Liebe Uhufreundinnen und -freunde,

unsere Junguhus in der Burgruine wachsen rasant. Am kommenden Wochenende ist der jüngste etwa drei und der älteste etwa vier Wochen alt – und damit alt genug für die Beringung. Am kommenden Sonntag, den 19.4., wollen wir die Aktion ab 14:00 Uhr durchführen.

Im Ahrtal

Uns haben einige Zuschriften zur Identität von „Lotte 1“ und „Lotte 2“ erreicht. Das Spektrum der Meinungen reicht von einer sicheren Bestätigung meiner Einschätzung bis hin zum Gegenteil: „Die angebliche Lotte 2 ist eindeutig die wahre Lotte (1).“

Vielleicht wird uns eine eindeutige Identifizierung durch die Genanalyse von Federn gelingen. Uhus haben sicherlich individuelle Gefiedermerkmale. Die Musterung der mittleren Schwanzfedern ist ein gesichert individuelles Merkmal. Leider können wir mithilfe unserer Kameras bisher keine ausreichend guten Aufnahmen dieser Federn vergleichen.

Meine Versuche, die Uhudamen anhand der Gefiedermerkmale zwischen Schnabelansatz und den Federohren zu identifizieren, sind daher nur unsichere Hinweise.

Wer ist wer?

Die vermeintlich „richtige Lotte“ am Ausweichbrutplatz hat jedenfalls inzwischen zwei Junge und kann über ausreichend Nahrung verfügen.

Am Brutplatz vor Cam 1 und unterhalb von Cam 2 bahnt sich ebenfalls Nachwuchs an. Zumindest meinten wir am 14.4. bereits Piepsen aus den Eiern gehört zu haben. Waschbären in unmittelbarer Nestnähe haben wir nun schon seit einigen Tagen nicht mehr beobachtet. Haben die „Erziehungsversuche“ des Uhumännchens vielleicht die erwünschte Wirkung erzielt?

Die Eifeluhus

Die Brutsaison 2026 läuft vielversprechend an. Viele Paare haben mit der Brut begonnen, in manchen Bereichen der Eifel jedoch scheinen mehrere benachbarte Paare verschwunden oder andere ohne Brutabsichten zu sein.

Ich wünsche uns weiterhin schöne Beobachtungen und hoffe auf ein kleines, waschbärfreies Wunder für die Uhubrut vor Cam 1.

Ihr
Stefan Brücher