Mit Menschen muss man Geduld haben, aber auch mit Uhus. Stefan Brücher ist ein geduldiger Mensch. Nun, worum geht’s? Vor 40 Jahren, als sich in der Eifel nach dem Verschwinden der Uhus eine Uhupopulation erst wieder entwickeln musste, brüteten in einer Burgruine in der Eifel Uhus. Das war in den Jahren 1985, 1986 und 1988. Das Foto oben links zeigt Stefan Brücher 1988 bei der Beringung eines jungen Uhus genau dort. Kurz zuvor war die Ruine renoviert worden, aber auf Stefan Brüchers Betreiben hin so, dass der Uhubrutplatz erhalten blieb.
Dann hatten die Uhus anderes im Sinn. Jedenfalls kam es an diesem Brutplatz erst wieder nach Jahren zu erfolgreichen Bruten: nämlich 2001, 2002 und 2003. Und danach blieben erfolgreiche Bruten erneut aus – bis 2026. In diesem Jahr endlich konnte Stefan Brücher dort wieder zwei junge Uhus beringen (s. Foto rechts). 40 Jahre nach der Erstberingung an diesem Standort. So zeigen die beiden Aufnahmen mit dem Abstand der Jahre zwar verschiedene Uhus, aber den selben, wenngleich auch einen um viele Begegnungen mit Uhus reicheren Stefan Brücher. Jetzt soll die Ruine wieder restauriert werden, natürlich nicht ohne Brüchers Rat. Wie sagte Wilhelm Busch: Ausdauer wird früher oder später belohnt. Meistens später.
