Kürzlich machte der Hürtgenwald im deutsch-belgischen Grenzgebiet internationale Schlagzeilen. 300 Hektar Wald standen in Flammen. Verglichen mit dieser absichtlich oder fahrlässig ins Werk gesetzten Katastrophe ist die Planung, von der nachstehend berichtet wird, schon der Fläche nach geradezu eine Petitesse und selbstredend nicht im Fokus der Öffentlichkeit.

Die Gemeinde Hürtgenwald plant ein neues Baugebiet. Eine bislang landwirtschaftlich genutzte Fläche von 27.618 m² soll mit 27 Einzelhäusern, 6 Doppelhaushälften und 5 Mehrfamilienhäusern bebaut werden. An alles scheint die planende Gemeinde im Bebauungsplan gedacht zu haben: an Versickerungsmulden, Dachbegrünungen, Photovoltaikanlagen, Büschen und Bäumen und einem Schottergärtenverbot, an Grün und viel Klimaschutz. Alles schön und gut. Doch was soll mit dem Steinkauz geschehen, in dessen Revier hinein die Häuser gebaut werden sollen? Klicken Sie bitte hier, wenn Sie die Stellungnahme der EGE zum geplanten neuen Baugebiet lesen möchten. Der Fall veranschaulicht exemplarisch die Schwierigkeiten, mit denen der Schutz von Natur und Landschaft Tag für Tag und mehr oder weniger in jeder der rund 11.000 Kommune in Deutschland konfrontiert ist. Vielleicht trägt die Stellungnahme dazu bei, die Ursachen dieser Schwierigkeiten zu durchschauen und zu überwinden.