten. In dieser Zeit lässt sie sich vom Uhumännchen Nahrung bringen.

Haben Sie weitere Fragen zur Arbeit der EGE? Wir stehen gerne zur Verfügung!

Haben Sie weitere Fragen zur Arbeit der EGE?
Wir stehen gerne zur Verfügung!

Haben Sie weitere Fragen zur Arbeit der EGE? Wir stehen gerne zur Verfügung!

Nach oben